Tanga liegt an der Küste Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia. Während der deutschen Kolonialzeit entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Hafen- und Industriestandort: In der Umgebung florierten Sisalplantagen, und lokale Fabriken produzierten Seife, Stahl, Dünger und weitere Güter. Heute ist die Wirtschaft der Stadt weniger industriell geprägt als früher, doch Tangas kulturelles und historisches Erbe bleibt eindrucksvoll und reicht über Jahrhunderte zurück.
Tanga ist eine historische Hafenstadt im Nordosten Tansanias, in der gleichnamigen Region, mit direktem Zugang zum Indischen Ozean. Obwohl sie mit über 390'000 Einwohnern (Stand 2022) zu den grössten Städten des Landes zählt, besuchen deutlich weniger Reisende Tanga als Orte wie Arusha oder Dar es Salaam.
Gleichzeitig finden sich rund um Tanga dichte Mangrovenwälder, die Amboni-Höhlen – eines der grössten Kalksteinhöhlensysteme Ostafrikas –, ruhige Strände nur wenige Kilometer ausserhalb der Stadtgrenze sowie überraschend viele Gebäude und Wahrzeichen aus der deutschen Zeit.
In diesem Artikel schauen wir genauer auf Tansanias weniger bekannte Küstenstadt: wo Tanga liegt, wie Sie dorthin reisen, wofür die Stadt bekannt ist und welche kulturellen Eindrücke sie Besuchern vermittelt.
Nützliche Informationen für Reisende nach Tanga, Tansania
Wie kommen Sie dorthin? Tanga liegt zwischen Mombasa in Kenia und Dar es Salaam und ist deshalb gut in das Busnetz eingebunden, auch mit Verbindungen in den Norden Tansanias, insbesondere nach Moshi und Arusha. Tanga verfügt zudem über einen kleinen Flughafen, der von den lokalen Fluggesellschaften Auric Air und Coastal Aviation bedient wird, mit regelmässigen Flügen nach Dar es Salaam, Pemba Island und Sansibar. 1-mal pro Woche verkehrt ausserdem eine Fähre zwischen Tanga und Pemba. Die Fahrt dauert rund 4 Stunden und beinhaltet einen Transfer über Sansibar. Das Billett kostet USD 35. Abfahrten ab Tanga finden dienstags statt, ab Pemba sonntags.
Wo übernachten in Tanga, Tansania? Tanga ist nach tansanischen Massstäben eine grössere Stadt, entsprechend gibt es genügend Unterkünfte, in denen Reisende komfortabel wohnen können. Zum Beispiel:
Das Dolphin Hotel ist ein Stadthotel nahe dem Bahnhof. Die Unterkunft verfügt über eine angenehme Terrasse, ein Restaurant, eine Bar und kostenlose private Parkplätze. Der Rashid-Supermarkt und ein Bootsanleger befinden sich in der Nähe.
Eine weitere gute Möglichkeit ist das Tanga Beach Resort & Spa, ein Resort direkt am Strand mit Aussenpool, Restaurant, Bar und klimatisierten Zimmern. Gästen stehen ausserdem Konferenzräume und ein Abendprogramm zur Verfügung. Der Flughafen Tanga ist 8 Fahrminuten vom Hotel entfernt, der Hafen rund 10 Minuten.
Das Phyllen Hotel liegt wie das Dolphin Hotel im Stadtzentrum nahe dem Bahnhof. Es bietet kostenloses WLAN, ein Restaurant, kostenlose private Parkplätze, Zimmerservice, Velovermietung und Autovermietung. Der Flughafen Tanga ist 6 Fahrminuten entfernt. Für Buchungen können Sie +255 71 578 18 46 anrufen oder eine WhatsApp-Nachricht senden.
Nicht weit entfernt liegt Fish Eagle Point, ein ruhiges Eco-Resort an einem abgelegenen Küstenabschnitt, umgeben von schöner Landschaft. Gäste haben Zugang zu einem abgeschiedenen Privatstrand, einer Bar und kostenlosem WLAN. Das Restaurant vor Ort serviert lokale Küche sowie Gerichte mit Einflüssen aus den USA und Grossbritannien. Dazu kommen ein Pool und ein üppiger tropischer Garten – eine gute Wahl, wenn Sie Natur und Ruhe abseits der Stadt suchen.
