Wenn Sie planen, den Kilimandscharo zu besteigen, sollten Sie die obligatorischen Gebühren des Kilimandscharo-Nationalparks kennen, bevor Sie reisen. Neben der regulären Eintrittsgebühr decken diese Abgaben auch Campingplätze, die Unterstützung durch Bergführer und Träger, den Unterhalt des Nationalparks, Rettungsdienste und weitere wesentliche Bestandteile Ihres Trekkings ab.
In diesem aktuellen Leitfaden schlüsselt Altezza Travel die zusätzlichen Kosten auf, die Sie bei der Planung Ihrer Besteigung und bei der Wahl einer der besten Kilimandscharo-Routen berücksichtigen sollten. Die aufgeführten Tarife gelten vom 1. Januar 2025 bis zum 30. Juni 2026.
Konzessionsgebühren für den Naturschutz
Diese Gebühren bilden den Kern der von der Parkverwaltung festgelegten Abgaben. Sie decken die Nutzung und den Unterhalt der Infrastruktur im Schutzgebiet ab. Die Gebühr wird pro Person und pro Tag im Park erhoben, mit unterschiedlichen Tarifen für ostafrikanische StaatsangehörigeOstafrikanische Staatsangehörige sind Bürgerinnen und Bürger von Staaten, die zur East African Community (EAC) gehören. Dazu zählen die Demokratische Republik Kongo, Somalia, Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Uganda und Tansania., in Tansania ansässige PersonenIn Tansania ansässige Personen sind ausländische Staatsangehörige, die mit einer besonderen Aufenthaltsbewilligung im Land leben. Diese Bewilligung fällt in verschiedene Kategorien; viele Freiwillige, Mitarbeitende lokaler Organisationen und Investoren haben diesen Status. und internationale Besucher.
Erwähnenswert sind auch die sogenannten Waldgebühren, welche die Tanzania Forest Services Agency erhebt. Diese Gebühren werden einmal pro Besteigung und pro Person eingezogen.
Bitte beachten Sie: Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht über 3'700 m ü. M. aufsteigen.
Campinggebühren
Zum Gipfel des Kilimandscharo führen 8 Hauptrouten, jede mit ausgewiesenen Campingbereichen entlang der Strecke. Die einzige Ausnahme ist die Marangu-Route, auf der Bergsteiger in speziellen Berghütten übernachten. Für diese Route gilt deshalb ein anderer Tarif.
- Lemosho ist eine landschaftlich reizvolle Route mit einem ausgewogenen Akklimatisierungsprogramm. Trekkings sind als 6-, 7- und 8-Tage-Varianten verfügbar.
- Machame, auch bekannt als Whiskey-Route, ist der meistbegangene Weg zum Gipfel des Kilimandscharo und führt durch alle Klimazonen. Sie wird als 6- und 7-Tage-Programm angeboten.
- Marangu, auch bekannt als Coca-Cola-Route, ist insofern besonders, als Bergsteiger in Holzhütten statt in Zelten übernachten, mit 4 bis 8 Personen pro Hütte. Diese Route wird als 5- und 6-Tage-Variante angeboten.
- Rongai ist die einzige Route, die den Kilimandscharo von der Nordflanke her angeht. Damit eignet sie sich besonders für Besteigungen während der Regenzeit. Programme sind in 6- und 7-Tage-Varianten verfügbar.
- Der Northern Circuit ist die längste und am wenigsten begangene Route; sie führt über alle 4 Flanken des Kilimandscharo. Das 10-tägige Trekking beinhaltet eine besondere Übernachtung im Krater.
- Umbwe zählt zu den schnellsten Routen zum Gipfel, ist auf 6 Tage ausgelegt und wird nur erfahrenen Bergsteigern empfohlen. Ein etwas graduellerer 7-Tage-Reiseverlauf ist ebenfalls verfügbar.
- Kilema ist die einzige Route am Kilimandscharo, auf der Mountainbiking erlaubt ist.
- Western Breach ist eine kurze, aber riskante Route mit erhöhter Steinschlaggefahr und seit 2024 geschlossen.
Auch Kosovo sollte erwähnt werden. Dieses Hochlager liegt in der alpinen Zone auf 4'870 m ü. M. und wird häufig von Bergsteigern auf den Routen Machame, Lemosho oder Umbwe genutzt. Das nahe gelegene Barafu Camp liegt mit 4'673 m ü. M. etwas tiefer. Einige Bergsteiger lassen Barafu aus und steigen für die Nacht direkt nach Kosovo auf.
Wenn Sie eine private Besteigung auf den Routen Lemosho, Machame oder Umbwe buchen, kann eine Übernachtung in diesem Hochlager gegen Aufpreis in Ihren Reiseverlauf aufgenommen werden.
