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CPAP-Geräte und Schlafapnoe am Kilimandscharo

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Können Sie während einer Kilimandscharo-Besteigung ein CPAP-Gerät verwenden?

Ja. Bergsteigerinnen und Bergsteiger, bei denen eine obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert wurde, können CPAP-Geräte auf Höhenexpeditionen sicher und wirksam einsetzen. Manchmal werden sie auch Personen empfohlen, bei denen Schlafapnoe festgestellt wurde, die zu Hause aber normalerweise kein CPAP-Gerät verwenden. Vor der Besteigung ist eine ärztliche Beratung unerlässlich: Lassen Sie sich gründlich untersuchen und holen Sie eine individuelle Empfehlung ein, auch dazu, wie Ihre CPAP-Einstellungen in der Höhe angepasst werden müssen.

Ein CPAP-Gerät (Continuous Positive Airway Pressure) arbeitet mit einem gleichmässigen Luftstrom mit Überdruck. Dieser hält die oberen Atemwege offen, verhindert ein Zusammenfallen der Atemwege und reduziert Apnoen sowie Schnarchen.

Schlafapnoe und Höhe

Mit zunehmender Höhe wird das Atmen anspruchsvoller, weil die Luft dünner wird – jeder Atemzug liefert weniger Sauerstoff. Je höher Sie steigen, desto weniger Sauerstoff erhält der Körper. Für Menschen, die bereits nächtliche Atempausen haben, kann diese Kombination erhebliche Probleme verursachen. Der Schlaf wird fragmentiert, und manche Bergsteiger verspüren in der Nacht Atemnot. Nach einer solchen Nacht wacht man häufig erschöpft, schläfrig, gereizt und mit Kopfschmerzen auf.

Schlafapnoe bedeutet, dass die Atmung für mindestens 10 Sekunden aussetzt. Es gibt 2 Formen: • Obstruktive Schlafapnoe – die Atemwege fallen zusammen und blockieren den Luftstrom. • Zentrale Schlafapnoe – das Gehirn sendet vorübergehend keine Atemsignale.

Der Gipfel des Kilimandscharo liegt auf 5'895 m ü. M. Während des Aufstiegs verändert sich die nächtliche Atmung wie folgt:

  • Ab 1'800 m ü. M. entwickeln selbst gesunde Menschen höhenbedingte periodische Atmung: langsame, flache Atemzüge wechseln sich mit schnellen, tiefen Atemzügen ab, oft gefolgt von mehreren Sekunden ohne Atmung.
  • Ab 2'500 m ü. M. wird die periodische Atmung ausgeprägter, und das Risiko für Höhenkrankheit steigt.
  • Auf 4'200 m ü. M. nimmt die Gesamtzahl obstruktiver Apnoen und um das Doppelte zu.

Anders gesagt: In grosser Höhe nimmt die Schlafqualität bei allen ab, Menschen ohne Schlafapnoe passen sich jedoch meist an. Wer obstruktive Apnoen hat, muss dagegen mit zunehmend erschwerter nächtlicher Atmung rechnen und benötigt häufig Unterstützung, um während des Schlafs eine normale Atmung aufrechtzuerhalten.

Mehr zur Atmung in grosser Höhe finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zur Vorbereitung auf Höhentrekking.

CPAP-Einsatz bei einer Kilimandscharo-Besteigung

Das Journal of the American Medical Association empfiehlt, dass alle Personen, die zu Hause ein CPAP-Gerät verwenden, dieses auch auf Reisen in grosse Höhen mitnehmen. Menschen mit Schlafapnoe, die normalerweise keine CPAP-Therapie nutzen, sollten vor der Besteigung eine Pneumologin, einen Pneumologen oder eine Schlafspezialistin beziehungsweise einen Schlafspezialisten konsultieren. Der Einsatz des Geräts kann zumindest während der Expedition sinnvoll sein.

Wenn CPAP-Therapie für Sie neu ist, empfehlen wir die Informationsmaterialien auf SleepApnea.org. Dort werden Schlafapnoe und CPAP-Geräte verständlich erklärt.

