Woher stammt das Wort "Safari" und was bedeutet es? Wie unterscheiden sich Safaris früherer Zeiten von modernen Reisen in Afrikas Naturgebiete? Wohin reist man für besonders gute Tierbeobachtungen? Ein Überblick über diese Form von Naturferien – von Safari-Kennern und Spezialisten.
Safari ist …
Wenn wir das Wort "Safari" hören, stellen wir uns oft eine Gruppe Reisender vor, die in einer afrikanischen Savanne nach grossen Wildtieren sucht: Löwen, Nashörnern, Büffeln und Elefanten. Auf historischen Bildern sieht man häufig Männer mit Tropenhelmen und Gewehren; moderne Aufnahmen zeigen Menschen in Geländewagen mit langen Teleobjektiven. Es geht um die Jagd auf Tiere – früher im wörtlichen Sinn, heute meist als Beobachtung und fotografische Pirsch – in der Weite des heissesten Kontinents. Modekundige denken vielleicht auch an beigefarbene Kleidung mit geradem Schnitt, breitem Gürtel und breitkrempigem Hut, ein Erbe der britischen Militärtradition in den afrikanischen Kolonien. All dies sind erste Assoziationen mit dem klangvollen Wort "Safari", das fast wie ein arabischer Vorname klingt.
Eine heutige Safari ist eine Reise zur Tierbeobachtung in einen afrikanischen Nationalpark. Früher wurden Safaris mit dem Ziel organisiert, Grosswild zu jagen. Die klassischen Big Five Afrikas – Elefant, Löwe, Nashorn, Afrikanischer Büffel und Leopard – sind eng mit diesen Jagdtraditionen verbunden. Unter Jägern galten diese 5 Säugetiere als besonders gefährlich und schwierig zu verfolgen; ihre Körperteile zählten zu den begehrtesten Trophäen.
Heute wird die Jagd im Rahmen einer Safari von der modernen Gesellschaft im Allgemeinen In einer sehr begrenzten Zahl von Reservaten ist sie jedoch weiterhin erlaubt. Diese ausgesprochen kostspielige Form der Freizeitgestaltung ist gesetzlich streng geregelt. Die grosse Mehrheit heutiger Safaris sind Fahrten in Geländewagen auf den von Nationalparks festgelegten Routen. Dort begegnen Reisende Wildtieren, beobachten sie aus der Nähe oder durch ein Fernglas, fotografieren sie und verfolgen ihr Verhalten in natürlicher Umgebung.
Das Wort "Safari" stammt aus dem Swahili, der wichtigsten Verkehrssprache Ostafrikas. Es bedeutet "Reise" oder "Fahrt" und geht auf das arabische Wort "safar" mit derselben Bedeutung zurück. In swahilisprachigen Ländern bezeichnet der Begriff jede Art von Reise. Es gibt sogar die geläufige Wendung safari njema! – den Wunsch für eine gute und angenehme Reise.
Wie wurde Safari zu einer beliebten Freizeitform?
Das Oxford Dictionary definiert "safari" als "a trip to see or hunt wild animals, especially in east or southern Africa". Im Westen wurde das Wort durch den britischen Reisenden Richard Francis Burton bekannt, der im 19. Jahrhundert gemeinsam mit John Henning Speke Ostafrika erkundete und grosses Interesse an den Sprachen und Bräuchen der Menschen zeigte, denen er begegnete. Nach und nach gelangte das Wort "Safari" in andere Sprachen und wurde für Reisen in die Wildnis Ostafrikas verwendet.
Richard Burton wurde übrigens nicht nur als Linguist und Ethnograf bekannt, sondern auch als Übersetzer des altindischen Kamasutra sowie der arabisch-persischen Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht ins Englische. Zudem war er einer der seltenen nichtmuslimischen Pilger in Mekka und musste sich als Scheich oder Derwisch verkleiden, um diese Pilgerreisen heimlich durchführen zu können. Berühmt ist Burton auch als erster Europäer, der den grossen afrikanischen Tanganjikasee entdeckte, dessen Schönheit ihn tief beeindruckte.
