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Solo reisen als Frau: 13 eindrucksvolle und sichere Reiseziele

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Lesezeit: 17 Min.
Über Tansania Über Tansania

Solo reisen als Frau liegt im Trend: Rund 40 % der weiblichen Reisenden planen 2025 eine Reise allein – 8 % mehr als im Vorjahr, wie das Marketingunternehmen Future Partners berichtet. Fachleute gehen davon aus, dass diese Entwicklung anhält, weil mehr Frauen Unabhängigkeit, neue Perspektiven und persönliches Wachstum suchen. Das Team von Altezza Travel hat dafür eine Auswahl eindrucksvoller Reiseziele für allein reisende Frauen weltweit zusammengestellt.

Bei dieser Auswahl haben wir bewusst beliebte Länder wie Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, die VAE und Japan ausgelassen, da sie ohnehin in fast jedem Reiseprospekt erscheinen. Die Sicherheitsbewertungen basieren auf Daten des Global Peace Index (genutzt von UNO, Weltbank und Regierungsstellen) sowie auf Ranglisten der angenehmsten Länder für allein reisende Frauen.

1. Uruguay – Südamerikas sicherstes Reiseziel

Das kleine Land, etwa so gross wie England, steht oft im Schatten seiner grösseren Nachbarn Brasilien und Argentinien. Der amerikanische Reisedokumentarist Anthony Bourdain sagte einmal gegenüber National Geographic, Uruguay werde ausserhalb Lateinamerikas unterschätzt. Jeder Argentinier hingegen wisse, «wie cool es dort ist, weil sie das Land während der Saison füllen».

Das historische Zentrum der Hauptstadt Montevideo empfängt Reisende mit kopfsteingepflasterten Plätzen, eleganten Kirchen und Art-déco-Herrenhäusern, deren verwitterte Fassaden zum Charakter der Stadt beitragen. Entlang der Atlantikküste bieten Montevideos Stadtteile Pocitos, Buceo und Malvín eine entspannte Atmosphäre, die sich gut für allein reisende Frauen eignet.

2015 ernannte die UNESCO Uruguays Hauptstadt wegen ihres reichen kulturellen Erbes zu einer ihrer Creative Cities und bezeichnete sie als «Athen des Río de la Plata». Ein weiteres Schmuckstück Uruguays, Colonia del Sacramento, gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Die 1680 von den Portugiesen gegründete Stadt ist für ihre sorgfältig erhaltene Kolonialarchitektur bekannt.

Uruguay gilt als fortschrittliches und offenes Land und wird wegen seiner starken demokratischen Traditionen oft die «Schweiz Südamerikas» genannt. Im Global Peace Index liegt es auf Rang 48; laut Global Citizen Solutions zählt es zu den 20 sichersten Ländern für Frauen.

  • Nicht verpassen: den Mercado del Puerto in Montevideo, Ausritte mit Gauchos – den uruguayischen Cowboys – durch die Pampa und lokale Weinkeller, deren Weine es mit chilenischen und argentinischen aufnehmen können.
  • Kultureller Akzent: In Montevideo ist Mate – das Kräutergetränk aus Yerba-Mate-Blättern – noch beliebter als Kaffee.
  • Interessanter Fakt: José Mujica, von der BBC als «ärmster Präsident der Welt» bezeichnet, weil er auf einem Bauernhof lebte und sein eigenes Gehalt auf USD 1'000 pro Monat kürzte, sagte einmal: «Wer zu viel braucht, ist nie zufrieden.» In gewisser Weise stimmt das – in Uruguay braucht es wenig, damit Reisende sich wohlfühlen. 

2. Jordanien – antike Stätten und herzliche Gastfreundschaft

Jordanien hat so viele kulturelle Schichten, dass selbst seine bekanntesten Orte immer wieder neue Facetten zeigen. Die Wüste Wadi Rum etwa, Drehort von Star Wars, lässt sich wegen ihrer marsähnlichen Landschaften besuchen – oder wegen der Beduinen, deren tief verwurzelte Traditionen von Gastfreundschaft und Wärme gegenüber Gästen bis heute zum Alltag gehören.

