Anreise, Unterkünfte, lokale Küche und die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Stone Town auf Sansibar.
Sansibar zählt 2025–2026 zu den beliebtesten Strandreisezielen. Türkisfarbenes Wasser im Indischen Ozean, feiner weisser Sand und Sonnenuntergänge, die sich gut fotografieren lassen, ziehen jedes Jahr Hunderttausende Reisende an. Der eigentliche Charakter des Archipels zeigt sich jedoch in seiner historischen Hauptstadt Stone Town. In der alten Architektur sind bis heute die Spuren arabischer und indischer Händler sowie späterer europäischer Kolonialmächte erkennbar: massive geschnitzte Türen, filigrane Balkone und verborgene Innenhöfe. So ist das Stadtzentrum zu einem lebendigen Freilichtmuseum geworden.
Wie gelangen Sie nach Stone Town, wo übernachten Sie am besten, wo probieren Sie authentische Küche, und was sollten Sie sehen, um die Geschichte Sansibars und seine Kultur besser zu verstehen? Dieser Reiseführer fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
Kurzer historischer Überblick
Stone Town ist das historische Zentrum von Zanzibar City, der Hauptstadt des Sansibar-Archipels. Die Stadt liegt an der Westküste der Hauptinsel und war lange das politische und wirtschaftliche Zentrum der Region. 1856 wurde Stone Town zur Hauptstadt des unabhängigen Sultanats Sansibar, das damals dank des Handels mit Gewürzen – und leider auch mit versklavten Menschen – florierte.
Auch nachdem Sansibar britisches Protektorat geworden war, behielt die Stadt ihre Rolle als wichtigstes Zentrum des Archipels. Als sich 1964 Tanganjika und Sansibar – zusammen mit der Insel Pemba – zur Vereinigten Republik Tansania zusammenschlossen, blieb Sansibar innerhalb des neuen Staates teilautonom, und Stone Town blieb Sitz der lokalen Regierung.
Anreise nach Stone Town auf Sansibar
Die meisten Reisenden landen am Abeid Amani Karume International Airport, der nur rund 20 Fahrminuten vom historischen Zentrum entfernt liegt.
Vor dem Terminal stehen Taxis bereit; die Fahrt nach Stone Town kostet meist etwa USD 15, nachts etwas mehr. Wichtig ist, keine nicht lizenzierten Fahrer zu nutzen, da der Endpreis sonst unerwartet steigen kann. Nehmen Sie nur offizielle Taxis.
Am zuverlässigsten ist ein privater Transfer, den Ihr Hotel organisiert. Der Fahrer erwartet Sie mit einem Schild mit Ihrem Namen und hilft beim Gepäck.
Wenn Sie bereits in Tansania sind, ist der Flug nicht die einzige Möglichkeit, nach Sansibar zu gelangen. Fähren verkehren zum Beispiel ab Dar es Salaam. Die Überfahrt dauert etwa 2 Stunden, ein Billett kostet in der Regel USD 35–50 pro Strecke. Die Fähre kommt direkt im Hafen von Stone Town an; von dort erreichen Sie die Altstadt in rund 5 Minuten zu Fuss. Der Wellengang kann zeitweise kräftig sein, deshalb können Tabletten gegen Reisekrankheit sinnvoll sein.
Die bequemsten Flüge ab Europa haben meist 1 Umsteigeverbindung, etwa mit Turkish Airlines, Qatar Airways, Etihad und weiteren Fluggesellschaften. Direktflüge zum Abeid Amani Karume International Airport gibt es ebenfalls, in der Regel jedoch nur während der Hauptsaison.
Unterkünfte in Stone Town
Stone Town auf Sansibar bietet Hostels, Hotels und 5-Sterne-Unterkünfte für unterschiedliche Budgets. Viele Reisende verbringen direkt nach der Ankunft im Archipel 1–2 Nächte hier, um die Stadt kennenzulernen, sich an das Klima zu gewöhnen und danach an ein Strandresort weiterzureisen.
