Der Kilimandscharo liegt auf 5'895 m ü. M. Sein höchster Punkt, der Uhuru Peak, befindet sich am Kraterrand des Kibo, dem höchsten der 3 Vulkankegel des Berges.
Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas und der höchste freistehende Berg der Welt. Anders als Gipfel, die Teil eines grossen Gebirges sind, erhebt er sich relativ isoliert über den umliegenden Ebenen. Jedes Jahr kommen tausende Menschen, um den Kilimandscharo zu besteigen. Dieser Beitrag beantwortet die häufigsten Fragen zur Höhe des Kilimandscharo, zum Höhengewinn, zu den Ausgangspunkten der Besteigung und zu weiteren Details.
Wie hoch ist der Kilimandscharo?
Die Angabe von 5'895 m ü. M. bezeichnet die Höhe des Kilimandscharo über Meer. Sie ist nicht gleichbedeutend mit dem gesamten Höhengewinn, den ein Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel bewältigt.
Von den umliegenden Ebenen aus erhebt sich der Kilimandscharo um rund 4'877 m. Dieser ausgeprägte Höhenunterschied gehört zu den prägenden Merkmalen des Berges und erklärt, weshalb der Kilimandscharo so mächtig wirkt, obwohl sein Gipfel niedriger ist als jene der höchsten Berge der Welt.
Seine isolierte Lage und der markante Anstieg über die umliegende Landschaft machen den Kilimandscharo zugleich zum höchsten freistehenden Berg der Welt.
Wie hoch ist der Kilimandscharo in Metern?
Diese Angaben beziehen sich auf die Gipfelhöhe über Meer.
Wo liegt der höchste Punkt des Kilimandscharo?
Uhuru Peak
Uhuru Peak ist der höchste Punkt des Kilimandscharo. Er liegt am südlichen Kraterrand des Kibo und markiert den Endpunkt der üblichen Trekkingrouten.
Vom Gipfelbereich fällt das Gelände in den weiten Vulkankrater des Kibo ab. Im Krater liegen mehrere geologische Strukturen, darunter der Reusch Crater und der Ash Pit. Auf den oberen Hängen des Kibo befindet sich auch der grösste Teil des noch verbliebenen Eises und Schnees am Berg.
Uhuru Peak ist sowohl der höchste Punkt Tansanias als auch der höchste Punkt des afrikanischen Kontinents. Für Bergsteiger bedeutet der Gipfelerfolg in der Regel, am Schild des Uhuru Peak zu stehen, bevor der Abstieg aus dem Gipfelbereich beginnt.
Kibo, Mawenzi und Shira
Der Kilimandscharo besteht aus 3 Vulkankegeln, die in verschiedenen Phasen der Berggeschichte entstanden sind: Kibo, Mawenzi und Shira.
- Kibo – 5'895 m am Gipfel. Er ist der grösste der 3 Kegel und der einzige mit einem vergleichsweise breiten, zugänglichen Gipfelbereich.
- Mawenzi – 5'149 m. Seine stark erodierten Grate, Zacken und steilen Felswände geben ihm ein deutlich raueres Erscheinungsbild als Kibo.
- Shira – rund 3'962 m an seinem höchsten verbliebenen Punkt. Ein grosser Teil des ursprünglichen Kegels ist eingestürzt oder erodiert; zurückgeblieben ist das weite Shira-Plateau.
Die 3 Kegel zeigen sehr unterschiedliche Landschaften. Kibo besitzt breite obere Hänge rund um seinen Krater, Mawenzi wird von scharfen vulkanischen Felsformationen geprägt, während Shira durch Erosion und vulkanischen Kollaps zu einem Plateau reduziert wurde.
Mawenzi ist nicht Teil der regulären Kilimandscharo-Trekkingrouten. Die Besteigung seiner höheren Bereiche führt durch ausgesetztes, technisches Gelände und erfordert alpinistische Kenntnisse sowie eine Bewilligung der Verwaltung des Kilimandscharo-Nationalparks.
Wie wurde die Höhe des Kilimandscharo gemessen?