Jordanien zählt auch zu den sichersten Ländern des Nahen Ostens. Laut UNO verzeichnet es nur 0,6 schwere Straftaten pro 100'000 Einwohner – ein Wert, der mit der Schweiz, Norwegen oder dem Vereinigten Königreich vergleichbar ist. Auch Numbeo stuft Jordanien als Land mit niedriger Kriminalitätsrate ein und macht es damit zu einem der geeigneten Länder für Frauen, die allein reisen.

  • Klassische Route: die Felsenstadt Petra, die Korallenriffe am Golf von Aqaba und die alte Königsstrasse aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Einst von römischen Legionen und später von Pilgern nach Mekka genutzt, verbindet sie heute viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Jordaniens.
  • Nicht verpassen: Tauchen in Aqaba, eine Nacht in einem Beduinencamp in Wadi Rum und der Besuch des Umayyaden-Palasts.
  • Kultureller Akzent: Königin Rania, von Vogue oft als Ikone von Eleganz und Stil beschrieben, ist dafür bekannt, in der Öffentlichkeit ohne Kopfbedeckung aufzutreten. Von Reisenden wird das nicht erwartet; zurückhaltende Kleidung ist jedoch empfehlenswert.
  • Kultureller Zusatz: Jordaniens Hauptstadt Amman wirkt auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, da ihre Karte von einheitlichen, sandfarbenen Quartieren geprägt ist. Einen Eindruck vom modernen Amman erhalten Sie in Jabal Amman. Dort finden sich unabhängige Buchhandlungen, Souvenirgeschäfte und Vintage-Cafés, die bei der kreativen Szene der Stadt beliebt sind. Laut Tatler essen selbst König Abdullah II. und Königin Rania gelegentlich in einem Restaurant des Quartiers.

3. Estland – sicher, modern und mittelalterlich geprägt

Mehr als die Hälfte Estlands ist von Wäldern bedeckt, während in der Hauptstadt Tallinn ein Drittel der Bevölkerung lebt. Die übrigen Einwohner verteilen sich auf kleine Städte, Dörfer und Bauernhöfe, eingebettet in eben diese Wälder. Estland deshalb nur als ländliche europäische Provinz zu sehen, wäre jedoch falsch.

Tartu, Europäische Kulturhauptstadt 2024, besitzt seit dem 17. Jahrhundert eine Universität und hat viele bemerkenswerte Köpfe hervorgebracht. Dazu zählen der Chemie-Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald sowie der Schriftsteller und Lexikograf Wladimir Dal. Tallinn wiederum war einst eine wohlhabende Stadt des HansebundsHansebund: ein bedeutender Zusammenschluss von Handelsstädten in Nord- und Westeuropa, der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand. Im 15. Jahrhundert gehörten ihm rund 130 Städte an. Die Mitglieder genossen besondere Handelsprivilegien und Schutz vor Ritterorden innerhalb des Hanseraums.. Heute gilt das historische Zentrum mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauten als eines der faszinierendsten in Nordeuropa.

Tallinns Altstadt steht in jedem Reiseführer, doch auch jenseits der mittelalterlichen Mauern gibt es viel zu sehen. Ein Beispiel ist der Nationalpark Soomaa am Fluss Pärnu. Im März und April tritt der Fluss über die Ufer, überflutet Strassen und verwandelt die Gegend in ein Kanurevier. Einheimische nennen diese Zeit die «fünfte Jahreszeit».

Die Stadt Pärnu erwacht im späten Frühling und Sommer. Entlang der Bucht öffnet eine Promenade, und die Strandbars bieten so viel Unterhaltung, dass Lonely Planet Pärnu als «Ibiza des Nordens» bezeichnet hat. Estland liegt im Global Peace Index zudem auf Rang 24 – vor Spanien, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, Italien, Schweden und vielen weiteren Ländern.

