Zahlreiche Berge auf der ganzen Welt bringen selbst sehr erfahrene und entschlossene Alpinisten an ihre Grenzen. Viele dieser Gipfel, darunter Everest und K2 — die höchsten Berge der Erde — sowie der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, wurden bereits bestiegen. Trotz technischer Fortschritte und moderner Bergsteigerausrüstung gibt es bis heute jedoch zahlreiche unbestiegene Gipfel.
Bevor wir die höchsten unbestiegenen Gipfel der Welt einordnen, braucht es einige Präzisierungen. Ein Berg gilt als unbestiegen, wenn es keine offizielle Bestätigung dafür gibt, dass je jemand seinen höchsten Punkt erreicht hat. Die dokumentierte Geschichte des Alpinismus weist jedoch Lücken auf. Das gilt besonders für abgelegene Regionen, in denen vorhandene Aufzeichnungen oft nicht verifiziert sind. Selbst dort, wo Berichte existieren, fehlt mitunter ein belastbarer Nachweis ihrer Echtheit. GPS-Tracker und andere moderne Ausrüstung haben die Dokumentation solcher Leistungen deutlich vereinfacht. Zu einzelnen Bergen, die möglicherweise schon in ferner Vergangenheit bestiegen wurden, fehlen dennoch verlässliche Daten.
Archäologische Ausgrabungen in den Anden — dem längsten kontinentalen Gebirge der Welt, das sich entlang des westlichen Randes Südamerikas erstreckt — belegen etwa, dass Menschen bereits in prähistorischer Zeit Höhen bis 6'739 m erreichten. Am Gipfel des Vulkans Llullaillaco fanden Forschende erhaltene Mumien und Überreste alter Bauwerke, die Einblicke in prähistorische menschliche Aktivitäten geben. Ausführlich beschrieben wurde dies im Buch von Johan Reinhard und Constanza Ceruti: "Inca Rituals and Sacred Mountains: A Study of the World's Highest Archaeological Sites".
In diesem Artikel haben wir 6 Gipfel zusammengestellt, die von Fachleuten des Alpinismus übereinstimmend als unbestiegen anerkannt werden. Sie sind nicht die höchsten Berge überhaupt, gehören aber zweifellos zu den anspruchsvollsten.
Gangkhar Puensum
Höhe: 7'570 m
Lage: Nordbhutan, an der Grenze zu Tibet
Gangkhar Puensum ist mit seinem 7'570 m hohen Hauptgipfel der höchste unbestiegene Berg der Welt. Er wurde 1922 erstmals beschrieben. Topografische Ungenauigkeiten führten jedoch lange zu Diskussionen darüber, ob der Berg zu China oder zu Bhutan gehört, da er auf der gemeinsamen Grenze liegt. Der Hauptgipfel befindet sich in Bhutan, während ein bedeutender Teil des Massivs nach Tibet reicht.
"Gangkhar Puensum" lässt sich aus dem Dzongkha, der Amtssprache Bhutans, als "Weisser Gipfel der 3 spirituellen Brüder" übersetzen. Neben dem Hauptgipfel besitzt der Berg 2 Nebengipfel mit Höhen von 7'532 m und 7'516 m. Die lokale Bevölkerung betrachtet den Berg als heilig. Auch aus religiösen Gründen wurde das Bergsteigen hier 1994 verboten, als Bhutan Besteigungen von Bergen über 6'000 m untersagte. 2003 wurden sämtliche alpinistischen Aktivitäten am Gangkhar Puensum offiziell eingestellt.
Der Everest ist mit 8'848 m höher, doch die 7'570 m des Gangkhar Puensum stellen erhebliche Schwierigkeiten. Während der Gipfel des Everest bereits vielfach von besonders erfahrenen und entschlossenen Bergsteigern erreicht wurde, bleibt der legendäre Berg in Bhutan eine unberührte Herausforderung.