Eine der bekanntesten historischen Afrika-Safaris war die lange Expedition des 26. US-Präsidenten Theodore Roosevelt. Im Jahr 1909 , kurz nach Ende seiner Amtszeit, zusammen mit seinem Sohn und einem grossen Begleitteam – fast 1 Jahr lang. Fotos von Roosevelt auf der Jagd erschienen in Zeitungen, und unmittelbar nach seiner Rückkehr wurde ein Dokumentarfilm über die Reise gezeigt. Von Roosevelt selbst stammt der Bericht African Game Trails. Die im Buch sorgfältig aufgeführte Liste der auf dieser Safari getöteten Tiere wirkt aus heutiger Sicht verstörend. Zugleich wurde die Expedition von der Smithsonian Institution ausgestattet und soll wissenschaftlichen Zielen gedient haben.
Die Expedition brachte mehr als 23'000 Pflanzen- und Tierpräparate aus Afrika zurück. Überliefert ist, dass 512 grosse Tiere persönlich vom Präsidenten und seinem Sohn geschossen wurden; insgesamt wurden rund 11'400 Tiere getötet oder gefangen. Das Institut benötigte 8 Jahre, um alle Exemplare zu katalogisieren. Sie bildeten die Grundlage des heutigen National Museum of Natural History in Washington. Darin zeigt sich der Widerspruch in Theodore Roosevelts Persönlichkeit: Seine Leidenschaft für die Jagd stand neben seinem Engagement für den Naturschutz und für die Wissenschaft. Er gründete den U.S. Forest Service. Roosevelt war auch der erste Präsident, der Nationalparks und zahlreiche Schutzgebiete in den Vereinigten Staaten einrichtete.
Dokumentarfilm "Roosevelt in Africa". Gedreht 1909. Archiv der Library of Congress
Safari als populärkulturelles Phänomen wurde stark vom amerikanischen Journalisten und Schriftsteller Ernest Hemingway geprägt. In den 1930er-Jahren reiste er durch Kenia und Tanganjika, wie das Festland des heutigen Tansania damals hiess. Bekannt ist, dass Hemingway von Afrikas eindrücklicher Natur und vom mächtigen Kilimandscharo beeindruckt war. Die Jagd gehörte zu seinen Leidenschaften: Er jagte viel in der Serengeti, ebenso in der Nähe des Manyara-Sees und des heutigen Tarangire-Nationalparks. Seine Liebe zur Natur und zur Jagd prägte auch Patrick, den Sohn des Schriftstellers, der seit seiner Kindheit mit den Eltern reiste. Patrick Hemingway zog später nach Tansania und lebte dort 25 Jahre. Er arbeitete auch in Uganda und Kenia und gründete sogar sein eigenes Safariunternehmen.
Ernest Hemingways bekannteste "afrikanische" Werke sind die Kurzgeschichte "The Snows of Kilimanjaro" und die Novelle "Green Hills of Africa", die im Kern ein autobiografischer Bericht über die Safarireisen seiner Familie ist. Weitere Entwürfe über Afrika wurden von Patrick Hemingway nach dem Tod des Schriftstellers im Buch "True at First Light" zusammengestellt und veröffentlicht.
Abenteuerromane zum Thema Safari erschienen bereits im 19. Jahrhundert. Zu nennen ist etwa Jules Vernes erster Roman "Five Weeks in a Balloon", der eine Luftreise über Afrika schildert. Auch Henry Haggards populärer Roman "King Solomon's Mines" über Abenteuer im südlichen Afrika oder Louis Boussenards "World Voyage of a Young Parisian" gehören in diesen Kontext.
