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Altezzas soziales Engagement. Wie und wem wir in Tansania helfen

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Lesezeit: 10 Min.
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Alle unsere Projekte in Tansania folgen einer einfachen Regel:

"Unsere Arbeit muss spürbar dazu beitragen, die Tierwelt in Tansania zu erhalten und ihre Bestände wiederaufzubauen sowie das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften zu unterstützen."

Wir sind überzeugt, dass verantwortungsvoll handelnde Unternehmen in Tansania nur mit einem solchen Ansatz die Vielfalt der Tierwelt erhalten und Armut bekämpfen können.

Warum tun wir das?

Wir setzen uns dafür ein, dass lokale Unternehmen, unser eigenes eingeschlossen, nicht nur darauf achten, der Natur keinen Schaden zuzufügen. Sie sollen auch aktiv dazu beitragen, die Folgen von Jagd, Wilderei, Abholzung sowie Fluss- und Luftverschmutzung zu mindern.

Wie rasch menschliche Aktivitäten die Natur verändern, zeigt die Situation einiger der bekanntesten Tiere Afrikas:

Löwen: Laut einem Bericht des World Wildlife Fund (WWF) ist die Löwenpopulation in Afrika zwischen 1993 und 2014 um 41% zurückgegangen. Für Tansania als Ganzes fehlen zwar entsprechende Daten, im Selous-Wildreservat brach die Löwenpopulation jedoch von rund 3'000 im Jahr 2000 auf nur 1'000 im Jahr 2013 ein.

Elefanten: Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) hält fest, dass Tansania zwischen 2009 und 2014 60% seiner Elefanten verloren hat; die Population sank von 110'000 auf 43'000 Tiere. Wichtig ist dabei: Elefanten haben keine natürlichen Fressfeinde. Abgesehen von seltenen Fällen, in denen Löwen sehr junge Elefanten angreifen, sterben diese Tiere entweder aus natürlichen Gründen oder sie werden von Jägern und Wilderern getötet.

Giraffen: Gemäss IUCN-Daten lag die Giraffenpopulation in Kenia und Tansania Mitte der 1980er-Jahre bei 71'000 Tieren. Bis 2018 war sie auf 35'000 gesunken, obwohl die Jagd auf Giraffen in beiden Ländern offiziell verboten ist. In Tansania gilt die Giraffe als nationales Symbol, die Strafen für das Töten eines Tieres sind hoch.

Nashörner: Das Spitzmaulnashorn gehört zu den am stärksten gefährdeten Arten in Tansania. 1970 gab es mehr als 10'000 Spitzmaulnashörner, heute sind es nur noch etwas über 200. In Nationalparks wurden spezielle Zonen eingerichtet, um den Wiederaufbau der Population zu unterstützen.

Neben den Herausforderungen im Natur- und Artenschutz hat Tansania mit Arbeitslosigkeit und tiefen Löhnen zu kämpfen. Laut Weltbank leben von den 60 Millionen Einwohnern des Landes 27 Millionen Menschen von weniger als USD 1.90 pro Monat. Ein Einkommen von USD 200–300 pro Monat gilt hier als gutes Gehalt.

Für uns ist zentral, dass Tansanierinnen und Tansanier, die für uns arbeiten oder einfach in der Nähe von Altezza Travel leben, einen spürbaren Nutzen aus unserer Tätigkeit in ihrem Land ziehen. Wir unterstützen keinen Kapitalabfluss aus Entwicklungsländern; sonst bleiben sie in dieser Abhängigkeit.

Was tun wir für die Regeneration der Natur?

Wir haben im Gebiet der Rundugai Springs über 1'000 Bäume gepflanzt. Dies ist einer der wenigen schönen Orte am Kilimandscharo, an dem man schwimmen und sonnenbaden kann. Durch das reichlich vorhandene Wasser wächst das Gras üppig und dicht, weshalb die lokalen Maasai ihr Vieh in dieses Gebiet zum Weiden bringen. Zusammen mit dem Gras frassen die Ziegen junge Baumtriebe und rissen sie dabei aus dem Boden. Aus dieser landschaftlich reizvollen Oase drohte eine Halbwüste zu werden.