Die Auswahl ist breit: restaurierte arabische Stadthäuser aus dem 19. Jahrhundert mit hohen Decken und geschnitzten Balkonen ebenso wie moderne Hotels mit Dachterrassen. Die meisten Unterkünfte verfügen über Klimaanlage, Moskitonetze und Flughafentransfers. Nachfolgend einige Beispiele in verschiedenen Preisklassen.
- Lost & Found Zanzibar – ein einfaches, aber gepflegtes Hostel mitten im Zentrum von Stone Town. Geeignet für Reisende mit kleinerem Budget. Die Auswahl reicht vom Bett im Schlafsaal bis zum privaten Zimmer. Richtpreise: USD 20–35 pro Nacht für 2 Personen in der Nebensaison und USD 35–60 in der Hauptsaison.
- Dhow Palace Hotel – ein klassisches Hotel in einem historischen Gebäude mit Dachterrasse und kleinem Pool. Eine solide Mittelklasse-Option mit guten Bewertungen. Die Preise für ein Standard-Doppelzimmer liegen meist bei USD 75–120 in der Nebensaison und USD 100–180 in der Hauptsaison.
- Park Hyatt Zanzibar – ein Hotel im oberen Segment mit elegantem Interieur, aufmerksamem Service und hohem Komfort, direkt im Zentrum von Stone Town. Grosszügige Zimmer mit Terrassen blicken entweder auf den Indischen Ozean oder über die Stadt. Die Preise beginnen bei USD 500 pro Nacht in der Nebensaison und bei USD 800–1'000 in der Hauptsaison.
Eine frühzeitige Buchung ist besonders in der Hauptsaison sehr empfehlenswert. Ohne Reservation anzureisen und erst vor Ort nach einer Unterkunft zu suchen, ist realistisch nur von Ende März bis Mai, während der langen Regenzeit. Dann sind deutlich weniger Reisende unterwegs, und die Unterkunftspreise können um 30–50 % sinken.
Lokale Küche auf Sansibar
Die Küche Sansibars entstand an der Schnittstelle ostafrikanischer, arabischer, indischer und europäischer Traditionen. Viele lokale Gerichte verbinden frische Meeresfrüchte, Reis, Currys und verschiedene Gewürze – Nelken, Kardamom, Kurkuma und Koriander. Ein guter Einstieg ist der Forodhani-Nachtmarkt, wo Sie die bekannte Sansibar-Pizza und weitere lokale Street-Food-Spezialitäten probieren können.
Für ein entspanntes Frühstück, Mittag- oder Abendessen bietet Stone Town zahlreiche gute Adressen: von einfachen familiengeführten Cafés mit lokalem Charakter bis zu eleganten Restaurants mit auserlesenen Menüs und weitem Blick über den Indischen Ozean bei Sonnenuntergang.
Lukmaan Restaurant – für jedes Budget
Lukmaan gehört zu den bekanntesten und preiswertesten Lokalen in Stone Town und ist bei Gästen wie Einheimischen beliebt. Im Kern ist es ein unkompliziertes lokales Restaurant mit traditionellen Gerichten aus Sansibar. Viele halten das mishkaki – gegrillte Spiesschen im Sansibar-Stil – und das Seafood-Biryani hier für die besten der Stadt. Besucher loben die grossen Portionen und fairen Preise; eine sättigende Mahlzeit kostet oft nur USD 5–8.
Stone Town Cafe – mittleres Budget
Stone Town Cafe ist eine beliebte Adresse mit abwechslungsreicher Karte für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Neben lokalen Gerichten gibt es vertraute westliche Optionen wie Burger. Das Café liegt im Stadtzentrum, nahe bei wichtigen Sehenswürdigkeiten. Die Atmosphäre ist entspannt, der Kaffee sehr gut, und die Desserts sind hausgemacht. Empfohlen werden Oktopus in Kokos-Curry, Chicken Quesadillas und der hauseigene Caramel Pudding. Ein Abendessen für 2 Personen mit Getränken kostet in der Regel etwa USD 20–30.