Ein weiteres literarisches Genre, das viele frühe Safarigeschichten bewahrt hat, sind Abenteuer-Tagebücher. Dazu zählt William Kingstons "Adventures in Africa by an African Trader". Die Einträge sollen von einem realen, aber nicht identifizierten Elfenbeinhändler stammen; Kingston nutzte sie als Grundlage für ein Buch. Ein weiteres wichtiges Werk dieses Genres ist "Trader Horn: A Young Man's Astounding Adventures in 19th Century Equatorial Africa", verfasst von einem anderen Elfenbeinhändler, Alfred Horne. Damals waren viele Teile Afrikas den Europäern noch unbekannt, und solche Bücher verstärkten das öffentliche Interesse an der Erforschung des Kontinents mit seiner ausserordentlich reichen geografischen, kulturellen und biologischen Vielfalt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte das Kino ein. Viele populäre Abenteuerfilme spielten in Afrika – meist in Ost- oder Zentralafrika – und verstärkten ebenfalls das Interesse am Thema Safari. Der erwähnte "Trader Horn" wurde 1931 verfilmt, allerdings stark mit fiktiven Ereignissen erweitert. Mitte des 20. Jahrhunderts war das Dschungelabenteuer ein beliebtes Thema, und auf der Leinwand traten afrikanische Weiten neben Schauplätze wie die Regenwälder Südostasiens und des Amazonas. Später hatte der Film "Out of Africa" von 1985 mit Robert Redford und Meryl Streep grossen Einfluss auf die Rückkehr des Safari-Stils in Mode und Inneneinrichtung. Er basiert auf dem autobiografischen Buch von Karen Blixen, die viele Jahre in Kenia lebte, und gewann unter anderem 7 Oscars und 3 Golden Globes.
Das wachsende Interesse an der modernen Form der Safarireise wurde durch zahlreiche Dokumentarfilme weiter gefördert, etwa von National Geographic und Discovery, gedreht in ostafrikanischen Nationalparks, besonders in der Serengeti. Szenen von Menschen, die in offenen Fahrzeugen durch die Savanne fahren, verschiedene Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und fotografieren, brachten viele Reisende dazu, eine eigene Reise in die grossen Naturreservate Ostafrikas zu planen. Viele sind zudem angenehm überrascht, dass es neben der Fahrt im Fahrzeug zahlreiche weitere Möglichkeiten gibt, Afrikas Wildnis zu besuchen.
Welche Safariarten gibt es?
Eine klassische Safari im heutigen Ostafrika ist eine Fahrt im Geländewagen mit Fahrer-Guide durch die Weite eines Nationalparks, in dem Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Durch Wälder und Savannen ziehen Herden von Elefanten, Büffeln, Zebras und verschiedenen Antilopenarten; Giraffen wandern allein oder in kleinen Gruppen. In den Bäumen halten sich oft Affen und Vögel auf, während Warzenschweine im Schatten von Büschen ruhen. Grosse Pflanzenfresser werden von Löwenrudeln und einzelnen Raubtieren wie Leoparden und Geparden gejagt. Schakale und Hyänen wählen kleinere Beute. Flusspferde und Krokodile entziehen sich in Flüssen der Hitze. Wer auf Safari geht, erlebt vielfältige Lebensräume, in denen die Tierwelt sehr präsent ist.
Welche Vorteile hat eine Fahrt durch den Nationalpark im Fahrzeug? In nur 2–3 Stunden lässt sich eine grosse Zahl verschiedener Tierarten beobachten. Wenn Ranger eine interessante Sichtung melden, etwa ein grosses Löwenrudel oder ein Nashorn, informieren sie den Fahrer des Safarifahrzeugs per Funk. So kann man rasch dorthin fahren und die Tiere sehen. Die Fahrt im Geländewagen ist das beliebteste Safariformat, aber nicht das einzige.
In einigen Parks, in denen die Sicherheitsbedingungen es erlauben, sind Safaris zu Fuss möglich. Sie werden in der Regel in Gebieten durchgeführt, in denen Angriffe grosser Tiere unwahrscheinlich sind und keine grossen Herden grasen. Zur zusätzlichen Sicherheit werden Besucher von einem bewaffneten Ranger begleitet. Wandersafaris bringen Reisende näher an die natürliche Umgebung des Parks, an die lokale Pflanzenwelt und an die Landschaft, die man unmittelbar erlebt.
