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12 Fakten zum Ngorongoro-Krater

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Safari Safari

Der Ngorongoro-Krater, manchmal als Afrikas Garten Eden bezeichnet, ist ein Naturraum von besonderer Eigenart im Norden Tansanias. Er liegt im grösseren Ngorongoro-Schutzgebiet, das sich über 1'892 km² erstreckt.

Die mächtige Caldera des Ngorongoro-Kraters entstand, als ein grosser Vulkan, etwa in der Grösse des Kilimandscharo, ausbrach und in sich zusammenfiel. Das geschah vor mehr als 2,5 Millionen Jahren. Heute gehört der Krater zu den bekanntesten Safari-Reisezielen Ostafrikas. Der Ngorongoro-Krater ist über 600 m tief und umfasst eine Fläche von 259 km².

Die beste Zeit, den Ngorongoro-Krater selbst zu besuchen, ist von Mai bis Oktober, während der Trockenzeit in Tansania. In dieser Periode sind die Bedingungen für Tierbeobachtungen besonders gut, da sich viele Tiere an Wasserstellen sammeln. Auch Besuche zu anderen Jahreszeiten sind möglich und haben eigene Vorteile. In der Regenzeit von November bis April zeigt sich die Landschaft in sattem Grün, und es gibt Preisvorteile in der Nebensaison. Die Tierbeobachtung kann dann jedoch anspruchsvoller sein, weil sich viele kleinere Tiere im hohen Gras aufhalten und ihre Jungen aufziehen.

Eine Safari im Ngorongoro-Krater ist Teil vieler Safariprogramme. Der Krater liegt nahe bei weiteren bekannten Wildtiergebieten Tansanias, etwa dem Tarangire- und dem Serengeti-Nationalpark. Auch der Kilimandscharo ist nicht weit entfernt, weshalb eine Kombination aus Trekking und Tierbeobachtung oft gewählt wird. Safarireisen beginnen in der Regel in Arusha, das über den Kilimanjaro International Airport erreichbar ist.

Was macht den Ngorongoro-Krater besonders? Fakten zum Krater

Im Folgenden teilen wir einige weniger bekannte Fakten zum Ngorongoro-Krater. Das UNESCO-Welterbe wurde 2013 als eines der 7 Naturwunder Afrikas ausgewählt und gehört zu den eindrucksvollsten Schutzgebieten Tansanias.

Eine der höchsten Wildtierdichten der Welt

Der Ngorongoro-Krater in Tansania ist bekannt als einer der Orte mit der höchsten Wildtierdichte weltweit. Die offene vulkanische Caldera wirkt wie ein riesiger natürlicher Lebensraum auf engem Raum und beherbergt Tausende Tiere, darunter grosse Bestände an Löwen, Elefanten, Gnus und sogar Nashörnern.

Vom Kraterrand wirkt der Boden zunächst wie eine weite, von steilen Wänden eingefasste Fläche. Erst bei der Fahrt hinunter auf den Kraterboden zeigt sich die Vielfalt des Gebiets. Eine Safari im Ngorongoro-Krater gehört zu den prägenden Aktivitäten im Norden Tansanias.

Die grösste intakte vulkanische Caldera der Erde

Der Krater ist eine intakte Caldera und die grösste ihrer Art weltweit. Wie ist der Ngorongoro-Krater entstanden? Calderas bilden sich meist, wenn ein Vulkankegel unter seinem eigenen Gewicht einstürzt. In Ngorongoro geschah dies vor über 2 Millionen Jahren. Krater, die aus Eruptionen alter Vulkane hervorgegangen sind, bleiben selten so gut erhalten.

Die Wand des Ngorongoro-Kraters steigt fast 200 Stockwerke hoch auf. Seine geologische Geschichte und die ausgeprägte Vielfalt der Tierwelt machen den Krater zu einem besonderen Reiseziel.