Wie ist das Wetter? Dank der Nähe zum Indischen Ozean hat Tanga ein heisses tropisches Klima. Während des grössten Teils des Jahres bleibt es warm und feucht. Es gibt 2 Regenzeiten: Von April bis Mai kann es zu kräftigen Regenfällen kommen, während November und Dezember meist kürzere Schauer bringen. Mehr zum Wetter in Tanga im Jahresverlauf erfahren Sie hier.
Die Geschichte der Stadt Tanga, Tansania
Historisch lebten in dieser Region die und Swahili-Gemeinschaften, ungefähr vom 11. bis zum 16. Jahrhundert. Die frühesten dokumentierten Hinweise auf Tanga stammen jedoch von den Portugiesen. Während ihrer Besatzungszeit war Tanga eine kleine Siedlung an der Küste des Indischen Ozeans.
Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts, nachdem das Sultanat Oman die Besatzer verdrängt hatte, kamen Tanga, Mombasa und Pemba Island unter arabische Kontrolle. Mit der Zeit wurde Tanga zu einem wichtigen Hafen, über den unter anderem Elfenbein und Sklaven gehandelt wurden. Die Stadt entwickelte sich zu einem strategisch bedeutenden Küstenzentrum und blieb im 19. Jahrhundert einflussreich, bis europäische Mächte in die Region vordrangen.
Im 19. Jahrhundert interessierten sich die Deutschen für die Stadt. Sie kauften vom damaligen Sultan einen Küstenstreifen auf dem Festland des heutigen Tansania. 1891 wurde Tanga zu einer deutschen Stadtgemeinde, einer der frühesten Siedlungen in Deutsch-Ostafrika und einem kolonialen Verwaltungszentrum. Diese Rolle behielt die Stadt, bis die Deutschen Dar es Salaam gegen Ende des 19. Jahrhunderts einnahmen.
Diese Zeit brachte der Stadt einen neuen Aufschwung. Tanga wuchs, die Infrastruktur verbesserte sich, und der Bau einer Tramlinie für den lokalen Verkehr sowie eines Hafens für den Warenexport begann. 1896 wurde hier die bekannte Usambarabahn gebaut, die erste Eisenbahn in Deutsch-Ostafrika und auf dem Gebiet des heutigen Tansania. 1912 wurde sie bis Moshi verlängert, heute ist diese Strecke jedoch für den Personenverkehr geschlossen. Das Bahnhofsgebäude steht noch immer und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tangas sowie zu den bemerkenswerten Architekturzeugnissen der Kolonialzeit.
Tangas wachsende Bedeutung förderte die Entwicklung nicht nur in der Stadt, sondern in der ganzen Region. Bereits unter arabischer Herrschaft nahm die Landwirtschaft rasch zu: Kokosnüsse, Cashewnüsse, Mais, Reis, Algen, Baumwolle und Sisal wurden angebaut. Vor allem l prägte die Region während vieler Jahre als wichtige Exportpflanze. Die Region Tanga gehört weiterhin zu den grössten Agrarproduzenten Ostafrikas, auch wenn heute Zitrusfrüchte zu den Hauptkulturen zählen.
Während des Ersten Weltkriegs wurde Tanga Teil der Frontlinie im Ostafrikafeldzug, weil es die nächstgelegene deutsche Stadt zu Britisch-Ostafrika war. Nach einer Reihe von Gefechten erreichten britische Truppen am 7. Juli 1916 die Manza Bay, etwa 16 km nördlich von Tanga, und besetzten die Stadt.
Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Grossbritannien ein Mandat des Völkerbundes, Tanganjika auf die Unabhängigkeit vorzubereiten. Die neue Verwaltung konzentrierte sich auf das landwirtschaftliche Potenzial der Region. Die Bekämpfung von Hunger hatte Priorität, zugleich stand der Ausbau des Exports lokal angebauter Produkte auf der Agenda.