  • Klassische Route: Tallinns Altstadt, die Universität Tartu und der Nationalpark Soomaa.
  • Nicht verpassen: Kunstmuseen und das Bohème-Quartier Kalamaja in Tallinn, die Burg Narva am Ufer des Narva-Flusses, Windmühlen und Bauernhöfe auf der Insel Saaremaa sowie leil, die traditionellen estnischen Saunen.
  • Lokale Besonderheiten: Wie andere nordeuropäische Länder kennt Estland das Jedermannsrecht. Es erlaubt, fast überall zu wandern, zu campieren und natürliche Ressourcen zu sammeln – sogar auf Privatland.

4. Usbekistan – Zentralasien abseits der bekannten Routen

Noch vor wenigen Jahren gehörte Usbekistan zu den anspruchsvollsten Reisezielen für Touristen. Im grössten Land Zentralasiens war es schwierig, Geld zum offiziellen Kurs zu wechseln, das Fotografieren in der Metro von Taschkent war verboten, und Reisende mussten sich in Hotels registrieren lassen, um Zugbillette kaufen zu können.

Heute öffnet sich Usbekistan rasch und wird zu einem passenden Reiseziel für verantwortungsbewusstes Alleinreisen. Staatsangehörige aus 75 Ländern, darunter EU-Mitglieder, können bis zu 30 Tage visumfrei einreisen. Internationale Marken kommen ins Land, und globale Stars geben inzwischen Konzerte in der Hauptstadt. Auch die Sicherheit ist solide: Im Travel-Safe-Ranking, das öffentliche Quellen und Polizeistatistiken auswertet, liegt Usbekistan auf Rang 40 (Frankreich zum Vergleich auf Rang 64).

Usbekistan ist ein Land der Kontraste. In Taschkent stehen moderne IT-Inkubatoren und Anti-Cafés neben der traditionellen Altstadt. Im Ferganatal bauen Bauern Reis für Plov an, während Fabriken Chevrolet-Autos montieren; südlich von Samarkand betrachten sich blauäugige Bergbewohner als Nachfahren der Krieger Alexanders des Grossen.

  • Klassische Route: der Registan-Platz und russische Kolonialarchitektur in Samarkand, die Museumsstadt Chiwa, sowjetisch-modernistische Bauten in Taschkent und die Altstadt von Buchara.
  • Nicht verpassen: das Savitsky-Museum in Nukus, alte Festungen und «Türme des Schweigens» nahe dem Aralsee sowie den Schuchow-Turm in Buchara.
  • Kultureller Zusatz: Usbeken sind sehr freundlich, aber nicht aufdringlich. In historischen Quartieren kann es vorkommen, dass Ausländer zu Tee oder sogar nach Hause eingeladen werden – Teil der lokalen Etikette, vergleichbar mit Small Talk im Westen. Eine höfliche Ablehnung, selbst wenn sie wiederholt wird, gilt nie als unhöflich.

5. Neuseeland – Outdoor-Reisen für unabhängige Gäste

Neuseeland besteht aus 2 Hauptinseln, der Nord- und der Südinsel, sowie rund 600 kleineren Inseln. Die Nordinsel mit der Hauptstadt Wellington und der grössten Stadt des Landes, Auckland, ist bekannt für kulturelle Sehenswürdigkeiten, Vulkane und grüne alpine Wiesen. Die Südinsel prägen die Gipfel der SüdalpenDie Südalpen Neuseelands wurden vom britischen Entdecker James Cook benannt. Die Gebirgskette erstreckt sich über 500 km; ihr höchster Gipfel ist der Mount Cook mit 3'724 m., markante Fjorde und landschaftlich reizvolle Strände.

Der Māori-Name Neuseelands, Aotearoa, bedeutet «Land der langen weissen Wolke». Māori-Traditionen und lebendige Rituale lassen sich am Lake Taupo, im heiligen Waipoua Forest oder im Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa in Wellington kennenlernen.

Mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur, sehr niedriger Kriminalitätsrate und einem dichten Netz an Wanderwegen eignet sich Neuseeland besonders für unabhängiges Reisen. Global Citizen Solutions, das die besten Länder für einen Umzug bewertet, nennt es ein ideales Reiseziel für allein reisende Frauen.