Eine der schönsten und ungewöhnlichsten Arten, in Afrika auf Safari zu gehen, ist der Flug im Heissluftballon über die Savanne. Aus dem Korb eröffnet sich der Blick auf die Weite der Landschaft unter Ihnen. Gleichzeitig erinnert diese Art des Reisens an den Entdeckergeist, wie er in Romanen und Reisetagebüchern der vorindustriellen Zeit festgehalten wurde. Eine heutige Ballonsafari ist eine hochwertige Reiseergänzung, kostet mehr als die klassische Pirschfahrt im Fahrzeug und bietet Perspektiven aus der Vogelansicht, die am Boden nicht möglich sind. Häufig wird der Heissluftballonflug als besonderer Programmpunkt zu einer regulären Safari mit Pirschfahrten hinzugefügt.
Eine weitere eindrückliche Möglichkeit, Afrikas Natur aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten, ist die Fahrt mit dem Boot über Seen, Flüsse oder sogar auf dem Meer. Auf einer Bootsfahrt entlang eines tansanischen Flusses erzählt der Guide Wissenswertes über Krokodile und Flusspferde. Gleichzeitig lassen sich diese Tiere aus geringer Distanz beobachten. Bei einer Meeressafari fährt man zu verschiedenen Inseln oder entlang der Küste des Festlands. Ein besonderer Moment einer Meeressafari ist die Annäherung an Delfine und die Beobachtung dieser Meeressäuger im Wasser.
Wo kann man auf Safari gehen?
Das vielleicht bekannteste Reiseziel für eine Safari ist der Serengeti-Nationalpark in Ostafrika. Viele betrachten die charakteristischen Landschaften der Serengeti als Ursprung des Safari-Phänomens. Der Park liegt im Norden Tansanias. Eine natürliche Fortsetzung dieses Schutzgebiets befindet sich im benachbarten Kenia, wo sie Maasai Mara National Reserve heisst.
In der Nähe liegt ein weiteres weltbekanntes Schutzgebiet: das Ngorongoro-Schutzgebiet. Es umfasst die grösste alte Caldera der Welt, einen Ort von besonderer geologischer und landschaftlicher Bedeutung. Der bekannte Zoologe Bernhard Grzimek nannte sie in seinem Buch "Serengeti Shall Not Die" einen riesigen natürlichen Zoo. Hier leben die Big Five – Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn – sowie grosse wandernde Herden von Pflanzenfressern. Die steilen Wände der Caldera lassen die Tierwelt wie in einem natürlichen Becken erscheinen.
Weitere bemerkenswerte Parks und Schutzgebiete sind unter anderem Amboseli und das Laikipia-Plateau in Kenia, der Kruger-Nationalpark in Südafrika, das Okavango-Delta und der Chobe-Nationalpark in Botswana sowie der Queen-Elizabeth-Nationalpark in Uganda. Ebenfalls zu nennen sind der bekannte Mosi-Oa-Tunya-Nationalpark in Sambia und der Victoria-Falls-Nationalpark in Simbabwe. Diese 2 Nationalparks sind zwar nicht gross, liegen aber direkt bei den eindrücklichen Victoriafällen. Ein weiterer Ort, der mit den Victoriafällen an Bekanntheit konkurrieren kann, ist der berühmte Vulkan Kilimandscharo. Seine internationale Bekanntheit trug dazu bei, auch weniger bekannte tansanische Nationalparks wie Arusha und Tarangire bekannter zu machen.
In anderen Ländern des Kontinents gibt es zahlreiche weitere bedeutende Nationalparks. Safari ist längst über Ostafrika hinausgewachsen. Zudem wird der Begriff "Safari" häufig für Reisen in Nationalparks Asiens verwendet, vor allem in Indien, Nepal, Bhutan und Sri Lanka. In Indien sind etwa Ranthambore, der Gir-Wald und der Kanha-Nationalpark beliebt. Letzterer gilt als eine Inspirationsquelle für Rudyard Kiplings "Jungle Book", die Geschichte des von Tieren aufgezogenen Jungen Mowgli. Heute ist Safari generell zu einem weltweiten Begriff geworden. Er wird oft für Reisen in Wildnisgebiete überall auf der Welt verwendet, selbst in Australien.