Cape Town Fish Market Zanzibar – Abendessen bei Sonnenuntergang
Cape Town Fish Market Zanzibar zählt zu den beliebtesten Restaurants der Insel. Es liegt direkt am Wasser, unmittelbar neben den Forodhani Gardens. Auf der Karte stehen zahlreiche Fisch- und Meeresfrüchtegerichte sowie asiatische und europäische Optionen, darunter Sushi, Sashimi und Fish & Chips. Ein Abendessen für 2 Personen kostet meist etwa USD 70–140. Die entspannte Atmosphäre, Livemusik am Abend und der Blick auf den Ozean machen den Besuch besonders stimmungsvoll.
Emerson Spice Rooftop Tea House – für einen besonderen Abend
Emerson Spice Rooftop Tea House ist das Dachterrassen-Restaurant im Emerson Spice Hotel. Es gehört zur gehobenen Kategorie, was sich auch in den Preisen zeigt. Angeboten werden Degustationsmenüs mit 5–7 Gängen und frischen Meeresfrüchten. Das Abendessen kostet etwa USD 40 pro Person, Getränke nicht eingeschlossen, ist seinen Preis aber wert. Das tropische Interieur mit Elementen kolonialer Architektur schafft eine eigene Atmosphäre, während der Blick von der Terrasse über die Altstadt das Dinner bei Sonnenuntergang sehr romantisch wirken lässt.
Sehenswürdigkeiten in Stone Town: Top 10
Trotz ihrer kompakten Grösse bewahrt Stone Town historische Architektur, in der arabische, indische, persische und europäische Einflüsse sichtbar sind. In 1–2 Tagen lassen sich die wichtigsten Orte gut besuchen – darunter das Geburtshaus von Freddie Mercury, der ehemalige Sklavenmarkt mit Denkmal und anglikanischer Kirche, das Old Fort und weitere Stationen.
Türen von Sansibar
- Eintritt: kostenlos
- Lage: verteilt im historischen Zentrum – besonders im Shangani-Viertel und in den umliegenden Strassen
- Öffnungszeiten: 24 Stunden
Die geschnitzten Türen von Stone Town sind das charakteristische Merkmal der Altstadt. Diese massiven Doppeltüren, oft mehr als 2 m hoch, galten einst als Statussymbol: Je wohlhabender der Hausbesitzer, desto aufwendiger die Ornamentik. Die prächtigsten Türen waren mit Koranversen sowie Schnitzereien von Fischen, Lotosblüten und Ketten verziert – Symbole für Wohlstand und Schutz vor bösen Geistern.
Der indische Einfluss zeigt sich in floralen Motiven und in den markanten Metallspitzen, die Türen vor Elefanten schützen sollten – ein Element aus der indischen Architektur. Der arabische Stil wirkt dagegen meist geometrischer und zurückhaltender.
Heute leiden viele dieser Türen unter Feuchtigkeit und salzhaltiger Meeresluft; die besten Beispiele werden deshalb nach und nach restauriert. Häufig sind sie Teil geführter Rundgänge von etwa 2 Stunden, bei denen Guides die interessantesten Türen und ihre Geschichten erklären.
Freddie Mercury Museum
- Eintritt: USD 10 für Erwachsene, USD 6 für Kinder unter 12 Jahren
- Lage: 57 Kenyatta Rd
- Öffnungszeiten: täglich 10.00–18.00 Uhr
Das Freddie Mercury Museum in Stone Town widmet sich den Sansibar-Jahren des Musikers. Freddie Mercury hiess mit bürgerlichem Namen Farrokh Bulsara. Er wurde 1946 in eine parsisch-zoroastrische Familie geboren und verbrachte die ersten 8 Jahre seines Lebens auf der Insel.