  • Klassische Route: der Sky Tower und das Kunstmuseum in Auckland, Wanderungen beim Castlepoint Lighthouse nordöstlich von Wellington und das Waipoua Forest Nature Reserve mit Tāne Mahuta, einem rund 2'000 Jahre alten Baum.
  • Nicht verpassen: Sternbeobachtung in der Region Mackenzie, Kajakfahren im Fiordland und den Besuch des Nationalparks Rakiura, wo der Kiwi, ein Nationalsymbol, zu hören ist.
  • Lokale Besonderheiten: Neuseeland ist zweisprachig; die meisten Schilder und Strassenmarkierungen sind auch auf Māori beschriftet. Das Strassennetz ist gut ausgebaut, doch ausserhalb von Auckland und Wellington werden die Strassen schmaler, meist 2-spurig, und winden sich durch die Landschaft. Tempomat ist dort oft kaum nutzbar.
  • Kultureller Zusatz: Die Gebiete rund um die Vulkane Tongariro und Ruapehu, den Waikato River sowie die Stadt Queenstown auf der Südinsel bleiben bei Fans von Der Herr der Ringe beliebt. Auch ohne Filmbezug sind sie eindrucksvoll.

6. Kenia – Safari, Küste und lebendige Kultur

Kenia wird seit Langem mit Safaris verbunden, doch das Land hat deutlich mehr zu zeigen als seine Nationalparks. Das lebendige Nairobi besitzt eine reiche Kulturszene, während Mombasa und Diani Sandstrände mit Swahili-Kultur verbinden, geprägt von afrikanischen, arabischen und europäischen Einflüssen. Im Landesinneren gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Trekking und Bergbesteigungen: Die bewaldeten Hänge des Mount Kenya, Afrikas zweithöchstem Gipfel nach dem Kilimandscharo, bieten Routen für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Wanderer.

Nach afrikanischen Massstäben ist Kenia ein wohlhabendes Land mit entwickelter Infrastruktur, einer grossen Auswahl an Hotels und Hostels sowie weit verbreitetem Englisch. Travel Safe stuft Kenia als relativ sicher für Reisende ein. Für einen reibungslosen Aufenthalt empfiehlt es sich, in Städten offizielle Taxis zu nutzen, nachts nicht zu Fuss unterwegs zu sein und Geld sowie Wertsachen nicht sichtbar zu tragen.

  • Klassische Route: Masai Mara Reserve, Nationalpark Amboseli und Mount Kenya.
  • Nicht verpassen: den Turkana-See, die Stadt Lamu mit ihrer traditionellen Architektur und das portugiesische Fort in Mombasa.
  • Kultureller Zusatz: In Kenia wie auch in Tansania hören Sie den durch Timon und Pumbaa aus Der König der Löwen bekannt gewordenen Ausdruck «hakuna matata», was «keine Sorgen» bedeutet.

7. Bhutan – alte Tempel und eindrucksvolle Natur

Das kleine Königreich zwischen Indien und China ist für allein reisende Frauen sehr sicher. Ausländische Touristen müssen gesetzlich von lokalen Guides begleitet werden, die über Reiseveranstalter organisiert sind. Zudem erhebt Bhutan für Ausländer eine Sustainable Development Fee von USD 100 pro Tag – eine Massnahme zum Schutz von Natur und Kultur sowie zur Begrenzung der Folgen des Massentourismus.

Bhutan ist ganzjährig bereisbar. Im Dezember und Januar überwintern Hunderte Schwarzhalskraniche im Phobjikha-Tal. Im Frühling blühen in den Bergen blaue Alpenmohnblumen, eines der Nationalsymbole Bhutans. Der Sommer bringt den 348 km langen Snowman Trek, bekannt für seine starken Höhenunterschiede, eindrucksvollen Landschaften und die Begegnung mit der Kultur der Berggemeinschaften.

Der Herbst ist Festivalzeit und markiert oft das Ende der Ernte – ein guter Zeitpunkt für eine Solo-Reise. National Geographic empfiehlt, die Festivals Thimphu Tshechu und Paro Tshechu zu besuchen, um cham zu sehen, eine lebendige buddhistische Zeremonie mit Maskentänzen.