Ngorongoro war Lebensraum früher Vorfahren des Menschen

Das Gebiet ist reich an archäologischen Fundstätten, die wichtige Einblicke in die frühe Entwicklung des Menschen ermöglicht haben. Zu den bemerkenswertesten Funden zählen Millionen Jahre alte Fussabdrücke. Diese Entdeckungen machen das Ngorongoro-Schutzgebiet zu einem der bedeutenden Orte weltweit, um die Frühgeschichte des Menschen zu verstehen.

Eine weitere archäologische Fundstätte in der Nähe ist die Olduvai-Schlucht, die teils als Wiege der Menschheit bezeichnet wird. Sie liegt im Great Rift Valley. Dort erweiterte der britische Archäologe Dr. Louis Leakey durch seine Forschung das Verständnis der menschlichen Evolution. Sein bekanntester Fund, das Homo-habilis-Skelett in der Olduvai-Schlucht nahe dem Ngorongoro-Schutzgebiet, trug wesentlich dazu bei, die frühesten Ursprünge der Menschheit einzuordnen. Heute können Besucherinnen und Besucher die Olduvai-Schlucht und ihr Museum besichtigen; laufende Ausgrabungen bringen weiterhin Funde von grosser Bedeutung ans Licht.

UNESCO-Welterbe

Im Lauf des vergangenen Jahrhunderts wurde das Ngorongoro-Gebiet durch verschiedene Naturschutzgesetze und Initiativen geprägt. 1959 wurde es zunächst als besonderes Gebiet ausgewiesen, in dem Wildtiere und Menschen nebeneinander leben können. 1979 nahm die UNESCO Ngorongoro wegen seiner herausragenden natürlichen und kulturellen Bedeutung in die Liste des Welterbes auf. Diese Einstufung trägt dazu bei, die Biodiversität des Gebiets zu schützen und zugleich die lokalen Gemeinschaften zu unterstützen, die hier zuhause sind. Heute wird die Zone von der Ngorongoro Conservation Area Authority (NCAA) verwaltet und zieht viele Besucherinnen und Besucher an.

Ein 11 km langer See im Krater

Zu den interessanten Fakten über den Ngorongoro-Krater gehört der grosse See auf dem Kraterboden. Im Südwesten des Kraters liegt ein flacher Sodasee, bekannt als Lake Magadi oder Lake Magad. Häufig halten sich dort grosse Vogelschwärme auf, die von den besonderen Algen im See leben. Auch grössere Tiere sind am See zu beobachten, was gute Voraussetzungen für Tierbeobachtungen schafft.

Im Krater leben bedrohte Spitzmaulnashörner

Im Gebiet des Ngorongoro-Kraters leben einige ausgesprochen seltene Tiere. Der Krater dient unter anderem dem stark bedrohten Spitzmaulnashorn als Rückzugsraum. Dank der Schutzmassnahmen der vergangenen Jahrzehnte haben sich die Bestände seit dem kritischen Tiefstand von 1995 langsam erholt. Heute trägt der Ngorongoro-Krater eine kleine, aber bedeutende Population von über 20 Nashörnern. Mit etwas Glück lässt sich eines dieser eindrucksvollen Tiere beobachten, die weltweit zu den bedrohten Arten zählen.

Auserlesene Lodges

Ein weniger bekannter Fakt zum Ngorongoro-Krater ist, dass sich am Kraterrand einige der auserlesensten Unterkünfte Afrikas befinden. Die Region bietet verschiedene Unterkunftsarten, von einfacheren Optionen bis zu hochwertigen Lodges, sodass sich der Aufenthalt komfortabel gestalten lässt. Wer moderne Annehmlichkeiten, sehr persönlichen Service und die Nähe zur Wildnis schätzt, findet hier eine breite Auswahl.

