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Was ist Kopi Luwak und warum sollten Sie ihn nicht trinken?

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Über Tansania Über Tansania

Der Begriff stammt aus dem Indonesischen. Luwak ist die lokale Bezeichnung für den Asiatischen Fleckenmusang, und kopi bedeutet auf Indonesisch "Kaffee". -Kaffee gilt zusammen mit "Black Ivory" ist eine Marke für Arabica-Kaffee. Die Kaffeekirschen passieren den Verdauungstrakt von Elefanten. Dieser Kaffee wird ausschliesslich in Thailand auf einer Elefantenfarm produziert. Eine Tasse kostet USD 50, ein Kilogramm Bohnen etwa USD 2'000 oder mehr. als exotisches Produkt und als teuerster Kaffee der Welt. Getrunken wird er von Feinschmeckern, die für eine Tasse dieses Getränks bis zu 100 Dollar bezahlen. Doch nicht alle kennen die unschönen Fakten über Kopi Luwak, die Kaffeehersteller und Verkäufer gerne ausblenden. Die Tiere, die Kopi Luwak produzieren, werden in Käfigen gehalten, leiden und sterben früh. Das Marketing trägt zur Täuschung bei, indem es von niedlichem Verhalten der Zibetkatzen erzählt und davon, dass die Bohnen ethisch vertretbar in freier Wildbahn gesammelt würden. Die Frage liegt nahe: Ist das Endprodukt die ethischen und ökologischen Kompromisse wert? Wir zeigen, was dahintersteht.

In früheren Artikeln haben wir bereits die Geschichte des Kaffees erzählt – von den ersten in Äthiopien entdeckten Beeren bis zu den heutigen Coffee Shops auf der ganzen Welt. Ausserdem haben wir die Ergebnisse unserer Suche nach dem besten Arabica zusammengefasst, der in verschiedenen Ländern zu finden ist. Als Beispiel nannten wir Kaffee aus Tansania, wo hervorragende Bohnen geerntet werden, insbesondere Tanzanian Peaberry. Wir kennen uns also ein wenig mit Kaffee aus und gehen nun auf folgende Fragen ein:

  • Was ist Kopi-Luwak-Kaffee?
  • Warum ist Kopi-Luwak-Kaffee so teuer?
  • Wie wird Kopi Luwak hergestellt, und wer leidet dabei?
  • Wie schmeckt Luwak-Kaffee?
  • Ist es ethisch vertretbar, Kopi-Luwak-Kaffee zu kaufen?

Was ist Kopi-Luwak-Kaffee?

Kopi Luwak ist eine Arabica-Art, die aus Bohnen gewonnen wird, die den Verdauungstrakt von Tieren passiert haben. Diese Tiere sind Asiatische Fleckenmusangs (Paradoxurus hermaphroditus), die in Südostasien leben. Sie werden auch Musangs oder Toddy Cats genannt. In freier Natur leben sie auf Bäumen und ernähren sich von Insekten sowie verschiedenen Früchten, darunter Kaffeebeeren. Die Bohnen passieren das Verdauungssystem der Zibetkatzen, werden teilweise fermentiert und anschliessend von Menschen gesammelt. Gefunden werden sie selbstverständlich im Kot der Tiere. Danach werden sie gewaschen, getrocknet, geröstet und als Kaffee aufgebrüht. Einige behaupten, das fertige Getränk habe einen besonderen Geschmack.

Welche Länder produzieren Kopi-Luwak-Kaffee?

Zu den Ländern, die Kopi Luwak produzieren, gehören Indonesien, die Philippinen, Vietnam, China und Indien. Historisch entstand die Tradition, Kaffeebohnen aus Tierkot zu sammeln, in Indonesien, wo die Niederländer die ersten Kaffeeplantagen anlegten, nachdem sie Kaffee im Jemen gekauft hatten. Man geht davon aus, dass Plantagenbesitzer einheimischen Bauern verboten, Kaffee von den Feldern zu sammeln. Die armen Arbeiter suchten deshalb nach unverdauten Kaffeebohnen im Kot von Säugetieren. So kamen sie an Bohnen, aus denen sie Kaffee zubereiten konnten.

Zibetkatzen – die Tiere hinter Kopi Luwak

Die Kaffeefresser waren stets dieselben Tiere: Zibetkatzen. Es sind Waldtiere, die Mungos ähneln. Civet ist die gebräuchliche englische Bezeichnung, in Indonesien heisst das Tier luwak. Es handelt sich um Säugetiere aus der Familie der Viverridae. Wegen ihres Aussehens werden Zibetkatzen manchmal mit Katzen verglichen oder sogar Palm Toddy Cats genannt. Katzen und Zibetkatzen sind tatsächlich ähnlich gross, gehören biologisch aber zu unterschiedlichen Familien.

Zibetkatzen verbringen den Tag meist auf Bäumen oder Felsen. Nachts jagen sie kleine Säugetiere und Insekten und fressen zudem pflanzliche Nahrung. Sie mögen Beeren, Früchte und den Saft von Palmblüten. Zu ihren bevorzugten Beeren gehören auch Kaffeebeeren. Sie fressen sie, doch die Bohnen werden nicht vollständig verdaut. Stattdessen durchlaufen sie eine teilweise Fermentation, sodass Zibetkatzen sie rund um Kaffeeplantagen in grösserer Menge hinterlassen.