  • Klassische Akzente: das buddhistische Festival Paro Tsechu, das Kloster Paro Taktsang auf einem Felsvorsprung und Jomolhari, ein rund 7'000 m hoher Gipfel, der im tibetischen Buddhismus als heilig gilt.
  • Lokale Besonderheiten: 1972 erklärte Bhutans 4. König Jigme Wangchuck, das Glück der Menschen sei wichtiger als das Bruttoinlandprodukt. Die Verfassung des Königreichs spiegelt dies wider: Die wichtigste Aufgabe der Regierung ist das Wohlergehen jedes Bürgers. 2022 bezeichneten sich 48,1 % der Bhutaner als glücklich, 45,5 % als «eher glücklich» und 6,4 % als unglücklich.

8. Kambodscha – bezahlbar, authentisch und überraschend sicher

Kambodschas Geschichte umfasst die alten Khmer, die das ikonische Angkor Wat errichteten, ebenso wie die Roten Khmer, deren Regime Diktatur und Terror hinterliess. Das Land erlebte im 20. Jahrhundert zudem 3 Jahrzehnte Kriege und Konflikte, deren Folgen bis heute spürbar sind. Dennoch zieht Kambodscha Reisende aus aller Welt an – nicht nur wegen Angkor, sondern auch wegen der Strände von Sihanoukville, der Insel Koh Rong und der schwimmenden Dörfer auf dem Tonle-Sap-See. Besucher erleben lebendiges Nachtleben, erkunden tropische Wälder, schnorcheln oder tauchen und tauchen in die lokale Kultur ein.

Condé Nast schreibt, Kambodscha fange den echten Charme Südostasiens ein. Die Solo-Reisende und Bloggerin Bea Maytiner, die Dutzende Länder allein bereist hat, beschreibt Kambodschaner als überraschend respektvoll, fürsorglich und freundlich. Sie hält fest: Perfekt sei in Kambodscha vielleicht wenig, dafür gebe es eine Fülle authentischer und lebendiger Eindrücke.

  • Klassische Auswahl: der Tempelkomplex Angkor Wat, Zirkusvorführungen in Siem Reap, der Tempel Ta Prohm und das Königliche Ballett von Kambodscha.
  • Nicht verpassen: Süsswasserdelfine in den Mündungsgebieten des Irrawaddy und die Bassac Street in Phnom Penh.
  • Lokale Besonderheiten: Die offizielle Währung Kambodschas ist der Riel. Wegen seines schwankenden Werts wird der US-Dollar im Alltag jedoch breit verwendet und dient faktisch als zweite Währung des Landes.

9. Montenegro – mediterrane Gelassenheit für Solo-Reisen

Der frühere montenegrinische Premierminister Dritan Abazović nannte Montenegro selbstbewusst das schönste Land der Welt – und ein Teil davon ist nachvollziehbar. In einem Land, das klein genug wäre, um innerhalb der Grenzen Pekings Platz zu finden, liegen viele eindrucksvolle Orte dicht beieinander: die atmosphärische Hauptstadt Podgorica, die Küstenstädte Budva und Ulcinj, die malerischen Berge im Norden und der Skutarisee, über dem Krauskopfpelikane kreisen.

Diese visuelle Vielfalt wirkt überraschend geschlossen. Selbst scheinbare Gegensätze fügen sich nahtlos zusammen, etwa orthodoxe Traditionen und zeitgenössische Kunst. In der Auferstehungskathedrale von Podgorica zeigt ein Fresko Marx, Engels und den jugoslawischen Marschall Josip Broz Tito, verschlungen von Höllenfeuer.

Der entspannte Lebensstil der Montenegriner ist ein kulturelles Merkmal – sichtbar etwa in der Gewohnheit, über den Tag verteilt Kaffee mit Rakia zu trinken. Montenegro ist zudem relativ sicher und liegt im Global Peace Index auf Rang 34 – vor Schweden, Südkorea, Griechenland und den Vereinigten Staaten.