Die Höhe des Kilimandscharo wurde mehrmals vermessen, wobei leicht unterschiedliche Ergebnisse entstanden. Diese Abweichungen bedeuten nicht, dass sich die Höhe des Berges selbst verändert hat. Sie gehen vor allem auf präzisere Vermessungsmethoden, veränderte Referenzsysteme und unterschiedliche Berechnungsweisen der Höhe zurück.
Frühe Schätzungen lagen über dem heute verwendeten Wert. Während der Expedition von 1889 schätzte der deutsche Geograf Hans Meyer die Höhe des Kilimandscharo auf mehr als 6'000 m.
Eine britische Vermessung im Jahr 1952 ergab eine Höhe von 5'895 m, die anschliessend zur gebräuchlichen Angabe für den Berg wurde.
Spätere GPS-gestützte Vermessungen ergaben etwas niedrigere Werte. Eine Vermessung von 1999 berechnete beispielsweise eine orthometrische Höhe von rund 5'892,55 m. Auch weitere spätere Messungen verorteten den Gipfel unterhalb von 5'895 m.
Der Unterschied hängt teilweise damit zusammen, wie Höhe definiert und gemessen wird. GPS bestimmt eine Position relativ zu einer mathematischen Referenzfläche, dem Ellipsoid. Die Höhe eines Berges wird dagegen normalerweise als orthometrische Höhe in Bezug auf den mittleren Meeresspiegel angegeben. Um eine GPS-Messung in eine orthometrische Höhe umzurechnen, braucht es ein Geoidmodell; verschiedene Modelle können leicht unterschiedliche Resultate liefern.
In der Praxis bleibt 5'895 m ü. M. die Standardangabe für den Kilimandscharo.
Wie hoch ist der Kilimandscharo im Vergleich zu den Seven Summits?
Mit 5'895 m ü. M. ist der Kilimandscharo der vierthöchste der Seven Summits, also der jeweils höchsten Berge der Kontinente. Er ist niedriger als der Mount Everest, der Aconcagua und der Denali, aber höher als der Elbrus, der Mount Vinson und der Puncak Jaya.
Wie viele Höhenmeter legen Sie bei der Kilimandscharo-Besteigung zurück?
Die Gipfelhöhe des Kilimandscharo von 5'895 m ü. M. entspricht nicht dem Höhengewinn, den ein Bergsteiger während des Trekkings zurücklegt. Da alle Routen deutlich über Meer beginnen, ist der tatsächliche Höhengewinn erheblich kleiner.
Ausgangshöhen am Kilimandscharo
Die Ausgangshöhe unterscheidet sich je nach Route deutlich:
- Machame-Route: beginnt auf 1'740 m ü. M.
- Rongai-Route: beginnt auf 1'950 m ü. M.
- Lemosho-Route: beginnt auf 2'100 m ü. M. bei 8-tägigen Programmen oder auf 3'414 m ü. M. bei 6- bis 7-tägigen Programmen
- Marangu-Route: beginnt auf 1'860 m ü. M.
- Umbwe-Route: beginnt auf 1'800 m ü. M.
Dieser Unterschied ist beim Vergleich der Routen wichtig, doch ein höherer Startpunkt bedeutet nicht automatisch eine leichtere Besteigung. Die Akklimatisierung hängt stärker davon ab, wie schnell Sie Höhe gewinnen und wie viel Zeit Sie in grösserer Höhe verbringen.
Wie gross ist der Höhengewinn?
Der theoretische Höhengewinn vom Startpunkt einer Route bis zum Uhuru Peak liegt je nach Route und Reiseplan zwischen rund 2'500 und 4'150 m. Die tatsächlich zu Fuss bewältigten Höhenmeter können etwas höher sein.