Das Team von Altezza Travel hat nicht nur neue Bäume gepflanzt, sondern auch eine Schutzzone um die Pflanzungen eingerichtet, damit Tiere sie nicht erneut zerstören. In 10–15 Jahren wird hier ein dichter Wald entstanden sein.

Mehr zu diesem Projekt lesen Sie in unserem Artikel.

Zusätzlich haben wir 400 weitere Bäume am Fuss des Kilimandscharo gepflanzt, gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung. Das war notwendig, damit Einheimische nicht mehr in den Park gehen müssen, um Feuerholz zu sammeln und dabei das Ökosystem zu belasten. Zudem verursachte der nahegelegene Fluss Bodenerosion, die zu Strassenschäden und Einstürzen führen konnte.

Wenn unsere Bäume heranwachsen, müssen die Menschen für Feuerholz nicht mehr in den Nationalpark gehen; sie können es in unserem Wald sammeln. Auch das Problem der Strasseneinstürze löst sich schrittweise: Die Baumwurzeln festigen den Boden und verhindern, dass das Wasser zu nahe herankommt. Mehr dazu lesen Sie in einem weiteren Artikel.

Wir haben USD 12'000 an die Organisation Nature Tanzania gespendet. Das Geld fliesst in ein Projekt zum Wiederaufbau der Population der Langschnabel-Schneidervögel. Diese afrikanischen Vögel leben im Amani-Wald im Nordosten Tansanias; ihre Population liegt heute bei weniger als 250 Tieren.

Der Rückgang hat einen eher unerwarteten Grund. Früher wurde in ihrem Lebensraum schwarzer Pfeffer angebaut. Er wächst wie eine Kletterpflanze und haftet an den Stämmen benachbarter Bäume. Dafür musste der Wald, in dem die Schneidervögel leben, nicht gefällt werden; die Arbeit der Bauern gefährdete die Vögel daher nicht. Mit der Zeit wurde es rentabler, statt Pfeffer Kardamom zu verkaufen. Kardamom wächst buschartig, und der Wald stört sein Wachstum. Deshalb begannen lokale Bewohner, Flächen für Plantagen zu roden, wodurch der Lebensraum der Schneidervögel zerstört wurde.

Das Problem liess sich nur lösen, indem die Abholzung gestoppt wurde und die Bauern wieder vom Kardamom- zum Pfefferanbau zurückkehrten.

Dieses Projekt beruht auf dem Prinzip des gegenseitigen Nutzens. Die Bauern wurden nicht nur über die Besonderheit der Langschnabel-Schneidervögel informiert, sondern auch in ihrem Geschäft unterstützt. Sie roden den Wald nicht mehr für Plantagen und bauen wieder schwarzen Pfeffer an. Spezialisten von Nature Tanzania halfen ihnen, die Verpackung ihres Pfeffers zu verbessern und ihn marktfähiger zu machen. So bleibt das Interesse der Bauern an der Initiative bestehen.

Die von uns bereitgestellten Mittel werden für die Überwachung des Lebensraums des Langschnabel-Schneidervogels, die Zählung der Population und die Ausbildung lokaler Studierender eingesetzt, die am Projekt mitarbeiten.

Altezza Travel engagiert sich übrigens nicht nur im Naturschutz, sondern unterstützt auch die Bauern. Der schwarze Pfeffer aus dem Amani-Wald wird in den Küchen unseres Aishi Machame Hotel und der Brubru Lodge verwendet. Zudem arbeiten wir eng mit weiteren kleinen lokalen Bauern zusammen, die uns mit frischen Produkten beliefern.