  • Klassische Route: das Kloster Ostrog, die Strände und die Promenade in Budva sowie die Kulturhauptstadt Cetinje.
  • Nicht verpassen: die Bucht von Kotor, den Betonbogen der Đurđevića-Tara-Brücke über den Tara-Fluss und Kajakfahren auf dem Skutarisee.
  • Lokale Besonderheiten: Montenegro veranstaltet Faulheitsmeisterschaften, bei denen die Teilnehmenden liegen bleiben müssen. Erlaubt sind nur die Nutzung eines Smartphones und gelegentliche Toilettengänge.

10. Fidschi – freundliche Inseln und sichere Strände

Fidschi liegt im Südpazifik und ist ein Archipel mit über 330 Inseln in 14 Provinzen. Jede Insel hat eigene Traditionen, eine eigene Küche, Dialekte und besondere Glaubensvorstellungen.

Fidschi verbindet unberührte Natur, zahllose weisse Sandstrände und echte Gastfreundschaft. Die Inseln vermitteln Ruhe und Sicherheit; die Einheimischen gelten im Allgemeinen als freundlich und offen. Dieser Geist zeigt sich im häufigsten fidschianischen Wort «bula», das zugleich Begrüssung, guter Wunsch und Ausdruck aufrichtiger Freude ist.

Ein weiterer Ausdruck der entspannten Inselhaltung ist «Fiji time». Der Begriff stammt von der Insel Taveuni, über die der 180. Meridian, die internationale Datumsgrenze, verläuft. Im Osten ist noch gestern, im Westen bereits heute. Zeit ist hier flexibel; 1 oder 2 Stunden Verspätung gelten nicht als Problem – es gibt schlicht keinen Grund zur Eile.

  • Nicht verpassen: die reiche Kultur der fidschianischen Gemeinschaften, Tauchen mit Riffhaien und Inselhüpfen.
  • Lokale Besonderheiten: Ein Ausdruck fidschianischer Lebensfreude ist das Trinken von Kava. Dieses Getränk wird aus der Wurzel einer Pflanze hergestellt, die laut dem Gesundheitsministerium von Fidschi helfen kann, Angst zu reduzieren und Entspannung zu fördern. Kava wird in einem bilo serviert, einer Schale aus einer halben Kokosnuss. Vor dem Trinken klatschen Gäste 1-mal und sagen laut «Bula».
  • Kultureller Zusatz: Fidschi steht vor realen Umweltproblemen, darunter Küstenerosion, Schäden an Korallenriffen und Plastikverschmutzung. Das Land hat kürzlich die Initiative Loloma Hour lanciert. Während dieser Stunde können Touristen 60 Minuten damit verbringen, fidschianische Kultur kennenzulernen, Mangroven zu reinigen oder Korallen zu pflanzen. «Loloma» bedeutet eine selbstlose Handlung voller Liebe.

11. Mongolei – weiter Himmel und raues Land

Das Erste, was in der Mongolei auffällt, ist die Weite. Das überrascht kaum bei einem Land, das fast so gross ist wie Westeuropa und nur rund 3 Millionen Einwohner hat. Die Hälfte von ihnen lebt in Ulaanbaatar, der Hauptstadt und einzigen echten Metropole des Landes.

Dschingis Khan ist die Figur, die am häufigsten mit der Mongolei verbunden wird. Sein Name erscheint auf dem Flughafen, auf Banknoten und in Bronze: Eine 40 m hohe Statue steht in Tsongin Boldog, 54 km von Ulaanbaatar entfernt. Verwaltungstechnisch gehört sie dennoch zur Hauptstadt. Eine Reise durch die Mongolei fühlt sich eher wie eine Expedition an als wie eine klassische Besichtigungsreise. Reisende zieht es in den Nationalpark Gorkhi-Terelj mit seinen Granitfelsen und Nomadencamps, in die Gebirgskette Altai Tavan Bogd mit Hochgebirgsseen und Gletschern sowie an den See Khövsgöl, der oft als jüngerer Bruder des Baikalsees bezeichnet wird.

Die Mongolei liegt im Global Peace Index auf Rang 37, neben Schweden und Polen. Auch Travel Safe bewertet das Land positiv: Die meisten Risiken, darunter Betrug, Diebstahl und bewaffnete Gewalt, gelten als niedrig. Allein reisende Frauen sollten ausserhalb der Hauptstadt nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs sein und die Sprachbarriere berücksichtigen. In Ulaanbaatar wird Englisch vielerorts verstanden; in ländlichen Gebieten werden meist nur Mongolisch und gelegentlich Russisch gesprochen.