In der Geschichte des Alpinismus sind 4 dokumentierte Versuche bekannt, diesen ausserordentlich anspruchsvollen Gipfel zu erreichen. 1985 machte sich ein 8-köpfiges Team der Himalayan Association of Japan unter der Leitung von Michifumi Ohuchi und Yoshio Ogata daran, den Berg über den Südgrat zu besteigen. Nach der Einrichtung des ersten Lagers auf 5'220 m erwies sich die Route als zu gefährlich. Die Alpinisten erkundeten daraufhin den Westgrat, kehrten schliesslich aber zum ursprünglichen Plan zurück, den sie ebenfalls als nicht machbar beurteilten.
Das japanische Team erreichte 6'490 m und richtete dort sein 2. Lager ein. Von dort stieg es zu einem gezackten Grat auf, den die Gruppe "Dinosaur Ridge" nannte. Sie passierte 2 steile Felsstufen und errichtete ihr 3. Lager auf 6'880 m. Danach folgte eine Reihe von Rückschlägen. Ein Bergsteiger musste wegen eines Lungenödems absteigen, ein anderer verletzte sich nach einem Sturz von einem . Daraufhin entschieden die Teamleiter, die Expedition abzubrechen.
Später im selben Jahr unternahm auch ein amerikanisches Team unter der Leitung von Philip Trimble einen Versuch am Gangkhar Puensum. Das Scheitern wurde teilweise der Route zugeschrieben, welche die lokale Regierung erlaubt hatte. Die Bergsteiger durften sich dem Gipfel nur über den Chamkhar-Gletscher nähern, fanden dort jedoch keine praktikable Linie. Sämtliche Anträge des amerikanischen Teams auf eine Änderung der Richtung wurden abgelehnt.
Im folgenden Jahr, 1986, unternahm eine österreichische Gruppe unter Sepp Mayerl den 3. Versuch, den Gipfel zu erreichen. Das Team stieg bis auf 6'300 m, musste wegen starker Monsunwinde jedoch umkehren. Im selben Jahr erreichte eine britisch-amerikanisch-neuseeländische Gruppe unter der Leitung von Steven Berry während eines schweren Regensturms ein Basislager auf 5'180 m. Nach der Querung der gefährlichen Moränen des Mangde-Chu-Gletschers errichteten die Bergsteiger ihr Basislager auf 6'250 m. Wie die japanischen Alpinisten der ersten Expedition gelang ihnen die Traverse des "Dinosaur Ridge"; wegen übermässig starker Winde erreichten sie den Gipfel jedoch nicht.
Wie erwähnt verbot Bhutan 1994 Besteigungen von Gipfeln über 6'000 m. Nur 4 Jahre später, 1998, stellte die Chinese Mountaineering Association einer Gruppe aus Japan jedoch eine Bewilligung aus, den höchsten unbestiegenen Berg von der Südseite her zu versuchen. Die bhutanische Regierung widersetzte sich dieser nicht autorisierten Entscheidung deutlich, was den japanischen Bergsteigern das Vorhaben schliesslich verunmöglichte. Seither gilt Gangkhar Puensum weiterhin als höchster unbestiegener Gipfel der Welt.
Lapche Kang II
Höhe: 7'250 m
Lage: Tibet, China
Der Gipfel des Lapche Kang II, Teil des Lapche-Kang-Massivs, liegt im nördlichen Himalaya. Dieser Abschnitt des bekannten Gebirges ist bis heute wenig erforscht und verfügt noch immer nicht über detaillierte Karten.
Der höchste Gipfel des Massivs ist nicht Lapche Kang II, sondern Lapche Kang I. Der 7'367 m hohe Hauptgipfel wurde 1987 erstmals von einer chinesisch-japanischen Gruppe bestiegen. Mehrere Bergsteiger erreichten ihn im selben Jahr, doch danach wagte sich 23 Jahre lang niemand mehr an diesen Teil des Berges. 2010 endete ein Versuch des amerikanischen Alpinisten Joseph Puryear tragisch — er stürzte tödlich ab.
Während der Erstbesteigung des Lapche Kang I bemerkten japanische Bergsteiger einen nahe gelegenen Gipfel von ungefähr 7'072 m und nannten ihn Lapche Kang II. 1995 erreichte später ein Schweizer Team diesen Punkt. Wie sich jedoch herausstellte, war dies nicht der zweithöchste Gipfel. Östlich des Lapche Kang I liegt ein weiterer, 7'250 m hoher Gipfel, der offiziell als Lapche Kang II identifiziert wurde. Dennoch bezeichnen viele Quellen ihn bis heute fälschlicherweise als 3. Bergspitze.