Jeden Monat spenden wir USD 500–700 an das Serengeti De-snaring Project. Diese Organisation wurde von der Frankfurt Zoological Society gegründet, einer der ältesten und angesehensten zoologischen Gesellschaften. Ziel des Projekts ist es, Wilderer aufzuspüren und Fallen zu entfernen, die für Tiere im Serengeti-Nationalpark ausgelegt wurden. Unsere Mittel werden für Treibstoff für Patrouillenfahrzeuge, Verpflegung und Rangerlöhne eingesetzt.

Wir stellen jährlich USD 1'000 für das Mkomazi Rhino Sanctuary bereit. Im Mkomazi-Nationalpark wurde ein Nashornjunges geboren, und die Parkverwaltung bat uns um finanzielle Unterstützung für seinen Unterhalt. Die Population der Spitzmaulnashörner in Tansania steht durch Wilderei unter starkem Druck. Sie gelten allgemein als die seltensten grossen Tiere Afrikas und stehen am Rand des Aussterbens. Das Mkomazi Rhino Sanctuary betreut eine kleine Population dieser Tiere, ist dabei jedoch auf Unterstützung angewiesen. Altezza Travel hat zugesagt, die Pflege des jungen Nashorns zu finanzieren, das die Parkmitarbeitenden Altezza genannt haben.

Unsere Bergteams beteiligen sich an der Brandbekämpfung am Kilimandscharo. 2020 und 2022 brachen am Kilimandscharo grosse Feuer aus. Der Wald brannte so stark, dass das Feuer von der Stadt Arusha aus, 100 km vom Brandherd entfernt, deutlich sichtbar war.

Für die Brandbekämpfung rüstete Altezza Travel mehr als 200 Personen aus und entsandte sie zum Berg. Wir gruben Brandschneisen rund um die Rangerhütten, damit sich das Feuer nicht dorthin ausbreiten konnte. Die gesamten Kosten für Ausrüstung, Verpflegung und Löhne des Teams trugen wir selbst, rund USD 16'000.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel über die Brandbekämpfung am Kilimandscharo.

Reinigung am Kilimandscharo. Touristen hinterlassen am Kilimandscharo Feuchttücher, Plastiksäcke, Schokoladenverpackungen und leere Flaschen. 2- bis 3-mal pro Jahr schicken wir spezialisierte Teams auf den Berg, die den gesamten Abfall einsammeln und aus dem Nationalpark entfernen. Weitere Details finden Sie in diesem Artikel.

In der Region Machame, in der wir leben, organisiert das Team von Altezza Travel samstags gemeinnützige Aufräumaktionen. Wir leben gern in einer sauberen Umgebung. Deshalb reinigt unser Team jeden Monat einen 10 km langen Strassenabschnitt, an dem vorbeifahrende Fahrer leere Flaschen, Säcke und anderen Abfall weggeworfen haben.

Was tun wir für die lokale Bevölkerung?

Altezza Travel beschäftigt 230 Menschen in unseren Hotels und Büros. Hinzu kommen unsere Bergteams mit mehr als 1'500 Personen. Wir sind das grösste Tourismusunternehmen am Kilimandscharo und setzen uns dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeitenden mit europäischen Standards vergleichbar sind.

Altezza Travel zahlt die höchsten Löhne in der Tourismusbranche

Ein Bergführer am Kilimandscharo verdient im Durchschnitt USD 15–20 pro Tag. Der Mindestlohn bei Altezza Travel liegt bei USD 35, erfahrene Guides verdienen mehr.

Das durchschnittliche Gehalt eines Büroangestellten bei Altezza Travel liegt im ersten Jahr bei USD 400. Andere Tourismusunternehmen zahlen üblicherweise USD 150–300. Erfahrene tansanische Manager in unserem Unternehmen verdienen USD 800–1'400, das 4-Fache des nationalen Durchschnittslohns.