Das kleine Gebäude im Shangani-Viertel wurde 2019 in das Mercury House umgewandelt. Die Ausstellung ist kompakt, aber sehr persönlich. Zu sehen sind Kindheitsfotos, Schulhefte, eine Rekonstruktion seines Zimmers, frühe Schallplatten und Gitarren sowie Briefe und Erinnerungen von Schulfreunden.
Ein eigener Abschnitt behandelt die Revolution von 1964, durch die die Familie die Insel rasch verlassen und nach Grossbritannien ziehen musste.
Christ Church Cathedral
- Eintritt: USD 5 (inklusive Zugang zum Sklavereimuseum und Guide)
- Lage: Mkunazini Road
- Öffnungszeiten: täglich 8.00–18.00 Uhr
Die anglikanische Christ Church Cathedral steht auf dem Gelände des früheren Sklavenmarkts, einst Drehscheibe des Sklavenhandels in ganz Ostafrika. Der Bau begann 1873, kurz nachdem Sultan Barghash unter Druck der britischen Behörden die Sklaverei offiziell verboten hatte, und wurde 1880 abgeschlossen. Errichtet wurde die Kirche von befreiten Sklaven unter Aufsicht von Bischof Edward Steere.
In der Nähe, im Hof, steht ein eindrückliches Denkmal der schwedischen Künstlerin Clara Sörnäs. Es zeigt 5 Figuren in einer Grube, von denen nur die Köpfe aus dem Boden ragen.
Zanzibar Slave Museum
- Eintritt: USD 5 (inklusive Guide sowie Zugang zur Kathedrale und zu den Kammern)
- Lage: Mkunazini St.
- Öffnungszeiten: täglich 10.00–18.00 Uhr
Das Slave Museum in Stone Town befindet sich auf dem Gelände der Christ Church Cathedral. Ein Besuch umfasst in der Regel die Hauptausstellung, die die dunkle Vergangenheit der Insel nachzeichnet. Im Rahmen der Führung steigen Besucher in unterirdische Kammern hinab und sehen die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Tausende versklavte Menschen vor dem Verkauf festgehalten wurden. Die Decken liegen tiefer als die durchschnittliche Körpergrösse, die Luft ist stickig, und an den Wänden sind noch Spuren von Ketten und eingeritzten Inschriften zu sehen. Zur Ausstellung gehören auch historische Fotos von Sklavenauktionen, Tagebücher von Missionaren, Fussfesseln und verschiedene Dokumente zur Geschichte der Sklaverei auf Sansibar.
Old Fort
- Eintritt: kostenlos
- Lage: Uferpromenade, Mizingani Road
- Öffnungszeiten: täglich 8.00–22.00 Uhr
Das Old Fort ist das älteste Steingebäude in Stone Town. Es wurde zwischen 1698 und 1701 von arabischen Siedlern erbaut. Die Wehrmauern sind bis zu 3 m hoch.
Die Festung liegt direkt neben den Forodhani Gardens. Im 19. Jahrhundert wurde sie in ein Gefängnis mit Kasernen umgewandelt, später nutzten die Briten sie als Eisenbahnwerkstatt. Heute dient sie als wichtigstes Kulturzentrum der Stadt. Im Inneren befindet sich ein Hof mit Souvenirgeschäften und einem Amphitheater. Abends finden hier Konzerte statt, und im Februar wird das bekannte Sauti za Busara Festival auf Sansibar ausgetragen.
Während Ihres Besuchs können Sie auf die Mauern steigen und über den Hafen sowie die Altstadt blicken. Von genau diesem Aussichtspunkt aus beschossen britische Schiffe 1873 den Palast des Sultans – nur 38 Minuten lang. Das Ereignis wurde später als kürzester Krieg der Geschichte bekannt.
Forodhani Gardens
- Eintritt: kostenlos
- Lage: Uferpromenade nahe dem Old Fort, Forodhani St.