Der erste und einzige Versuch am Lapche Kang II fand 2016 statt. Ein polnisches Team unter der Leitung von Krzysztof Mularski versuchte den Berg zu besteigen, durfte die Nordroute jedoch aufgrund von Vorgaben der tibetischen Behörden nicht nutzen. Stattdessen schlug die Regierung eine Annäherung von Osten vor, die erhebliche Schwierigkeiten mit sich brachte.
Nach dem Erreichen von 6'600 m richteten die Bergsteiger ihr 3. Lager ein, bevor sie den Schlussanstieg versuchten. Die Route erwies sich jedoch als so anspruchsvoll, dass sie aufgegeben werden musste. Die neue Linie führte über eine 65° steile Schnee- und Eiswand bis auf 6'907 m. Schon kurz nach dem Start wurde klar, dass ein Weitergehen zu riskant war. Die Gruppe brach den Versuch ab; Lapche Kang II blieb unbestiegen.
Apsarasas Kangri I
Höhe: 7'245 m
Lage: China und Indien
Das Apsarasas-Kangri-Massiv, einschliesslich des Gipfels Kangri I, liegt im Siachen Muztagh, einer Untergruppe des östlichen Karakorum. China kontrolliert rund 60 % dieser Bergregion, Indien die übrigen 40 %. Die territorialen Streitigkeiten in diesem Gebiet sind bis heute ungelöst. Indien beansprucht von China kontrollierte Teile, während Pakistan von Indien verwaltete Gebiete bestreitet. Aufgrund dieser politischen Fragen sind viele Berggipfel der Region seit Jahren für Bergsteiger gesperrt.
Wie beim Lapche Kang II gab es auch in diesem Gebiet Verwirrung bei der Nummerierung der Gipfel. Frühe Bergsteiger gingen irrtümlich davon aus, den höchsten Punkt erreicht zu haben, und nannten ihn Apsarasas Kangri I. Nach Eberhard Jurgalski, der über besonders umfassende und präzise Daten zu den höchsten Gipfeln der Welt verfügt, bestiegen sie tatsächlich jedoch Apsarasas Kangri II. Viele Quellen bezeichnen diese Gipfel bis heute falsch.
Tatsächlich besteht Apsarasas Kangri aus 1 Hauptgipfel und mehreren Nebengipfeln. Der höchste und wichtigste ist Apsarasas Kangri I (7'245 m), gefolgt vom Nebengipfel Kangri II (7'239 m).
Apsarasas Kangri II ist der einzige Gipfel des Massivs, der erfolgreich bestiegen wurde. Dies geschah 1976, als ein Team der Universität Osaka in Japan den Südgipfel über den Westgrat erreichte. 8 Bergsteiger waren dort wegen starken Schneefalls und kräftiger Winde 1 Woche lang blockiert. Als sich das Wetter schliesslich besserte, gelang 4 von ihnen die Besteigung des Apsarasas Kangri II.
Apsarasas Kangri I hingegen, der höchste Gipfel in den umstrittenen Grenzgebieten zwischen Indien und China, bleibt unbestiegen.
Tongshanjiabu
Höhe: 7'207 m
Lage: Bhutan und China
Tongshanjiabu trägt einen anspruchsvollen Namen und erreicht 7'207 m. Er liegt an der umstrittenen Grenze zwischen Bhutan und Tibet. Ob derzeit Besteigungsbewilligungen erhältlich sind, ist unklar, da keine jüngeren Versuche dokumentiert wurden. Noch auffälliger ist, dass Tongshanjiabu in der Geschichte des weltweiten Alpinismus kaum erwähnt wird. Direkte Versuche, den Gipfel zu erreichen, sind nicht verzeichnet, und selbst hochwertige Fotografien sind äusserst selten.