Ab den 1960er-Jahren entstanden in verschiedenen Ländern sogenannte "Safariparks". Im Kern handelt es sich um Freiluftzoos, in denen Tiere in relativ grossen offenen Bereichen leben. Besucher konnten solche Gelände im eigenen Fahrzeug oder teils sogar zu Fuss betreten. Erste experimentelle "Zoos" dieser Art entstanden in den USA und später in Japan, wo man an frei laufenden Löwen vorbeifahren konnte.
Der erste vollwertige Safaripark war der Longleat Safari and Adventure Park in England. Heute leben an diesem bekannten Ort Strausse, Giraffen, Antilopen, Zebras und andere Tiere – nicht nur Arten, die in Afrika heimisch sind. Im 21. Jahrhundert gibt es weltweit sehr viele solcher Safariparks. Die besseren Einrichtungen, etwa Longleat, investieren häufig in Naturschutz sowie in die Rettung und Rehabilitation von Tieren, zum Beispiel von Tieren, die ihr Leben im Zirkus verbracht haben, wie die oben erwähnte Elefantin Anne. Viele Parks sind jedoch deutlich problematischer und können die natürliche Umgebung nie ersetzen. Die Tiere leben dort in Gefangenschaft, häufig isoliert, und manche Parks übernehmen Praktiken von Streichel- oder Kontaktzoos, die viele als unethisch und schädlich für Tiere betrachten.
Eine echte Safari ohne Gewalt gegenüber Tieren findet man dort, wo sie ihren Ursprung hat: in Ostafrika. Hier leben Tiere in ihrer angestammten Umgebung, ohne dass Menschen versuchen, sie auf andere Kontinente zu bringen oder massiv in ihr Leben einzugreifen. Tansania hat beim Aufbau von Nationalparks und Reservaten mit klaren Regeln für den Besuch dieser Schutzgebiete grosse Fortschritte gemacht. Das trägt zum Schutz der bedeutenden Naturräume des Landes bei. Zusammen mit Tansanias hoher Biodiversität und landschaftlicher Vielfalt macht dies das Land zu einem der besten Länder für Safaris – wenn nicht zum besten in ganz Afrika.
Wenn man auf Instagram nach Hashtags und Geotags mit dem Wort "Safari" sucht und die Statistiken auswertet, erscheinen 3 afrikanische Länder in den Top 10: Tansania, Südafrika und Kenia. Den ersten Platz nimmt der Victoria-Falls-Nationalpark ein, dessen Hauptattraktion natürlich die mächtigen Wasserfälle sind. Unter den eigentlichen Safarizielen werden Bilder aus dem Serengeti-Nationalpark am häufigsten auf Instagram markiert, mit über 160'000 Fotos. Insgesamt zeigt sich Tansania als klarer Spitzenreiter, wenn es um Safaris zur Wildtierbeobachtung geht.
Die aktive Entwicklung des Tourismus im Land, ein hohes Sicherheitsniveau und viele weitere Reisemöglichkeiten können eine Tansania-Reise angenehm, sicher und vielfältig machen. Neben der Safari lassen sich in Dörfern lokale Traditionen und Kulturen kennenlernen, Ausflüge zu Seen, Wasserfällen und anderen Naturorten unternehmen oder die Strände von Sansibar und anderen Inseln erkunden und zur Ruhe kommen. Auch Tauchplätze vor der Küste im Indischen Ozean ermöglichen unmittelbare Einblicke in die Unterwasserwelt. Und natürlich gibt es Expeditionen auf den Kilimandscharo. Wer Safaris mit weiteren Aktivitäten kombiniert, kann innerhalb eines einzigen Landes ein sehr vollständiges Afrika-Programm gestalten.