Nach der Unabhängigkeit Tanganjikas und der späteren Gründung Tansanias blieb Tanga für einige Zeit ein aktiver Hafen, mit Sisal als wichtigem Exportgut. Später fielen die Weltmarktpreise für Sisal stark. Der grossflächige Anbau wurde unrentabel, viele Plantagen und Fabriken brachen zusammen, und die Stadt verlor ihre wichtigste Einnahmequelle.
Das heutige Tanga ist eine ruhige Hafenstadt an der Küste mit entspanntem Lebensrhythmus. Gleichzeitig bringt die Stadt vieles mit für eine Auszeit am Meer, einen vertieften Blick auf die Kultur Tansanias und Begegnungen mit den charakteristischen Naturlandschaften der Region.
Was gibt es in und um Tanga zu sehen?
Das historische Zentrum von Tanga ist reich an Architektur aus der Kolonialzeit, in der sich arabische Elemente mit lokalem afrikanischem Charakter verbinden. Ein bekanntes Wahrzeichen ist das ehemalige deutsche Luxushotel Kaiserhof. Lange Zeit war es das einzige Hotel an der gesamten ostafrikanischen Küste. Heute ist es nicht mehr in Betrieb, doch das Gebäude erinnert noch immer an den früheren Wohlstand der Stadt.
Mehr über die lokale Geschichte erfahren Sie im Urithi Tanga Museum. Es befindet sich in einer alten deutschen Boma und zeigt eine interessante Sammlung historischer Artefakte. Wenn Sie eine Pause von Museen wünschen, bietet Tanga zahlreiche Restaurants mit Küchen aus verschiedenen Teilen der Welt. Ausserhalb der Stadt finden Sie helle, weisse Strände, an denen Sonne und die frische Brise des Indischen Ozeans in ruhiger Abgeschiedenheit zusammenkommen.
Und damit nicht genug. Die geheimnisvollen Amboni-Höhlen, die alten Ruinen von Tongoni, eine Bootsfahrt zur "Dead Island" mit ihren Mangrovenwäldern und die heissen Quellen von Galanos gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten, die gerade die Region Tanga ausmachen.
Amboni-Höhlen
Etwa 20 Fahrminuten vom Stadtzentrum entfernt liegt ein bemerkenswerter Naturort: ein Kalksteinhöhlensystem, das zu den grössten Ostafrikas zählt. Es erstreckt sich über rund 234 km². Die längste Höhle des Komplexes misst 755 m.
Man geht davon aus, dass die Höhlen vor rund 150 Mio. Jahren während des Jura entstanden sind. Forschende vermuten ausserdem, dass dieses gesamte Gebiet vor etwa 20 Mio. Jahren unter Wasser lag. Das System umfasst 10 Höhlen, von denen Besucher jedoch nur 1 besichtigen können.
Ein einzelnes dokumentiertes Entdeckungsdatum gibt es nicht. Historische Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass lokale Gemeinschaften schon in ferner Vergangenheit hierherkamen, um zu beten und Rituale abzuhalten. 1892 wurde das Gebiet von Amboni Limited erworben, einer damals bedeutenden Verwaltungsgesellschaft, die Sisalplantagen in der Region Tanga betreute. Nachdem die Höhlen identifiziert worden waren, informierte das Unternehmen die britischen Behörden, und 1922 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt. Erst 1963 übergab die Regierung des damaligen Tanganjika die Höhlen an das Department of Antiquities.
Heute können Sie den Komplex im Rahmen einer geführten Tour besuchen, durch die Gänge eines ungewöhnlichen Kalksteinlabyrinths gehen und Felsblöcke sehen, deren Formen überraschen. Manche erinnern an ein Sofa oder ein Schiff, andere an einen Löwenkopf, ein Krokodil, einen Elefanten oder sogar an die Freiheitsstatue. Am Abend lässt sich zudem beobachten, was Einheimische den "popo flight" nennen. Bei Sonnenuntergang strömen Hunderte Fledermäuse in einem dichten Wirbel aus dem Höhleneingang. Auf Swahili bedeutet "popo" Fledermaus.