Zu diesen Lodges gehören die Lake Ndutu Tented Lodge, die Ngorongoro Serena Safari Lodge und viele weitere. Diese Unterkünfte eröffnen weite Blicke und direkten Zugang zur Natur des Kraters und zum umliegenden Ngorongoro-Hochland.

Über 42'000 Menschen leben im Ngorongoro-Schutzgebiet

98 % der im Gebiet lebenden Menschen sind Maasai, die indigene Bevölkerung von Ngorongoro. Die wichtigsten Bewohner dieser Region waren früher die Barabaig und Datooga. Sie wurden jedoch von den Maasai aus ihren angestammten Gebieten verdrängt und bilden heute eine Minderheit, die vor allem im Süden und Osten des Schutzgebiets lebt.

Im Lauf der Zeit haben viele Maasai-Hirten ihren nomadischen Lebensstil aufgegeben und leben heute sesshafter, mit wachsender Bedeutung von Bildung. Kinder besuchen die Schule, und viele junge Menschen entscheiden sich später für ein Leben in den Städten.

Die Grosse Tierwanderung ist hier zu sehen

Jedes Jahr ziehen im Rahmen der Grossen Tierwanderung Millionen von Gnus und Zebras durch das Ngorongoro-Schutzgebiet und den Serengeti-Nationalpark. Damit gehört die Region zu den Orten, an denen sich die grösste Bewegung grosser Landsäugetiere auf der Erde beobachten lässt.

Die besondere Landschaft des Ngorongoro-Kraters hat dazu geführt, dass das Gebiet als Drehort für viele Spiel- und Dokumentarfilme genutzt wurde. Zu den bekannten Produktionen gehören "Great Natural Wonders of the World" und "Living Earth", die die landschaftliche und ökologische Bedeutung des Kraters hervorhoben. Die visuelle Wirkung des Gebiets zieht weiterhin Filmschaffende, Content Creators, Fotografen und Reisende an, die sich für seine Natur interessieren.

Grosse Biodiversität

Im Ngorongoro-Schutzgebiet leben rund 300 Arten grosser Tiere. Zählt man Vögel und Insekten dazu, steigt die Zahl leicht in die Tausende. Der Ngorongoro-Krater wird häufig als einer der Orte mit der höchsten Dichte grosser Säugetiere weltweit beschrieben. Besonders auffällig ist die grosse Löwenpopulation. Die reiche Tierwelt des Kraters ist an Besucherinnen und Besucher gewöhnt, was gute Bedingungen für Tierbeobachtungen schafft. Giraffen findet man hier jedoch nicht; die steilen Kraterwände sind für diese Tiere nicht begehbar.

Reiche Vogelwelt

Hier lässt sich eine grosse Vielfalt der Vogelwelt beobachten. Der Krater und das weitere Schutzgebiet gelten mit über 550 Vogelarten als bedeutendes Gebiet für Vogelbeobachtung. Von Wasservögeln bis zu Greifvögeln und kleinen Singvögeln ist die Vielfalt bemerkenswert. Auch seltene Arten machen Ngorongoro für Reisende interessant, die sich für die Vogelwelt Tansanias interessieren.

Fazit

Der Ngorongoro-Krater ist ein prägendes Reiseziel in Tansania. Er ist die grösste inaktive vulkanische Caldera der Welt, die intakt geblieben ist und nicht mit Wasser gefüllt wurde. Das Gebiet ermöglicht vielfältige Tierbeobachtungen und zeigt die unverwechselbaren Landschaften des Kraters. Das Ngorongoro-Schutzgebiet ist zugleich eine wichtige Naturschutzzone, die zur Bewahrung der Biodiversität dieser Region beiträgt.

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Veröffentlicht am 18 Oktober 2023 Überarbeitet am 20 Mai 2026
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Über den Autor
Marvin Derichs

Marvin Derichs ist Reiseberater für Altezza Travel mit Sitz in Deutschland. Er lebte 7 Jahre in Tansania, bevor er ins verschneite Schleswig zurückkehrte.

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