- Öffnungszeiten: 24 Stunden
Der kleine Park liegt an der Meeresfront direkt gegenüber dem Old Fort und hiess ursprünglich Jubilee Gardens. 1935 feierte König George V sein Silberjubiläum – 25 Jahre auf dem Thron. Sansibar stand damals unter britischem Schutz, und der regierende Sultan Khalifa bin Harub galt als einer der loyalsten Verbündeten Londons in der Region. Aus diesem Anlass beschloss die britische Verwaltung, die Uferzone neu zu gestalten und einen Park anzulegen, der 1936 offiziell eröffnet wurde. Später erhielt er den Namen Forodhani Gardens, was auf Swahili Ort der Ausschiffung bedeutet.
Der Park wurde 2009 vollständig renoviert. Die ursprüngliche Anlage blieb erhalten, ergänzt wurden lange Steinbänke; ausserdem restaurierte man 6 Kanonen aus dem 18. Jahrhundert, die einst die Küste schützten.
Tagsüber ist es hier ruhig und unter Palmen schattig. Bei Sonnenuntergang verwandeln sich die Gärten in einen lebhaften Nachtmarkt. Strassenhändler verkaufen gegrillte Meeresfrüchte, darunter frischen Oktopus, Hummer, Thunfisch und Crevetten. Die Preise liegen bei nur USD 2–3 pro Portion. Zu dieser Zeit kommen Reisende und Einheimische zusammen, Musik ist zu hören, und der Platz füllt sich mit dem Licht der Laternen.
St. Joseph’s Cathedral
- Eintritt: kostenlos (eine kleine Spende von USD 2–3 kann erbeten werden)
- Lage: Cathedral St.
- Öffnungszeiten: täglich 8.00–18.00 Uhr (Sonntagsgottesdienste um 7.00, 9.00 und 18.00 Uhr)
Die einzige katholische Kirche der Stadt ist an ihren 2 schlanken, 25 m hohen Türmen leicht zu erkennen. Sie wurde zwischen 1893 und 1898 von französischen Missionaren erbaut; ihre Architektur zeigt klar romanische Einflüsse. Während der Revolution von 1964 blieb die Kathedrale unversehrt – ihr Status als heiliger Ort trug zu ihrem Erhalt bei. Heute finden Gottesdienste auf Swahili und Englisch für die kleine katholische Gemeinschaft der Insel statt.
Während Ihres Besuchs können Sie auf einen der Türme steigen; von dort bietet sich einer der besten Panoramablicke über Stone Town. Die Tür zum Glockenturm ist normalerweise verschlossen, doch wenn Sie einen der Aufseher höflich fragen, dürfen Sie oft hinauf.
Persische Bäder von Hamamni
- Eintritt: USD 3 (mit Guide).
- Lage: Hamamni St.
- Öffnungszeiten: täglich 9.00–18.00 Uhr.
Dies sind die einzigen erhaltenen öffentlichen Bäder aus dem 19. Jahrhundert auf Sansibar. Sultan Barghash ibn Said liess sie zwischen 1870 und 1888 in typisch persischem Stil errichten. Die Anlage verfügt über Kuppeldecken, Marmorbecken und ein für die damalige Zeit fortschrittliches System zur Wassererwärmung und Entwässerung, das ohne Pumpen funktionierte.
Vor der Revolution von 1964 wurden die Bäder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt. Danach standen sie viele Jahre leer und wurden erst in den 1990er-Jahren restauriert; originale Mosaike, geschnitzte Türen und Marmorbänke wurden nachgebildet. Heute sind die Bäder nicht mehr in Betrieb. Sie können nur im Rahmen einer geführten Besichtigung besucht werden und sind als Kulturerbe erhalten.
Darajani Market
- Eintritt: kostenlos
- Lage: Darajani St.
- Öffnungszeiten: täglich 5.00–22.00 Uhr (Stosszeiten: 6.00–10.00 Uhr und nach 16.00 Uhr)
Darajani ist der wichtigste Markt von Stone Town und von Sansibar insgesamt. Das zentrale Gebäude wurde 1904 von den Briten errichtet und dient heute als Handelszentrum der Stadt, das Menschen aus der ganzen Insel anzieht. Vom frühen Morgen bis in den späten Abend herrscht hier Betrieb: Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Früchte, Gemüse, Gewürze, Stoffe und zahllose weitere Waren werden angeboten.