Im Jahr 2000 erkundete ein japanisches Team unter der Leitung von Kinichi Yamamori Gipfel in einem wenig bekannten Teil Tibets. Einige davon wurden erfolgreich bestiegen, andere blieben wegen weggespülter Strassen und Lawinengefahr unerreichbar. Im Anschluss an diese Expedition untersuchten 2 Mitglieder nahe gelegene Gebiete. Auf einer Höhe von 5'275 m machten sie die ersten bekannten Fotografien der Flanken mehrerer unbestiegener Gipfel, darunter Tongshanjiabu.
2002 gelang einer südkoreanischen Gruppe als erster die Besteigung des nahe gelegenen Kangphu Kang I, der 7'204 m hoch ist. Danach liess das Interesse an weiteren Gipfeln der Region wegen der schwierigen Bedingungen und fehlender zugänglicher Wege nach. Die Himalayan Association of Japan stellte sogar einen Bewilligungsantrag für Tongshanjiabu, doch der Ausgang bleibt unklar. Offizielle Aufzeichnungen lassen offen, ob ein Versuch unternommen wurde und scheiterte oder ob die Bewilligung vollständig verweigert wurde.
Praqpa Kangri
Höhe: 7'134–7'156 m, je nach Quelle
Lage: Pakistan
Auf Platz 5 der höchsten unbestiegenen Berge der Welt steht Praqpa Kangri, auch Praqpa Ri genannt. Es handelt sich um einen weiteren Gipfel im Karakorum-Gebirge Pakistans, der bislang von keinem Menschen betreten wurde.
Erst 2016 versuchten die kanadische Bergsteigerin Nancy Hansen und der Deutsche Ralf Dujmovits, den Praqpa Kangri zu besteigen, nachdem sie das Shipton-Tilman-Stipendium erhalten hatten. Nancy hatte zu diesem Zeitpunkt 46 der 50 klassischen Kletterrouten Nordamerikas abgeschlossen. Ralf war die 16. Person, die alle Gipfel über 8'000 m erreichte — fast alle ohne zusätzlichen Sauerstoff. Sie verbrachten 2 Monate mit dem Versuch, den Praqpa Kangri zu besteigen. Schliesslich mussten sie den Anstieg auf 6'300 m wegen starken Schneefalls abbrechen.
Ein weiterer dokumentierter Versuch fand 2021 statt. Die Deutschen Martin Sieberer und Simon Messner erreichten den Hauptgipfel wegen steiler Hänge und tiefen Schnees nicht. Sie kamen nur bis auf 6'000 m. Nach der Rückkehr von der Expedition erklärte Messner, die Berghänge seien übermässig steil und lawinengefährdet gewesen. Er betonte zudem, dass gutes Wetter für jeden sicheren Gipfelversuch entscheidend sei.
Mount Kailash
Höhe: 6'638 m
Lage: Tibet, China
Der Mount Kailash ist nicht der höchste unter den unbestiegenen Gipfeln, gehört aber zweifellos zu den bekanntesten und rätselhaftesten. Er liegt im westlichen Teil des tibetischen Hochplateaus und gilt als heilig.
Pilger verschiedener Religionen umrunden den Kailash im Rahmen heiliger Rituale. Nach hinduistischen Legenden besteht der Kailash aus reinem Silber, und Shiva — einer der höchsten Götter des Hinduismus — wohnt auf seinem Gipfel. Buddhisten betrachten den Kailash als Wohnsitz Buddhas in einer seiner Inkarnationen. Jainas — eine aus Indien stammende religiöse Gemeinschaft — glauben, dass ihr erster Heiliger auf diesem Berg moksha, die Befreiung aus dem Kreislauf von Leben und Tod, erlangte. Bonpos — Anhänger der ursprünglichen tibetischen Bon-Religion — verehren den Kailash, weil sie glauben, der Gründer ihres Glaubens sei vom Himmel an diesen heiligen Ort herabgestiegen. Für sie ist der Kailash eine Quelle vitaler Energie.
Trotz seiner grossen Anziehungskraft auf Bergsteiger bleibt der Kailash unbestiegen, vor allem wegen seines heiligen Status. Bis heute gibt es keinen offiziellen Nachweis einer Besteigung.