  • Klassische Route: das Naadam-Festival, die Dschingis-Khan-Statue, Sonnenaufgang in der Wüste Gobi und die alte Hauptstadt der Dschingisiden, Karakorum.
  • Nicht verpassen: eine Nacht in einer traditionellen mongolischen Jurte, die Flaming Cliffs – ein Gebirgszug mit leuchtend orangefarbenen Felsen – und den See Khövsgöl, den tiefsten See der Mongolei.
  • Lokale Besonderheiten: In der Mongolei gilt es als unhöflich, zum Abschied zu winken, da dies «komm nicht zurück» bedeuten kann.

12. Island – Feuer, Eis und hohe Sicherheit

Der amerikanische Schriftsteller und Reisende John Ross Browne, der Island 1865 besuchte, beschrieb Reykjavik, die Hauptstadt der Insel, als «den letzten Zipfel der Zivilisation, voller schrecklicher Gerüche nach verwesenden Polypen und getrocknetem Fisch». Heute, 160 Jahre später, ist Island für Reisende deutlich attraktiver: Von September 2024 bis Juli 2025 besuchten über 1,8 Millionen Touristen die Insel.

Islands Naturphänomene sind vielerorts eindrucksvoll. Zu den wichtigsten zählen der Nationalpark Thingvellir mit einer tektonischen Spalte, das Geysir-Tal und die Gletscherlagune Jökulsárlón. Reykjavik selbst hat einen anderen Reiz: Statt grosser Plätze, historischer Paläste oder breiter Alleen ist die Stadt minimalistisch, kompakt und gut zu Fuss zu erkunden.

Die grösste Herausforderung für allein reisende Frauen sind die hohen Reisekosten. Travel Safe stuft Island insgesamt als sehr sicher ein, weist jedoch darauf hin, dass einzelne Anbieter, touristische Gebiete und Taxis überhöhte Preise verlangen können. Im Global Peace Index 2025 liegt Island auf Rang 1. 

  • Klassische Route: das Geysir-Tal, der Wasserfall Gullfoss und der Nationalpark Thingvellir nahe Reykjavik sowie der Strand Reynisfjara mit schwarzem Vulkansand.
  • Nicht verpassen: Nordlichter im Osten Islands (am besten im Februar–März und September–Oktober), geothermale Hot Pools in Reykjavik und die Gletscherlagune Jökulsárlón.
  • Lokale Besonderheiten: Das Wetter in Island kann rasch wechseln; verfolgen Sie deshalb Prognosen und offizielle Warnungen. Planen Sie Ihr Budget sorgfältig: Essen und Transport sind hier teurer als im europäischen Durchschnitt.

13. Tansania – von der Serengeti bis Sansibar

Tansania bietet vieles, was Reisende in Afrika suchen – und fast nichts von den üblichen Klischees. Das Land beherbergt einige der grössten Safariparks des Kontinents, allen voran die Serengeti im Nordwesten, wo die Grosse Gnu-Wanderung zu beobachten ist.

Ein weiterer Naturakzent ist der Kilimandscharo, Afrikas höchster Berg, der Ernest Hemingway zu einer seiner bekannten Kurzgeschichten inspirierte. Trotz seiner Höhe von 5'895 m ü. M. erfordert die Besteigung keine professionelle Ausbildung. Üblicherweise dauert eine Besteigung 6–8 Tage und führt durch 5 unterschiedliche Klimazonen: Kulturland, Regenwald, Heide- und Moorland, alpine Wüste und zuletzt die vergletscherte arktische Zone.

Für ruhige Badeferien reisen Gäste nach Mafia, Pemba und zu den Tanda-Inseln. Wer koloniale Gassen mit lebendigem Nachtleben verbinden möchte, besucht Sansibar mit Stone Town, bekannt für die besondere Verbindung arabischer, indischer und Swahili-Kulturen.