Hinweis des Spezialisten: Ein Vorteil des Kilimandscharo ist, dass Sie während des grössten Teils der Besteigung entweder Höhe gewinnen oder vergleichsweise ebenes Gelände queren, mit relativ wenig Höhenverlust. Dadurch ist auch der Abstieg vom Uhuru Peak vergleichsweise direkt: Sobald Sie den Gipfel verlassen, geht es grösstenteils bergab. Wenn es Ihnen nicht gut geht, müssen Sie nicht zwingend die ganze Route zurückgehen. Von jedem Camp aus können Sie zu einem Parkausgang absteigen und erreichen diesen in der Regel innerhalb von 5 bis 8 Stunden, abhängig von Standort und Zustand.
Wie wirkt sich die Höhe des Kilimandscharo auf Bergsteiger aus?
Am Kilimandscharo ist die Höhe die zentrale körperliche Herausforderung der Besteigung. In grösserer Höhe ist der Luftdruck niedriger, und der Körper erhält mit jedem Atemzug weniger Sauerstoff. Je höher ein Bergsteiger kommt, desto wichtiger wird die Akklimatisierung.
Im Unterschied zu einem technisch anspruchsvollen Berg verlangt der Kilimandscharo keine Seile, keine Kletterausrüstung und keine fortgeschrittenen alpinistischen Fähigkeiten. Die Schwierigkeit entsteht vor allem dadurch, dass Sie über mehrere Tage bis in extreme Höhe aufsteigen und anschliessend den letzten Anstieg zum Uhuru Peak bewältigen.
Deshalb ist die Anzahl Tage am Berg entscheidend. Längere Programme von mindestens 7 Tagen verteilen den Aufstieg auf mehr Zeit und geben dem Körper vor dem Gipfelversuch mehr Gelegenheit, sich anzupassen. Anders gesagt: Bei der Höhe des Kilimandscharo ist oft wichtiger, wie schnell Sie diese Höhe erreichen, als die Höhe selbst.
Häufige Fragen zur Höhe des Kilimandscharo
Der Kilimandscharo liegt am Uhuru Peak, seinem höchsten Punkt, auf 5'895 m ü. M. Zugleich erhebt er sich rund 4'877 m über die umliegenden Ebenen. Für einen freistehenden Berg ist dieser Höhenunterschied ausserordentlich gross.
Die Gipfelhöhe des Kilimandscharo beträgt 5'895 m ü. M. Uhuru Peak, am Kraterrand des Kibo, ist der höchste Punkt des Berges.
Der Kilimandscharo ist am Uhuru Peak 5'895 m ü. M. hoch. Dies ist die allgemein verwendete Höhenangabe, auch wenn moderne Messungen leicht abweichen können.
Uhuru Peak ist mit 5'895 m ü. M. der höchste Punkt des Kilimandscharo. Er liegt am Kraterrand des Kibo, des grössten und höchsten der 3 Vulkankegel des Kilimandscharo, und ist zugleich der höchste Punkt Afrikas.
Ja. Der Uhuru Peak des Kilimandscharo erreicht 5'895 m ü. M.; Batian, der höchste Gipfel des Mount Kenya, liegt auf 5'199 m ü. M.
Der Höhengewinn hängt von der Route und vom Ausgangspunkt ab. Das Machame Gate liegt zum Beispiel auf rund 1'740 m ü. M.; bis zum Uhuru Peak ergibt sich daraus ein Netto-Höhengewinn von etwa 4'155 m. Bei 6- bis 7-tägigen Lemosho-Programmen, die auf rund 3'414 m ü. M. beginnen, beträgt der Netto-Höhengewinn ungefähr 2'481 m. Die Kilimandscharo-Routen weisen insgesamt relativ wenig Höhenverlust auf; der grösste Teil der Besteigung führt entweder weiter in die Höhe oder über vergleichsweise ebenes Gelände.
Nein. Der Mount Everest ist mit 8'848 m ü. M. der höchste Berg der Welt. Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas und der höchste freistehende Berg der Welt.
Der Gipfel des Kilimandscharo liegt auf 5'895 m ü. M.; der Mount Everest erreicht 8'848 m ü. M. Damit ist der Everest 2'953 m höher. Trotz dieses Unterschieds weist der Kilimandscharo eine bemerkenswerte relative Höhe auf, weil er vergleichsweise isoliert steht und nicht Teil einer grossen Gebirgskette ist.
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