Wie bereits erwähnt, übernachten Teilnehmer auf der Marangu-Route in speziellen Holzhütten statt in Zelten. Die Unterkunftsgebühr wird pro Person und pro Tag erhoben, wie in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Gebühren für das Begleitteam: Bergführer, Träger, Köche
Das Team, das Sie bis zum Gipfel des Kilimandscharo begleitet, spielt eine zentrale Rolle auf Ihrer Besteigung. Seine Aufgabe ist es, während der gesamten Route für Ihre Sicherheit zu sorgen und den Ablauf so zuverlässig und angenehm wie möglich zu gestalten.
Die Parkverwaltung erhebt pro Teammitglied und pro Besteigung eine Gebühr von 5'000 Tansania-Schilling, was beim aktuellen Wechselkurs ungefähr USD 2 entspricht.
Gebühren für Notfallrettung
Die Gebühr für eine Notfallevakuierung ist obligatorisch, wird einmal pro Person und pro Besteigung erhoben und ist nicht rückerstattbar. Sie deckt die Kosten für den Einsatz eines Rettungsfahrzeugs im Notfall. Obwohl dieser Dienst nicht auf allen Routen und nicht in jeder Höhe verfügbar ist, muss die Gebühr von allen Bergsteigern bezahlt werden.
Wichtig ist: Diese Gebühr ist nicht mit einer Versicherung gleichzusetzen. Die Versicherung muss vor Ihrer Besteigung abgeschlossen werden und sollte eine Helikopterevakuierung einschliessen. Wir empfehlen Global Rescue, einen Anbieter mit umfassender Erfahrung in Bergsportversicherungen und schneller Notfallreaktion.
Einfahrtsgebühren für Fahrzeuge
Die Einfahrt in den Park ist für Fahrzeuge erlaubt, die auf der Lemosho-Route eingesetzt werden. In diesem Fall richten sich die Gebühren nach dem Gewicht des Fahrzeugs.
Für Fahrzeuge, die im Park einen Unfall verursachen, werden ebenfalls Bussen erhoben: 200'000 Tansania-Schilling. Für Geschwindigkeitsüberschreitungen beträgt die Busse 50'000 Schilling.
Gebühren für Gleitschirmflug-Bewilligungen
Seit September 2011 erlaubt die Parkverwaltung offiziell Gleitschirmflüge vom Berg. Dafür ist jedoch eine Bewilligung erforderlich, die nur an Personen erteilt wird, welche strenge Kriterien erfüllen. Die Tanzania National Parks Authority hat Richtlinien veröffentlicht, in denen alle Bedingungen festgelegt sind, einschliesslich der Vorgabe, dass Gleitschirmflüge nur in speziell ausgewiesenen Start- und Landezonen erlaubt sind.
Erforderlich sind zudem eine gültige Gleitschirmlizenz und nachgewiesene Erfahrung, darunter mindestens 200 dokumentierte Flüge, vorzugsweise über anspruchsvollem Gelände. Altezza Travel kann eine Besteigung mit anschliessendem Gleitschirmflug organisieren und achtet darauf, dass der Ablauf sicher ist und alle notwendigen Vorschriften erfüllt.
Gebühren für die Mawenzi-Besteigung
Mawenzi ist einer der 3 Gipfel des Kilimandscharo und erreicht 5'149 m ü. M. Einst ein Vulkan, weist er heute einen teilweise eingestürzten Krater und steile Passagen auf, die den Aufstieg zum Gipfel anspruchsvoll machen. Aus diesem Grund erlaubt die Parkverwaltung den Versuch am Mawenzi nur erfahrenen Bergsteigern mit professioneller Ausrüstung und in Begleitung von Bergführern, die den Berg kennen.
Die Gebühren für die technische Besteigung des Mawenzi werden pro Person und pro Tag erhoben, wie in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Gebühren für Mountainbiking
Der Kilimandscharo kann auch mit dem Mountainbike über die speziell ausgewiesene Route Kilema bestiegen werden. Dieser Pfad verläuft entlang der Ostflanke parallel zur Marangu-Route und trifft beim Horombo Camp auf sie. Für jeden Tag, den Sie mit dem Velo am Berg verbringen, wird pro Person eine zusätzliche Gebühr erhoben.
Fazit
Eine selbständige Besteigung des Kilimandscharo ist nicht erlaubt: Alle Aufstiege müssen im Rahmen einer Gruppe mit einem lizenzierten Veranstalter erfolgen. Die beste Grundlage für einen erfolgreichen Gipfelerfolg ist eine Besteigung mit dem erfahrenen Team von Altezza Travel. Unsere Reisepreise enthalten alle obligatorischen Nationalparkgebühren und Abgaben, damit Sie unnötigen administrativen Aufwand vermeiden und sich ganz auf Ihr Ziel konzentrieren können: eine sichere und erfolgreiche Besteigung des höchsten Berges Afrikas.
Alle Inhalte auf Altezza Travel entstehen mit fachlicher Einordnung und sorgfältiger Recherche, im Einklang mit unseren Redaktionsrichtlinien.
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