Nimsdai, auch Nims genannt oder mit vollem Namen , gilt unter Trekking- und Bergsportleuten längst als Legende. Nachdem er mehrere Rekorde aufgestellt und scheinbar Unmögliches geschafft hatte – der Aufstieg auf alle 14 Achttausender in dieser Rekordzeit galt zuvor als kaum machbar –, entschied sich Nimsdai für eine kurze Pause in Afrika und eine Wanderung bis auf 5'895 m ü. M. Nein, kein Tippfehler: Was andere als grosse Herausforderung und enorme Anstrengung betrachten, nimmt Nims als Ruhetag. Altezza Travel begleitete ihn auf dem Weg zum Gipfel.
Nimsdai und der Kilimandscharo – der Anfang
Dieser Mann sucht die Herausforderung. Den Brüdern folgen und einer Gurkha-Einheit beitreten, nur um zu beweisen, dass man nicht der Schwächste in der Familie ist? Sicher. Als erster Gurkha der Geschichte in eine britische Eliteeinheit der Special Forces aufgenommen werden und kilometerweit unter der Oberfläche eines eisigen Ozeans unterwegs sein? Warum nicht. Sich in einen Jason Bourne im echten Leben verwandeln, um an geheimen Operationen teilzunehmen ... An diesem Punkt unterbricht Nims die Geschichte über sich selbst und erklärt, dass die Regeln des britischen Verteidigungsministeriums keine Details zum Dienst erlauben.
Alles aufs Spiel setzen, das Haus hypothekieren und einem Ziel nachgehen, obwohl der sichere Ruhestand vom Militär bereits greifbar ist? Genau das. Sich auf extreme Bergsteigerprojekte einlassen, um die Grenzen des menschlichen Körpers zu testen? Genau richtig. Die höchsten Gipfel der Erde besteigen, eigene Guinness-Rekorde brechen, während andere sich an den Kopf fassen? Es scheint, dass Nims gerade durch die Unmöglichkeit seiner Pläne und die Zweifel seines Umfelds zusätzlich angetrieben wird. Als erster Mensch den K2 unter Winterbedingungen besteigen? Kurz: Sie wissen nun, was für ein Mensch dieser Nimsdai ist.
Dann ist Afrikas höchster Berg an der Reihe. Im Allgemeinen dauern Kilimandscharo-Besteigungen 6 bis 8 Tage. Wenn sich Nimsdai Purja jedoch etwas vornimmt und es um lediglich 5'895 m ü. M. geht, warum sollte man den Gipfel nicht in wenigen Stunden erreichen, ohne Tage für Akklimatisierung, Ruhe, Schlaf und andere Kleinigkeiten einzuplanen? Wenn man oben ist, muss man auch nicht zwingend zu Fuss absteigen, sondern kann mit dem Gleitschirm hinunterfliegen: Gleitschirmfliegen am Kilimandscharo wird zunehmend beliebter und gehört zudem zu Nimsdais Hobbys. Nun wirkt die Aufgabe ausreichend anspruchsvoll und reizvoll. Fehlt nur noch ein Reiseveranstalter, der bereit ist, die Reise zum "Dach Afrikas" zu organisieren.
Welche Firma gilt hier gemessen am Umsatz als die grösste und gemäss Gästerückmeldungen als die beste? Altezza Travel, das seit über 10 Jahren Besteigungen des afrikanischen Vulkans organisiert. Zudem hatten verlässliche Bekannte Nimsdai Altezza Travel empfohlen. So war entschieden: Nims würde zum Uhuru Peak aufbrechen, begleitet von den besten Guides und den gut erkennbaren gelb-schwarzen Zelten.
So verlief Nimsdais Expedition zum Kilimandscharo-Gipfel
Am 25. August 2022 betrat Nimsdai den Kilimandscharo-Nationalpark durch das Mweka-Gate auf 1'640 m ü. M., begleitet von 3 Guides von Altezza Travel: Baraka, Elia und Stanley. Es wurde entschieden, ohne viel Gepäck zu gehen, in zügigem Tempo, aber ohne Überlastung. Die Gruppe startete um 15.00 Uhr.
Einige Stunden zuvor war eine Begleitgruppe aus Guides und Trägern zum Kosovo Camp aufgestiegen, um dort die Zelte aufzubauen, in denen Nimsdai vor dem Gipfelangriff ruhen sollte. Die Träger brachten zudem Verpflegung und Gleitschirmausrüstung hinauf. Nims hatte eine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entwickelt und wollte bei passendem Wetter spektakulär vom Gipfel des Vulkans starten. Wir bereiteten für ihn eine Landestelle nahe der Stadt Moshi vor. Tatsächlich war die Wetterprognose schlecht; der Flug mit dem Gleitschirm blieb damit offen.
Um 22.30 Uhr erreichten Nims und die Guides von Altezza Travel das Kosovo Camp auf 4'800 m ü. M. Ein warmes Abendessen stand bereit, ebenso komfortable Zelte zum Ausruhen. Stella Point – der Startplatz für das Gleitschirmfliegen – und der Uhuru Peak lagen bereits nahe, denn Nimsdais Aufstieg war schnell verlaufen. Bis zum Tagesanbruch blieb etwas Zeit; der Bergsteiger nutzte sie für Gespräche mit unseren Guides und Trägern. Bemerkenswert: Obwohl Nims zu Beginn übermässigen Luxus während der Expedition abgelehnt hatte, anerkannte er die komfortablen Zelte und das gute Essen von Altezza Travel.