In den 1920er-Jahren versuchten die Briten Hugh Ruttledge und R.S. Wilson den Kailash. Ruttledge plante einen Aufstieg über den Nordostgrat, kam wegen der Wetterbedingungen jedoch nicht weit. Wilson erkundete den Berg von einer anderen Seite, zusammen mit einem Sherpa namens Tseten, der ihm versicherte, die beste Route zum Gipfel führe über den Südostgrat. Wilson schrieb später, wie starker Schneefall seinen Versuch stoppte und ihn zum Abbruch zwang.
Weitere Erwähnungen des Kailash finden sich in den Arbeiten des österreichischen Schriftstellers und Bergsteigers Herbert Tichy. 1936 plante auch er in der Nähe des Berges eine Besteigung. Als er Einheimische zu seinen Plänen befragte, antwortete ein religiöser Führer:
"Nur ein Mensch, der vollkommen frei von Sünde ist, könnte den Kailash besteigen. Und er müsste dazu nicht einmal die steilen Eiswände erklimmen. Er würde sich einfach in einen Vogel verwandeln und zum Gipfel fliegen."
Nyima Samkar, "Mount Kailash: The White Mirror Ngari, Tibet"
Später, in den 1980er-Jahren, erhielt der bekannte italienische Alpinist Reinhold Messner von der chinesischen Regierung die Erlaubnis, den Kailash zu besteigen. Aus Respekt vor den lokalen religiösen Werten brach er das Vorhaben jedoch schliesslich ab.
Der jüngste Versuch, den grossen tibetischen Berg zu besteigen, fand 2001 statt. Ein spanisches Team reichte einen Bewilligungsantrag ein, der unter religiösen Anhängern erhebliche Empörung auslöste. Die chinesischen Behörden sahen sich gezwungen, den Antrag abzulehnen, und untersagten danach alle künftigen Versuche, den Gipfel zu erreichen. Bis heute bleibt der Kailash einer der rätselhaftesten und am stärksten geschützten Gipfel der Welt.
Karjiang I: ein ehemals unbestiegener Gipfel
Bis vor Kurzem zählte Karjiang I mit 7'221 m zu den höchsten unbestiegenen Gipfeln. Der in Tibet nahe der Grenze zu Bhutan gelegene südliche Hauptpunkt war über Jahre hinweg unzugänglich geblieben. 1986 und 2001 wurden Versuche unternommen, doch beide Expeditionen scheiterten. 2010 erhielten die amerikanischen Bergsteiger Joseph Puryear und David Gottlieb keine Bewilligung für eine Besteigung des Karjiang I. Sie verlagerten ihre Pläne auf Lapche Kang, wo Joseph Puryear tragisch ums Leben kam.
Am 14. August 2024 wurde der zuvor als kaum bezwingbar geltende Karjiang I erstmals bestiegen, und zwar von den chinesischen Bergsteigern Liu Yang und Song Yuancheng. Diese Leistung beendete eine jahrzehntelange Reihe von Versuchen an einem der unzugänglichsten Gipfel der Welt.
Warum gibt es noch immer unbestiegene Berge?
Der wichtigste Grund dafür, dass es auf der Erde noch immer unbestiegene Gipfel gibt, ist nicht allein ihre Höhe, sondern ihre geografische Abgeschiedenheit und Unzugänglichkeit. Bergexpeditionen im Himalaya sind aufgrund logistischer Herausforderungen sehr kostspielig, darunter der Transport in abgelegene Gebiete, spezialisierte Ausrüstung, die Verpflichtung von Guides und das Einholen von Bewilligungen.
Hinzu kommt, dass einige Gipfel wegen ihrer religiösen Bedeutung für Besteigungen gesperrt sind. Territoriale Streitigkeiten erschweren den Zugang zusätzlich, weil Bergsteiger dadurch keine Bewilligungen erhalten. Sollten sich solche politischen Hindernisse künftig lösen lassen, könnten bald neue alpinistische Leistungen bekannt werden. Viele dieser Gipfel bleiben jedoch äusserst schwierig zu erreichen.
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