Wir sind das einzige Tourismusunternehmen in Tansania, das die Teuerung berücksichtigt und die Löhne jährlich anpasst. Ende jedes Jahres zahlen wir unseren Mitarbeitenden zudem Boni.

Krankenversicherung für Mitarbeitende

Für unsere Mitarbeitenden und ihre Familienangehörigen übernehmen wir die vollständige Krankenversicherung und bezahlen medizinische Kosten, die nicht durch die Versicherung gedeckt sind.

Anstellung von Berufseinsteigern und Menschen ohne Ausbildung

Junge Tansanierinnen und Tansanier können ohne Erfahrung und sogar ohne abgeschlossene Ausbildung bei Altezza Travel einsteigen. Wir achten stärker auf Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft als auf Abschlüsse. Ein junger Mann namens Amana kam beispielsweise zu uns mit grossem Arbeitswillen, aber ohne Englischkenntnisse. Wir gaben ihm eine Stelle in unserem Lager für Bergausrüstung, wo Swahili und grundlegende Kommunikationsfähigkeiten ausreichen. Heute arbeitet Amana ausgezeichnet und bereitet die Ausrüstung für Expeditionen zuverlässig vor. Bemerkenswerterweise zeigen sich Kandidaten mit Abschlüssen manchmal deutlich weniger einfallsreich.

Die meisten unserer Büroangestellten sind Frauen

Von den 200 Büroangestellten bei Altezza Travel sind mehr als die Hälfte Frauen. Für das konservativ geprägte Tansania ist das ein sehr hoher Anteil. Frauen wird hier oft allein aufgrund ihres Geschlechts eine Anstellung verweigert, nicht jedoch bei Altezza Travel.

In unserem Unternehmen arbeiten Frauen nicht nur in traditionell weiblichen Bereichen wie Reservationen und Hotels; sie sind auch als Fahrerinnen und sogar als Trägerinnen tätig.

Wir anerkennen die harte Arbeit der Träger

Träger sind das Rückgrat jeder Kilimandscharo-Expedition. Sie tragen Ausrüstung, stellen Zelte auf, holen Wasser, unterstützen die Bergführer beim Gipfelanstieg und tragen die Rucksäcke erschöpfter Gäste.

Es gibt stets mehr Menschen, die als Träger arbeiten möchten, als Expeditionen verfügbar sind. Unseriöse Reiseveranstalter nutzen das aus. Um Gästen einen niedrigeren Preis anbieten zu können, sparen sie beim Team: tiefe Löhne, nur Reis als Verpflegung und minderwertige Zelte, die nachts kalt, eng und feucht sind. Dadurch werden Träger häufig krank, was in den Bergen sehr gefährlich ist.

Für die Träger bei Altezza Travel haben wir bestmögliche Arbeitsbedingungen geschaffen. Wir sind Mitglied von , bezahlen die höchsten Löhne am Kilimandscharo, servieren während Expeditionen 3 warme Mahlzeiten pro Tag, stellen robuste Zelte bereit und übernehmen medizinische Kosten bei Verletzungen.

Mehr darüber, was KPAP ist und was wir sonst für unsere Teams tun, lesen Sie in unserem Artikel oder sehen Sie sich das Video an:

Veröffentlicht am 6 März 2024 Überarbeitet am 26 Mai 2026
Redaktionelle Standards

Alle Inhalte auf Altezza Travel entstehen mit fachlicher Einordnung und sorgfältiger Recherche, im Einklang mit unseren Redaktionsrichtlinien.

Über den Autor
Anatolii Foksha

Anatolii, Manager bei Altezza Travel, ist seit den Anfängen unseres Unternehmens dabei. Seit 2014 ist Tansania auch sein Zuhause. In seiner Funktion wirkt er unter anderem an der Organisation anspruchsvoller Projekte mit, darunter die Wings of Kilimanjaro und Nimsdai Kilimanjaro Besteigungen.

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