Bis etwa 2'400 m ü. M. kommen die meisten Bergsteiger mit automatisch angepassten CPAP-Einstellungen gut zurecht. Oberhalb dieser Höhe kann jedoch eine manuelle Kalibrierung nötig werden, sofern das Gerät Veränderungen des Luftdrucks nicht selbst ausgleicht. Eine Ärztin oder ein Arzt kann helfen, die richtigen Einstellungen für die jeweilige Höhe festzulegen. Die manuelle Druckanpassung wird meist deshalb erforderlich, weil der Umgebungsdruck auf 2'400 m ü. M. gegenüber Meereshöhe um rund ein Viertel abnimmt. Ab diesem Punkt liefern CPAP-Geräte ohne Höhenkompensation einen schwächeren Luftstrom; dadurch sinkt die Sauerstoffaufnahme, und Apnoe-Symptome können sich verstärken.

Wie laden Sie ein CPAP-Gerät am Berg?

Wenn Ihr Modell mit herausnehmbaren Akkus arbeitet, nehmen Sie mehrere Sets mit. Für eine 7- bis 8-tägige Besteigung reichen in der Regel 2 bis 4 Akkupacks. Prüfen Sie die tatsächliche Akkulaufzeit jedoch vor Ihrer Expedition sorgfältig. Halten Sie die Akkus ausserdem warm: Legen Sie sie nachts in Ihren Schlafsack, damit sie in der Kälte nicht an Kapazität verlieren.

Bei einer Kilimandscharo-Expedition mit Altezza Travel können Sie entladene Akkus in unser Basisbüro hinunterschicken. Dort werden sie geladen und anschliessend in Ihr nächstes Camp gebracht. Für die zusätzliche Arbeit der Träger fällt eine Zusatzgebühr an, doch dieser Service erspart Ihnen, eine grosse Anzahl Akkus selbst mitzunehmen.

Eine weitere Möglichkeit ist, einen Generator mitzunehmen, um Akkus oder CPAP-Geräte mit fest verbautem Stromsystem zu laden. Wenn Sie den Kilimandscharo mit Altezza Travel besteigen, können Sie Ihre Ansprechperson bitten, die Generatormiete in Ihr Programm aufzunehmen. Dieser Service kostet USD 1'000 und umfasst die Bewilligung, einen Generator in den Nationalpark mitzunehmen, sowie die Bezahlung von 2 Trägern für den Transport des Generators und des nötigen Treibstoffs.

Wir verfügen über umfassende Erfahrung mit dem Einsatz von CPAP-Geräten am Kilimandscharo. Pro Jahr führen rund 10 Expeditionen von Altezza Travel an den Berg, bei denen CPAP-Geräte und Generatoren zum Laden eingesetzt werden. Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die ihre Geräte mitgebracht haben, haben den Gipfel erreicht und sich sowohl nachts als auch während der Tagesetappen wohlgefühlt.

Probleme mit Schlafapnoe am Kilimandscharo vorbeugen

Zur Vorbeugung obstruktiver Schlafapnoe in der Höhe empfehlen viele Fachpersonen die Einnahme von Diamox (Acetazolamid). Dies gilt sowohl für Menschen, die normalerweise eine CPAP-Therapie nutzen, als auch für Personen ohne CPAP-Anwendung. Die American Medical Association stützt diese Einschätzung. Vor Beginn der Medikation ist jedoch eine ärztliche Beratung zwingend erforderlich.

Diamox ist ein Diuretikum, das hilft, Symptome der Höhenkrankheit zu verhindern, darunter das Höhenlungenödem. Durch die Verbesserung des Gasaustauschs in der Lunge stimuliert es die Atmung und erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut.

Forschungsergebnisse bestätigen zudem, dass Acetazolamid Schlafapnoe-Symptome in grosser Höhe wirksam reduzieren kann.

Fazit

Wenn Sie für Ihre Kilimandscharo-Besteigung ein CPAP-Gerät benötigen, sollten Sie es mitnehmen. Die CPAP-Anwendung kann Ihnen helfen, besser zu schlafen, sich schneller an die Höhe anzupassen und Ihre Chancen zu verbessern, den höchsten Gipfel Afrikas zu erreichen.

Veröffentlicht am 11 Dezember 2025 Überarbeitet am 26 Mai 2026
Redaktionelle Standards

Alle Inhalte auf Altezza Travel entstehen mit fachlicher Einordnung und sorgfältiger Recherche, im Einklang mit unseren Redaktionsrichtlinien.

Über den Autor
Yurii Bogorodskiy

Yuri ist festangestellter Researcher und Autor bei Altezza Travel und lebt seit 2019 in Tansania. Er hat viele der weniger bekannten Reiseziele des Landes bereist, darunter die Nationalparks Kitulo und Rubondo, den Viktoriasee, Sansibar sowie zahlreiche historische, natürliche und archäologische Stätten.

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