  • Klassische Route: Safaris in den Nationalparks Serengeti, Ngorongoro und Tarangire, die Besteigung des Kilimandscharo sowie die Strände und das historische Zentrum von Sansibar.
  • Nicht verpassen: die historische Stadt Bagamoyo an der Küste des Indischen Ozeans, den geheimnisvollen Natronsee mit seinem rötlichen Wasser und Tagesausflüge zu Naturzielen rund um Arusha.
  • Lokale Besonderheiten: In Tansania tragen Frauen häufig farbige Kanga-Baumwolltücher. Charakteristisch sind die aufgedruckten Swahili-Inschriften: Sprichwörter, Aphorismen oder pointierte Sätze. Einheimische schenken Kangas zu besonderen Anlässen; die Texte drücken oft Zuneigung, Humor oder feine Ironie aus.

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13 Länder für allein reisende Frauen: Kurzüberblick

Land
Sehenswertes
Wöchentliche Ausgaben (min. / max.)
Hauptsprachen
Sicherheit
(GPI-2025-Rang)
Uruguay
Mercado del Puerto, Colonia del Sacramento, Stadtteil Pocitos in Montevideo.
USD 275 – 1'400
Spanisch
52
Jordanien
Petra, Totes Meer, Bucht von Aqaba, Königsstrasse.
USD 500
2'800
Arabisch, Englisch
67
Estland
Altstadt von Tallinn, Tartu, Nationalpark Soomaa, Insel Saaremaa.
USD 400
2'500
Estnisch, Englisch
24
Usbekistan
Registan-Platz in Samarkand, Altstädte von Buchara und Chiwa, Savitsky-Museum in Nukus.
USD 30
100
Usbekisch, Russisch, Englisch
60
Neuseeland
Sky Tower in Auckland, Castlepoint Lighthouse, Waipoua Forest, Fiordland.
USD 411
3'100
Englisch, Māori
4
Kenia
Masai Mara, Turkana-See, Mount Kenya, historisches Fort in Mombasa.
USD 400
2'100
Swahili, Englisch
122
Bhutan
Phobjikha-Tal, Paro-Tsechu-Festival, Taktsang-Kloster, Jomolhari-Gipfel.
USD 3'150
4'200
Englisch
21
Kambodscha
Angkor Wat, Königliches Ballett, Siem Reap, Bassac Street in Phnom Penh.
USD 185
1'600
Khmer, Englisch
70
Montenegro
Kloster Ostrog, Budva und Ulcinj, Bucht von Kotor, Đurđevića-Tara-Brücke, Skutarisee.
USD 420
2'400
Montenegrinisch, Englisch, Russisch
42
Fidschi
Tauchen mit Riffhaien, Badeferien, Kava-Zeremonien.
USD 600
3'200
Englisch
Nicht gelistet. Travel Safe stuft die Risiken als niedrig ein.
Mongolei
Wüste Gobi, Naadam-Festival, See Khövsgöl, Karakorum.
USD 80
540
Mongolisch, Englisch
45
Island
Geysir-Tal, Nationalpark Þingvellir, Gletscherlagune Jökulsárlón, Nordlichter.
USD 800
4'200
Isländisch, Englisch
1
Tansania
Safari in Ngorongoro, Grosse Tierwanderung in der Serengeti, Kilimandscharo-Besteigung, Strände von Sansibar.
Die Kosten für Safaris und Besteigungen hängen vom Programm, der Route und der Anzahl Tage ab.
Swahili, Englisch
65
Veröffentlicht am 23 Oktober 2025 Überarbeitet am 26 Mai 2026
Redaktionelle Standards

Alle Inhalte auf Altezza Travel entstehen mit fachlicher Einordnung und sorgfältiger Recherche, im Einklang mit unseren Redaktionsrichtlinien.

Über den Autor
Doris Lemnge

Doris stammt aus einer Familie, die eng mit dem Kilimandscharo verbunden ist. Ihr Vater gehörte zu den Pionieren der Kilimandscharo-Besteigungen und leitete in den frühen 1990er-Jahren die ersten Expeditionen für internationale Gäste.

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