Ruinen von Tongoni
Etwa 30 Fahrminuten südlich von Tanga liegt der Ort der ehemaligen Stadt Tongoni. Zwischen Baobabs, auf einer kleinen Anhöhe mit Blick über Mangrovenwälder und den Indischen Ozean, befinden sich die Ruinen: eine teilweise eingestürzte Moschee und rund 2 Dutzend überwachsene Gräber. Archäologen haben in der Umgebung zudem viele Artefakte entdeckt, darunter Tongefässe mit klassischer Swahili-Ornamentik, eine Pfeife, indische Keramik und Glasperlen. Diese Funde deuten darauf hin, dass der Ort vom späten 14. Jahrhundert bis ungefähr ins 17. Jahrhundert bewohnt war. Die erhaltenen Strukturen, also Moschee und Gräber, stammen aus dem 14.–15. Jahrhundert.
Man nimmt an, dass Tongoni im 15. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte, als es ein belebtes Swahili-Handelszentrum war. Die Stadt hatte einen eigenen Sultan, und in diesem Hafen landete Vasco da Gama, nachdem sein Schiff auf Grund gelaufen war. Dies geschah erstmals im April 1498; später kehrte der portugiesische Seefahrer zurück. Nach einigen Berichten verbrachte er bei seinem 2. Besuch 15 Tage in Tongoni.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verlor die Siedlung an Bedeutung. Gegen Ende desselben Jahrhunderts wurde sie von Flüchtlingen aus Kilwa neu besiedelt. Die Shirazi nannten den Ort Sitahabu, was "Hier ist es besser als dort" bedeutet. Ihre Ankunft brachte eine kurze letzte Wiederbelebung, bevor die Stadt aus der Geschichte verschwand.
Die meisten Gebäude Tongonis sind seither vollständig eingestürzt. Dennoch lassen sich noch alte Gräber mit monumentalen Säulen sehen, die Reste der Moschee erkunden und verwitterte Grabstätten zwischen der Vegetation begehen – ein Ort, an dem die lange Vergangenheit greifbar bleibt.
Toten Island
Nahe der Küstenlinie von Tanga liegt eine kleine unbewohnte Insel, die von Mangrovenwäldern bedeckt ist. Ihr Name, Toten, bedeutet aus dem Swahili übersetzt "Dead Island". Auf der Insel befinden sich überwachsene Ruinen einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert sowie mehrere Grabsteine aus dem 18.–19. Jahrhundert, darunter ein alter deutscher Friedhof. Sie ist eine stille Erinnerung daran, dass auf diesem schmalen Stück Land einst Menschen lebten.
Keramikfragmente, die auf der Insel gefunden und auf das 15. Jahrhundert datiert wurden, deuten zudem darauf hin, dass Toten bereits in der Shirazi-Zeit bewohnt gewesen sein könnte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zogen die letzten Bewohner jedoch aufs Festland und liessen die Insel zurück.
Heute wird Toten von Tanzania Marine Parks and Reserves verwaltet. Die Ruinen mögen kleiner sein als jene im nahen Tongoni, dennoch lohnt sich ein Besuch. Sie erreichen die Insel im Rahmen eines Bootsausflugs. Die Strände sind schön, das Wasser ist klar, und die Umgebung eignet sich gut zum Schnorcheln und für ruhige Zeit in der Natur.
Schwefelhaltige heisse Quellen von Galanos
Nur wenige Kilometer von den Amboni-Höhlen entfernt, verborgen in üppiger Vegetation, liegen schwefelhaltige heisse Quellen. Einheimische schreiben dem Wasser heilende Eigenschaften zu, besonders bei Hautbeschwerden und Gelenkproblemen. Während das Wasser aus grosser Tiefe durch mehrere Bodenschichten aufsteigt, nimmt es Mineralien auf und erhält seinen charakteristischen Ausdruck. Aus demselben Grund zeigt es eine ungewöhnliche blau-gelbe Farbe und einen starken Schwefelgeruch.
Die Quellen sind weiterhin aktiv und speisen einen Bach, der in den Zigi River fliesst. Besucher kommen mit dem Velo oder mit dem Auto. Da Galanos in einer Kokosplantage liegt, können Sie dort auch frischen Kokossaft, Kokoswein und verschiedene tropische Früchte probieren.
Welche Nationalparks liegen in der Region Tanga?
