Altezza Travel hat 6 Feuerwehr-Container mit zentraler Ausrüstung für die rasche Bekämpfung von Busch- und Waldbränden im Kilimandscharo-Nationalpark gespendet. Mit diesen Containern können die Parkranger innerhalb weniger Stunden 600 Freiwillige ausrüsten.
Nach den schweren Waldbränden am Kilimandscharo in den Jahren 2020 und 2022 schlugen wir der Nationalparkbehörde vor, solche Container zu installieren. Insgesamt verbrannten damals 12'500 Hektaren, also 15 % der gesamten Fläche des Nationalparks. Die Feuer zerstörten nicht nur Tierwelt und Vegetation, sondern erreichten auch das Horombo Camp an der Marangu-Route. Innerhalb weniger Stunden wurden mehrere Hütten für Bergsteiger zerstört, und Kilimandscharo-Expeditionen gerieten in Gefahr. Das darf sich nicht wiederholen.
Wie entstand die Idee, Feuerwehr-Container zu installieren?
Während der Brände unterstützten rund 200 unserer Guides, Träger und Manager die Ranger bei der Brandbekämpfung. Für diesen Einsatz gaben wir ungefähr USD 20'000 aus, einschliesslich einer Wochenvergütung und 3 Mahlzeiten pro Tag für das Team. Die Ereignisse fielen in die Zeit unmittelbar nach der COVID-19-Pandemie, weshalb wir auf unsere Reserven zurückgreifen mussten, um alle Ausgaben zu decken.
Später trafen wir die Leitung des Kilimandscharo-Nationalparks, um zu besprechen, wie sich Brandrisiken künftig verringern lassen. Die erfahrenen Ranger erklärten, dass sich die Gefahr von Bränden wegen der Nähe des Nationalparks zu dicht besiedelten Gebieten und des ständigen Risikos durch eine nicht ausgedrückte Zigarette oder eine Glasscherbe nie vollständig ausschliessen lässt.
Manchmal entstehen Brände auch natürlich, ausgelöst durch extreme Hitze und trockenes Gras. Feuer gehörten am Kilimandscharo schon immer zur Landschaft. Die jüngsten Brände waren jedoch besonders schwer und richteten erhebliche Schäden am Ökosystem an, während sie zugleich Bergexpeditionen bedrohten. Um solche Folgen künftig zu vermeiden, müssen Brände unmittelbar nach ihrem Ausbruch gelöscht werden.
2020 und 2022 gelang uns das nicht so effizient, wie wir es uns gewünscht hätten. Ausrüstung für Freiwillige zu finden – Schaufeln, Hacken und Motorsägen – war anspruchsvoll. Genügend Material für 200 Personen zusammenzustellen und an die Brandstellen zu bringen, erwies sich als schwierig. In diesem Teil Tansanias gibt es keine grossen Geschäfte für solche Ausrüstung; wir mussten lokale Märkte absuchen und Freiwillige bitten, eigenes Material mitzubringen. Deshalb konnten wir die Ranger erst am nächsten Tag unterstützen.
Aus unseren Gesprächen mit den Verantwortlichen des Nationalparks entstand die Idee, Feuerwehr-Container zu installieren. Mit der notwendigen Ausrüstung vor Ort können wir Freiwillige rasch mobilisieren und auf Brände reagieren, um das Ökosystem und die Menschen am Berg zu schützen.
Nach der Installation der Container können wir ein Team in weniger als 2 Stunden zusammenstellen und ausrüsten. Die Ranger informieren Altezza Travel und andere Anbieter; wir alarmieren anschliessend unsere Bergteams und organisieren den Transport für die Freiwilligen. Die gesamte notwendige Ausrüstung steht an den Parktoren bereit. Innerhalb von 8–10 Stunden können 600 Freiwillige die Ranger an den Hängen des Kilimandscharo unterstützen. Wir hoffen, dass dieses Team ausreicht, um Brände kurz nach ihrer Entdeckung einzudämmen.
Was befindet sich in den Containern?
Jeder Container enthält Ausrüstung für 100 Personen. Dazu gehören Hacken, Schaufeln, Macheten und Motorsägen. Waldbrände am Kilimandscharo werden nicht mit Wasser gelöscht: Es gibt keine spezialisierten Löschflugzeuge, und Feuerwehrfahrzeuge können wegen der fehlenden Strassen im Park und der Grösse der Brände nicht eingesetzt werden. Ein Feuer lässt sich nur unter Kontrolle bringen, indem Brandschneisen angelegt werden, die eine Ausbreitung auf angrenzende Gebiete verhindern.
Am Kilimandscharo kann es anspruchsvoll sein, die Brandherde zu erreichen. Die Brandstellen liegen oft mehrere Dutzend Kilometer von den Parkeingängen entfernt; dorthin gelangt man nur zu Fuss, da der Bau von Strassen verboten ist. Die Freiwilligen tragen ihre gesamte Ausrüstung selbst. Der Zustieg dauert 4 bis 6 Stunden, danach beginnen sie mit dem Ausheben von Brandschneisen. Mit Pausen für Schlaf und Erholung arbeitet das Team weiter, bis das Feuer vollständig eingedämmt ist.
Wo haben wir die Container installiert?
Die Container stehen an allen 6 Eingängen des Nationalparks. Ein Feuer kann überall am Kilimandscharo ausbrechen; das erste Team von Freiwilligen macht sich deshalb auf den Weg zum nächstgelegenen Brandherd. Würde ein Feuer wie 2022 in der Nähe des Horombo Camp ausbrechen, würden beispielsweise 2 Teams gleichzeitig vom Mweka Gate am Südhang und vom Marangu Gate am Osthang aufbrechen.
Wir hoffen, dass unsere Container nie gebraucht werden und die Bergteams von Altezza Travel den Park nur betreten, um Reisende zu begleiten. Gleichzeitig sind wir bereit, jede notwendige Unterstützung zu leisten, um die Natur der Kilimandscharo-Region zu bewahren – der Region, die für uns Heimat ist.
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