Willkommen am Ursprung der Safari – Tansania, Ostafrika
Die bekanntesten Schutzgebiete Tansanias liegen im Norden des Landes, zwischen dem Viktoriasee und dem Kilimandscharo. Wir haben sie bereits genannt: Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Arusha und den Kilimandscharo-Nationalpark selbst, dessen wichtigste Attraktion der gleichnamige Gipfel ist – der höchste Afrikas. Neben dem Kilimandscharo-Trekking bietet der Norden Tansanias 2 weitere interessante Besteigungen: auf den Gipfel des kleinen Bruders des Kilimandscharo, den Vulkan Meru, und auf den Ol Doinyo Lengai, der bei lokalen Gemeinschaften als heiliger Berg gilt. Zu den bekannten Orten in der Nähe zählen ausserdem der Manyara-Nationalpark und 3 grosse Seen: Manyara, Eyasi und Natron.
Wir sind seit Langem auf die Organisation von Naturreisen in Tansania spezialisiert und kennen lokale Safaris aus eigener Erfahrung. Deshalb können wir mit Sicherheit sagen: Die sehr reichen Reisemöglichkeiten dieses afrikanischen Landes beschränken sich nicht auf die oben genannten bekannten Nationalparks. Im Westen Tansanias sowie in den zentralen und südlichen Landesteilen liegen Nationalparks und Reservate, die Aufmerksamkeit verdienen. Besonders erwähnenswert sind Ruaha, Nyerere als Teil des Selous, Katavi sowie Gombe Stream und Mahale Mountains, neben weiteren Nationalparks und Reservaten.
Wie viel Zeit braucht eine Safari?
Mit einer sorgfältigen Planung lässt sich in Tansania schon innerhalb weniger Tage eine sehr gute Safari gestalten: in den Savannenweiten der Serengeti mit der Grossen Tierwanderung, am berühmten Ngorongoro-Krater, in der Wildnis des Tarangire, wo Elefantenherden zwischen Baobabs ziehen, am Great Ruaha River, in dessen Gewässern viele Krokodile und Flusspferde leben, oder in den dichten Waldparks am Ufer des Tanganjikasees, wo Forschende seit Jahrzehnten Schimpansen beobachten.
Eine gute Safarireise dauert mehrere Tage. Wenn Sie 2 Wochen oder mehr dafür einplanen können, ist das umso besser. Jeder bedeutende Nationalpark verdient mehrere Tage, und Übernachtungen in direkt im Parkgebiet sind eine besondere Erfahrung. So können Sie am frühen Morgen und am Abend kurz vor Sonnenuntergang auf Safari gehen. In diesen Stunden sind viele Tiere besonders aktiv. Viele interessante Szenen im Verhalten der Tiere spielen sich morgens und abends ab, wenn die Hitze sie noch nicht dazu zwingt, träge Schattenplätze aufzusuchen.
Die grosse Vielfalt der Flora und Fauna Tansanias eröffnet sehr unterschiedliche Reiseformen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, länger als 2 Wochen auf Safari zu bleiben, lohnt sich diese Zeit. Theodore Roosevelt verbrachte fast 1 Jahr in Afrika, Ernest Hemingway kam 2-mal, und beide Reisen dauerten jeweils lange.
Alles, was ich jetzt wollte, war, nach Afrika zurückzukehren. Wir hatten es noch nicht verlassen, doch wenn ich nachts aufwachte, lag ich da und hörte hin – und hatte schon Heimweh danach.
Ernest Hemingway, "Green Hills of Africa"
Was erwartet Sie auf einer Safari in Tansania?
Eine Safarireise besteht aus 3 Elementen: Fahrten im Safarifahrzeug, Erholung in einer nahe gelegenen Unterkunft und Transfers zwischen Unterkunft und Nationalpark. Eine gute Planung reduziert Transferzeiten, damit mehr Zeit für die eigentlichen Aktivitäten oder für Ruhe bleibt.