Im Norden der Region liegt der bekannte Mkomazi-Nationalpark. In diesem Gebiet trifft sein Territorium auf den südlichen Rand der Kilimandscharo-Region.
Planen Sie den Park ein, wenn Sie das bekannte Spitzmaulnashorn sehen möchten, eine sehr seltene und bedrohte Art. Den offiziellen Status als Nationalpark erhielt das Gebiet erst 2008; damit gehört Mkomazi zu den jüngsten Schutzgebieten Tansanias. Selbst in der Hauptsaison ist es hier in der Regel ruhiger als in den bekannteren Parks des Landes.
Mkomazi ist auch Lebensraum der African Big Five: Elefant, Löwe, Büffel, Nashorn und Leopard sowie vieler weiterer Savannenarten. Die Fahrt von Tanga nach Mkomazi dauert ungefähr gleich lang wie von Arusha oder Moshi, rund 5–6 Stunden.
Bevor Sie in Tansania auf Safari gehen, laden Sie bitte unsere Checkliste herunter und lesen Sie sie durch. Wir haben alle wesentlichen Informationen in einem PDF zusammengestellt – für alle, die eine Reise in die afrikanische Savanne planen.
Ein weiterer Nationalpark liegt näher bei der Hafenstadt: Saadani. Er ist das einzige Küstenschutzgebiet Tansanias mit direktem Zugang zum Indischen Ozean. Grosse Teile des Parks sind von dichten Mangrovenwäldern bedeckt und Lebensraum für Elefanten, Flusspferde und Krokodile.
Ein Fluss durchquert den Park, und Sie können an einem geführten Bootsausflug teilnehmen. Ihr Guide kann Sie auf Raubtiere, Affen und Schildkröten hinweisen und Details zur Vogelwelt in den umliegenden Wäldern erklären. Wo die Mangroven offenerem Gelände weichen, zeigen sich mit etwas Glück auch Büffel, Giraffen und Warzenschweine. Saadani umfasst nur 1'062 km², was nach tansanischen Massstäben eher klein ist. Eine Safari hier wird dadurch jedoch nicht weniger reizvoll als in den weiten Schutzgebieten, die sich über Zehntausende von Quadratkilometern erstrecken.
Im Nordwesten der Region liegen die Usambara Mountains mit dem Amani-Naturreservat, nur 40 km von Tanga entfernt. Der Ort eignet sich gut, um endemische Pflanzen und Tiere zu sehen.
Der Amani Forest gilt als einer der artenreichsten Orte der Erde. Hier befindet sich ein grosser botanischer Garten mit mehr als 1'000 Pflanzenarten aus verschiedenen Teilen der Welt. Auch eine Wanderung durch den Wald selbst, stets mit professionellem Guide, kann zu besonderen Begegnungen mit lokalen Reptilien und Amphibien führen. Nachts werden spezielle Touren organisiert, um Chamäleons, Echsen, endemische Frösche und Schlangen zu beobachten.
Vor Jahrhunderten lebten Leoparden und Elefanten in den Wäldern der Usambara Mountains, heute sind sie hier jedoch nicht mehr anzutreffen. Mit zunehmender Bevölkerungsdichte zogen sich grosse Wildtiere schon vor langer Zeit zurück. Dennoch leben im Wald weiterhin Honigdachse, Duckerantilopen, Buschschweine, Colobusaffen und Galagos – kleine Primaten mit grossen Augen und schnellen Bewegungen. Das Reservat besitzt ausserdem 3 schöne Wasserfälle: Zigi, Chemka und Ndola. An heissen Tagen sind sie ein guter Ort, um sich abzukühlen und eindrückliche Fotos zu machen.
Fazit
Tanga ist eine Stadt mit reichem historischem Erbe, in der afrikanische und arabische Kulturen ineinandergreifen und später durch westliche Kolonialeinflüsse weiter geprägt wurden. Sie hält für Reisende vieles bereit, das überrascht und vertieft. Erkunden Sie alte Ruinen und geheimnisvolle Höhlen, entdecken Sie koloniale Architektur, ruhen Sie an abgelegenen Stränden aus oder unternehmen Sie eine Safari in die Nationalparks der Region Tanga.
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