Später sagte Nimsdai, er sei beeindruckt von den Tansaniern, ihrer Offenheit, natürlichen Herzlichkeit, Bereitschaft zu lächeln und ihrer unkomplizierten Sicht aufs Leben. Und natürlich von ihrer Ausdauer: Unsere Leute hielten nicht nur Schritt, sondern erledigten auch ihre Arbeit präzise und unterstützten den Starbergsteiger bei seinem Aufstieg zum Kilimandscharo-Gipfel in so kurzer Zeit. Mit ihrer Professionalität und ihrer unkomplizierten Art verdienten sich die Guides von Altezza Travel eine Einladung von Nimsdai, mit ihm zu einer Expedition in den Himalaya aufzubrechen. Ein Bergführer muss Fähigkeiten entwickeln, unterschiedliche Berge kennenlernen und verschiedene Situationen auf Höhenexpeditionen erleben. So sieht es Nirmal Purja, professioneller Bergsteiger.
Spät in der Nacht nahm Nimsdai die letzte Etappe seiner Route in Angriff: den Aufstieg zum Stella Point und weiter zum Gipfel. Seine sehr gute körperliche Verfassung und Erfahrung ermöglichten es Nims, früher als geplant vor Ort zu sein. Die freie Zeit nutzte er für einen kurzen Abstecher zu den Kilimandscharo-Gletschern und erkundete das Gelände, um den geeignetsten Startplatz für den Gleitschirm zu finden. Die Wolkendecke lag bei über 80 % und liess wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Umsetzung seiner Flugpläne.
Bei Tagesanbruch erreichte Nimsdai den Uhuru Peak. Da andere Bergsteigergruppen vor Ort waren, verzichtete er auf das Fotoshooting beim bekannten Schild auf dem Hauptgipfel des Kilimandscharo. Stattdessen setzte Nims unauffällig die Sonnenbrille auf und zog den Buff über das Gesicht, um unnötige Aufmerksamkeit zu vermeiden. Nun ging es hinunter zum Stella Point (5'756 m ü. M.) – und um die Entscheidung, wie der Abstieg von dort weitergehen sollte.
Das Wetter liess keine Wahl: Die Wolkendecke war dicht. In Moshi regnete es zu dieser Zeit. Gleitschirmfliegen war daher nicht sicher. Nimsdai sagt immer, dass Extremsport eine sorgfältige Risikoberechnung verlangt, wenn man überleben will, und dass man sich selbst treu bleiben muss. Diesmal fiel die Entscheidung gegen den Gleitschirmflug und für den Abstieg zu Fuss. Der Flug wurde auf ein nächstes Mal verschoben. Ausserdem hatte Afrika dem Gipfelbezwinger so gut gefallen, dass er seine Rückkehr fest einplante. Auch ein eigenes neues Projekt am Kilimandscharo wollte er aufgleisen.
4 Stunden später erreichte Nirmal Purja den Ausgang des Kilimandscharo-Nationalparks am Mweka-Gate – denselben Punkt, an dem dieser schnelle Aufstieg weniger als 1 Tag zuvor begonnen hatte. Dort wurde er von Managern und Direktoren von Altezza Travel mit Champagner empfangen, von Vertretern der Behörden des Kilimandscharo-Nationalparks, die ihm ein Zertifikat und eine Erinnerungsmedaille überreichten, sowie von zahlreichen Fans, die von Nims’ Expedition erfahren hatten und ein Foto mit dem Mann wollten, der so viele Menschen für die Berge inspiriert.
Wie geht es weiter?
Wir freuen uns, dass Nirmal Purja Altezza Travel für seine erste Expedition zum Kilimandscharo gewählt hat. Wir danken den tansanischen Nationalparkbehörden für die rasche Ausstellung der Bewilligungen und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit, selbst bei anspruchsvollsten Projekten. Unser Dank gilt KINAPA, vertreten durch Angela Nyaki – Chief Park Warden des Kilimandscharo-Nationalparks – und Charles Ngendo, ihren Assistenten. Wir danken TANAPA, vertreten durch William Mwakilema, Conservation Commissioner, und Beatrice Kessy, Business Development Manager.
Wir sind zufrieden damit, wie die Expedition verlaufen ist, auch wenn der Teil mit dem Gleitschirmflug abgesagt werden musste. Die operativen Details dieses Projekts zu koordinieren, war eine Freude, ebenso der Austausch mit Nimsdai – einem offenen, fröhlichen Mann, der anspruchsvolle Ziele mit bemerkenswerter Leichtigkeit erreicht.
Darüber hinaus haben wir eine weitere Zusammenarbeit vereinbart: Elite Exped, das Unternehmen von Nimsdai und seinen Partnern, wird die Kilimandscharo-Besteigung in sein Programm ausgewählter Himalaya-Expeditionen aufnehmen. Altezza Travel wird vor Ort in Tansania Gastgeber und Organisator sein. Wir verfügen über umfassende Erfahrung in der Durchführung von Bergbesteigungen in Tansania und organisieren diese gerne gemeinsam mit Nims. Wir sind überzeugt, dass das Projekt auf hohem Niveau umgesetzt wird und dass viele Menschen mit uns den Kilimandscharo besteigen und eine besondere Zeit am Berg erleben werden. Schliesslich sagte Nimsdai selbst, die Kilimandscharo-Erfahrung sei "next level". Dem Mann, der so viele Berge bestiegen hat, können wir nur zustimmen. Nims, danke für diese gemeinsame Erfahrung. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.
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