In der Regel empfiehlt es sich, mindestens 3 Tage, idealerweise 5 Tage, im selben Park zu bleiben. So erleben Sie die stärksten Seiten eines Parks und besuchen auch interessante Orte, die eilige Reisende oft verpassen.
Bei der Wahl der Unterkunft empfehlen wir, weniger auf die Anzahl Sterne oder auf einzelne Designdetails zu achten, sondern auf die konkreten Bedingungen, die Sie für Ihren Aufenthalt wünschen. Ein sehr wichtiger Faktor ist die Lage. Eine Lodge innerhalb eines Nationalparks ist oft vorteilhafter als ein Luxushotel in der nächstgelegenen Stadt. Transferzeiten sollten möglichst kurz bleiben; dadurch bleibt mehr Raum für Tansanias Natur. Früh am Morgen bereits tief im Park zu sein, ist von grossem Wert. Und der Gesamteindruck am Ende einer Safari entsteht genau aus solchen einzelnen Momenten.
Ein idealer Safaritag lässt sich so beschreiben: Die Gäste stehen früh auf, duschen und fahren mit Lunchboxen im Safarifahrzeug in den Park. So ist es möglich, am Morgen Raubtiere bei der Jagd zu sehen und viele Tiere direkt auf oder neben der Strasse zu beobachten, bevor Dutzende weitere Safarifahrzeuge eintreffen. Kurz danach folgt ein Morgenessen im Freien an einem Picknickplatz des Parks. Anschliessend geht die Fahrt weiter durch den Park, bevor die Gäste zum Mittagessen in die Lodge zurückkehren. Nach dem Mittagessen ruhen sie in kühlen Zimmern, während es draussen heiss ist; am Nachmittag beginnt die nächste Pirschfahrt. Wieder begegnen ihnen viele verschiedene Tiere, sie fotografieren und kehren bei Einbruch der Dunkelheit in die Lodge zurück. Am Abend folgen ein gutes Dinner, ruhige Stunden im Freien und Erholung vor der Nacht.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari?
Tansania ist besonders vielseitig, weil es nahe am Äquator liegt und mehrere geografische Regionen umfasst. Das bedeutet: Sie können zu jeder Jahreszeit reisen, solange Sie kein ganz bestimmtes Ziel verfolgen – etwa die Flussüberquerungen der Antilopen in der Serengeti, die in die Monate Juni bis August während der Grossen Tierwanderung fallen. Klima und Wetterbedingungen in Tansania erlauben Tierbeobachtungen jedoch fast das ganze Jahr über.
Falls Sie wegen der Regenzeiten unsicher sind, können wir Sie beruhigen: Die Saisonalität von Regen- und Trockenperioden ist in Tansania heute eher flexibel. Einzelne Regenschauer hindern unsere Gäste nur selten daran, eine Safari zu geniessen. Zudem hat die sogenannte Regenzeit viele Vorteile, vor allem weniger Besucher auf beliebten Routen in den Parks und tiefere Hotelpreise.
Wenn Sie Ihre Safarireise nach Tansania planen möchten, werfen Sie einen Blick auf die Safariprogramme von Altezza Travel. Neben unseren bestehenden Reisen kann ein individuell zusammengestelltes Programm oft noch besser passen. Kontaktieren Sie unsere Reisespezialisten und lassen Sie ein Programm ausarbeiten, das auf Ihre Wünsche abgestimmt ist. Hilfreich sind auch 2 kurze Artikel mit praktischen Hinweisen: zur Vorbereitung auf eine Safari in Tansania und dazu, was Sie auf Ihre Reise mitnehmen sollten.
Stellen Sie uns gern Ihre Fragen und sprechen Sie mit uns, wenn Sie Ihr Safariprogramm erweitern möchten – Tansania bietet viele Möglichkeiten. Wir freuen uns, Sie auf Safari zu begleiten.
Alle Inhalte auf Altezza Travel entstehen mit fachlicher Einordnung und sorgfältiger Recherche, im Einklang mit unseren Redaktionsrichtlinien.
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