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Wie entstand der Kilimandscharo?

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Der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, besteht aus 3 Vulkankegeln: Shira, Mawenzi und Kibo. Seine Entstehung begann vor rund 2 Millionen Jahren, als durch Bewegungen tektonischer Platten geschmolzene Lava die Erdkruste durchbrach. So entstand der erste Vulkan, Shira. Heute ist Shira erloschen und stark erodiert; nur wenig ist erhalten. Hunderttausende Jahre später bildete sich auf ähnliche Weise der Vulkankegel Mawenzi, danach Kibo, der 3. und jüngste Kegel. Der höchste Punkt des Kilimandscharo, Uhuru Peak, liegt auf Kibo. Seine Höhe beträgt 5'895 m ü. M.

WICHTIGE FAKTEN
Fachleute diskutieren weiterhin, wie der Kilimandscharo entstanden ist. Die wichtigste Theorie geht davon aus, dass der Vulkan durch das Zusammenspiel von vulkanischer Aktivität und Bewegungen tektonischer Platten entstand.
Der Kilimandscharo hat 3 Vulkane. Der erste war Shira, der heute weitgehend abgetragen ist. Danach folgte Mawenzi, anschliessend Kibo.
Der höchste Gipfel des Berges, Uhuru Peak, liegt auf knapp 6'000 m ü. M. und befindet sich am oberen Rand des Kibo-Kraters.
Heute gilt der Kilimandscharo als ruhender Vulkan; zugleich formen Erosion und Verwitterung seine Geologie und Landschaft weiter.
Blick auf den Kilimandscharo am 3. Tag des Aufstiegs.
Blick auf den Kilimandscharo am 3. Tag des Aufstiegs.
Ein Paar an den Hängen des Kilimandscharo
Ein Paar an den Hängen des Kilimandscharo

Was führte zur Entstehung des Kilimandscharo?

Der Kilimandscharo liegt im , wo die Nubische und die Somalische tektonische Platte, beide Teilplatten der Afrikanischen Platte, unter dem afrikanischen Kontinent auseinanderdriften. Vor Millionen Jahren war die Afrikanische Platte eine einzige Platte; durch Grabenbruchprozesse spaltete sie sich im Lauf der Zeit in kleinere Platten auf.

Der Kilimandscharo bildete sich im südlichen Teil des Grabens. Die grosse tektonische Platte spaltete sich in 2 Teile; die Teile begannen auseinanderzudriften – ein Prozess, der Rifting genannt wird. An der Grabenbruchzone wurde die Erdkruste schwächer, und glühendes Magma aus dem Erdinnern drang an die Oberfläche. Schicht für Schicht entstand so der mächtige Vulkan Shira. Bemerkenswert ist, dass die meisten Berge im Ostafrikanischen Grabensystem einen ähnlichen vulkanischen Ursprung haben. Sehr wahrscheinlich entstand auch der Kilimandscharo auf diese Weise.

Es wird angenommen, dass der erste Vulkan etwa 250'000 Jahre lang aktiv war. Heute ist er weitgehend abgetragen. Die durchschnittliche Höhe des Shira-Plateaus beträgt 3'600 m ü. M. Sein höchster Punkt, Jonsell Point, liegt auf 3'962 m ü. M.

Als Nächstes entstand Mawenzi. Sein Hauptgipfel erreicht heute 5'149 m ü. M. und ist nach Hans Meyer benannt, einem deutschen Geologieprofessor und Reisenden, der als erster Europäer Uhuru Peak erreichte. Zunächst nannte Meyer den höchsten Punkt des Kilimandscharo zu Ehren des deutschen Kaisers "Kaiser Wilhelm Peak"; nach der Unabhängigkeit Tansanias wurde der Name später in Uhuru Peak geändert.

Schätzungen zufolge entstand der Vulkan Kibo durch einen Ausbruch vor rund 460'000 Jahren. Er ist der einzige Gipfel des Kilimandscharo, der von Gletschern bedeckt ist. Heute ist Kibo der höchste und grösste der 3 Vulkankegel des Kilimandscharo; auf Höhe des Saddle Plateau misst er mehr als 24 km.

Damit besteht der Kilimandscharo aus 3 Vulkanen. Shira wurde zu einem flachen Plateau, und der verbliebene Rand seines Vulkankraters ist tief in die Erde abgesunken. Mawenzi, der zweite "Bruder", ist eine felsige Formation mit steilen Hängen; einzelne Bereiche sind für Besteigungen nahezu unzugänglich. Kibo, der jüngste Vulkan, trägt auch den höchsten Punkt des Berges, heute als Uhuru Peak bekannt. Er ist das Hauptziel für Reisende, die den Kilimandscharo besteigen möchten. Dorthin führen mehrere Kilimandscharo-Routen.

Geologie des Kilimandscharo

Das "Dach Afrikas" ist vulkanischen Ursprungs und besteht überwiegend aus Gestein, Lava und Asche. Im Gipfelbereich findet sich viel Andesit, ein magmatisches Gestein. Der grösste Teil des Berges besteht jedoch aus Basalt, der beim Erhitzen Lava bildet. Dieses Vulkangestein ist dunkelgrau; deshalb wirkt der Kilimandscharo wie ein dunkler Turm mit weisser Kappe.

An den Hängen des Kibo-Vulkans am Kilimandscharo findet sich eine beträchtliche Menge Obsidian – ein besonderes Vulkangestein, das entsteht, wenn Lavaströme zu schnell abkühlen und keine kristalline Struktur ausbilden. Dadurch entsteht eine glatte, feste Oberfläche, die schwarzem Glas ähnelt.

Ist der Kilimandscharo ein aktiver Vulkan?

Von den 3 Gipfeln des Kilimandscharo gilt nur Kibo – der jüngste Vulkan – noch als potenziell aktiv. Offiziell wird er als ruhend, nicht als erloschen eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs des Kilimandscharo in naher Zukunft ist äusserst gering.

Wann brach der Kilimandscharo zuletzt aus?

Der Kilimandscharo brach zuletzt vor rund 360'000 Jahren aus und ruht seither. Fumarolen in Gipfelnähe setzen jedoch weiterhin Gase wie Schwefeldioxid und Kohlendioxid frei, was auf anhaltende geologische Aktivität hinweist.

Was bedeutet der Name Kilimandscharo?

Eine verbreitete Theorie besagt, dass der Name "Kilimandscharo" von den Swahili-Wörtern "kilima" (Berg) und "njaro" (Weiss oder Glanz) stammt; übersetzt etwa "Berg des Weissen" oder "leuchtender Berg", mit Bezug auf den schneebedeckten Gipfel. Eine weitere Theorie verbindet den Namen mit den Chagga, die an den Hängen des Berges leben. Manche führen ihn auf das Chagga-Wort "Kilimanjaro" zurück, das "Berg der Karawanen" bedeuten könnte – ein Hinweis auf die Handelsrouten, die durch die Region führten. Weitere Informationen zur Herkunft des Namens Kilimandscharo finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Veröffentlicht am 23 Dezember 2024 Überarbeitet am 26 Mai 2026
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Über den Autor
Yana Khan

Yana ist Autorin bei Altezza Travel und arbeitet seit 2015 im journalistischen Umfeld. Vor ihrem Wechsel in unser Team war sie als Redaktorin in der Medienbranche tätig.

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