Die Preise für Souvenirs aus Sansibar, darunter traditionelle Kanga-Stoffe, Sandalen und geschnitzte Ebenholzfiguren, sind deutlich tiefer als in den Touristengeschäften der Stadt. Hinter dem Markt beginnt ein Netz enger Strassen mit Schneidereien und kleinen Antiquitätengeschäften. Am angenehmsten ist ein Besuch früh am Morgen oder gegen Sonnenuntergang, wenn die Hitze nachlässt.
Dhau-Bootsfahrt
- Preis: USD 25–40 pro Person in einer Gruppe; die private Bootsmiete für eine kleine Gruppe kostet etwa USD 90–150
- Lage: Hafen von Sansibar
- Betriebszeiten: täglich ab 16.00–17.00 Uhr (Dauer etwa 2 Stunden, bis Sonnenuntergang)
Eine schöne Art, einen romantischen Abend in Stone Town zu verbringen. Eine Dhau ist ein traditionelles arabisches Segelboot mit dreieckigem Segel. Während der Fahrt gleiten Sie entlang der Uferpromenade und passieren das Old Fort. An Bord gibt es meist bequeme gepolsterte Sitzplätze sowie frische Früchte und Getränke. Die Fahrt dauert rund 2 Stunden und endet bei Sonnenuntergang, wenn die rote Sonne im Ozean versinkt und am Ufer die Lichter angehen.
Bemerkenswert ist, dass Dhaus bis heute von lokalen Fischern genutzt werden. Ihre Bauweise – mit Messingbeschlägen und dreieckigem Segel – hat sich über Jahrhunderte weitgehend erhalten. Boote für touristische Fahrten sind jedoch zusätzlich mit einem kleinen Motor ausgestattet, falls der Wind ausbleibt.
Häufige Fragen
An der Westküste Sansibars, wo Stone Town liegt, ist das Klima tropisch, feucht und ganzjährig heiss. Die lange Regenzeit dauert von Mitte März bis Ende Mai, eine kürzere Regenphase folgt im November. Die besten Reisezeiten für Sansibar sind die trockene, vergleichsweise kühlere Saison von Juni bis Oktober sowie die warme, sonnige Zeit von Dezember bis Februar.
Sansibar gilt allgemein als sicher. Stone Town zählt zu den ruhigeren touristischen Reisezielen Ostafrikas. Übliche Vorsichtsmassnahmen reichen aus: Lassen Sie keine Wertsachen unbeaufsichtigt und zeigen Sie keine grösseren Bargeldbeträge. Strassenverkäufer können hartnäckig sein, sind aber nicht aggressiv.
In Stone Town selbst lassen sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuss erkunden. Verkehrsmittel werden erst für Fahrten ausserhalb der Altstadt nötig. Ein Taxi auf die andere Seite der Insel kostet je nach Saison etwa USD 60–90.
Es gibt auch Dala-Dala, lokale Minibusse. Eine Fahrt kostet meist USD 1–3, ist aber nicht die komfortabelste Option – oft ist es voll, heiss, und es gibt keinen festen Fahrplan. Am bequemsten sind Hoteltransfers. Ein Mietwagen ist ebenfalls möglich, doch die Strassen auf Sansibar sind schmal und uneben, und der Fahrstil kann aggressiv sein, was die Fahrt unsicher machen kann.
In Wechselstuben und Banken im Zentrum von Stone Town. Beachten Sie, dass US-Dollar zwar weitgehend akzeptiert werden, ältere Banknoten aus der Zeit vor 2009 jedoch abgelehnt werden können. Am sichersten sind Scheine ab 2012. Die Wechselkurse am Flughafen und in Hotels sind deutlich weniger günstig. In Stone Town gibt es auch Bancomaten, diese verlangen jedoch oft hohe Bezugsgebühren.
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