Wie werden Kopi-Luwak-Kaffeebohnen produziert?

Schon vor langer Zeit fiel Menschen auf, dass wild lebende Zibetkatzen Kaffeebeeren fressen und dabei die reifsten und besten auswählen. Die Beere durchläuft den gesamten Verdauungstrakt des Tieres und kommt mit Magensäften sowie natürlichen chemischen Stoffen in Kontakt. Der Kern, den wir oft Kaffeebohne nennen, wird mit dem Kot ausgeschieden und behält dabei seine Form. Im Darm wird er teilweise fermentiert, was angeblich seinen ursprünglichen Geschmack verändert. Auch seine Aminosäurezusammensetzung und sein Aroma verändern sich. Neuere Studien zeigen, dass das Koffein, das Zibetkatzen mit dem Fruchtfleisch der Beeren aufnehmen, ihnen nicht schadet.

Wie wird Kopi-Luwak-Kaffee verarbeitet?

Es wird angenommen, dass Kaffeebohnen, die Magen und Darm passiert haben, nach dem Waschen, Trocknen und Rösten weniger bitter sind. Laboruntersuchungen der Bohnen bestätigen dies. Sie enthalten weniger Koffein und weisen andere physische Eigenschaften auf: Von Zibetkatzen fermentierte Bohnen sind härter und brüchiger.

Nachdem die Bohnen gesammelt wurden – zuvor muss man sie auf Waldpfaden überhaupt erst finden –, werden sie wie Bohnen von den Kaffeebäumen gewaschen und getrocknet. Danach werden sie geröstet. In der Zubereitungsphase loben einige Kaffeeenthusiasten, häufiger jedoch Kopi-Luwak-Produzenten, sein besonderes Aroma. Sie behaupten, sein voller Geschmack übertreffe Kaffee aus herkömmlicher Herstellung. Manche sprechen von einer zitronigen Schärfe mit feinem Aroma. Andere beschreiben ihn als schwer und gehaltvoll, mit Noten von Karamell und Schokolade. Wieder andere empfinden den Geschmack von Kopi Luwak als erdig und muffig. Wie bei allen Kaffees beeinflussen Röstgrad und Brühmethode den Geschmack des fertigen Getränks.

Trotzdem weckt dieser Kaffee seit Jahrzehnten das Interesse vieler Menschen. Feinschmecker möchten ihn probieren, nachdem sie bereits alle anderen Sorten und Marken der besten Kaffees gekostet haben. Gelangweilte Millionäre suchen nach exotischen und teuren Luxusgetränken. Über ihn wird in allen Teilen der Welt gesprochen. Wie konnte Kaffee, der aus dem Kot asiatischer Tiere gewonnen wird, so bekannt und begehrt werden? Dahinter stehen nicht nur die exotische Herkunft der Bohnen, sondern auch eine sehr erfolgreiche Marketingkampagne.

Die Erfolgsgeschichte der Zibetkaffeebohnen

Die Erfolgsgeschichte des Zibetkaffees begann mit einem kurzen Artikel in der Ausgabe von National Geographic aus dem Jahr 1981. Darin wurde beiläufig ein ungewöhnlicher Kaffee erwähnt, dessen Bohnen aus dem Kot malaiischer Zibetkatzen gesammelt wurden. Weil sie den Verdauungstrakt dieser Tiere durchlaufen hatten, sollte der Kaffee nach der Zubereitung ungewöhnlich schmecken.

Tony Wild und der erste Kopi Luwak

Gelesen wurde dieser Artikel von Spezialitätenkaffee bezeichnet Kaffee der höchsten Qualitätsstufe, der sich durch besonderen Geschmack und eigenständige Eigenschaften auszeichnet. Er wird sorgfältig beschafft, verarbeitet und geröstet, damit die für jede Bohne typischen Aromen hervortreten. Nur bestimmte Chargen, die einen 15-stufigen Sortierprozess und eine spezielle Verarbeitung durchlaufen haben, können in diese Kategorie fallen. einem Einkäufer eines Unternehmens für Anthony Wild ist der Autor des Buches "Coffee: A Dark History". Als professioneller Händler und Kaffeehistoriker untersucht Wild in seinem 2005 erschienenen Buch sowohl positive als auch stark negative Auswirkungen des Kaffees auf die Menschheit. Er beschreibt zum Beispiel, wie die Kultur des Kaffeetrinkens die Entstehung des Versicherungsmarkts Lloyd's of London beeinflusste. Gleichzeitig trug die wachsende Kaffeeindustrie in Amerika im 18. Jahrhundert zur Ausweitung des Sklavenhandels bei. All dies wird in unserem Artikel "The History of Coffee" im Blog von Altezza Travel näher erläutert. Später wurde Mr. Wild Direktor eines englischen Kaffeeunternehmens. Damals beschloss er, diesen exotischen Kaffee zu beschaffen. Er war der erste, der Kopi Luwak in den Westen brachte. Es war nur 1 Kilogramm. Die Geschichte dieses Kaffees weckte rasch das Interesse lokaler Radiosender und Zeitungen. In ganz Yorkshire wurde darüber gesprochen, und bald verbreitete sich die Nachricht landesweit im britischen Fernsehen.

Kopi Luwak wird berühmt

Die Nachricht vom exotischen Kaffee verbreitete sich danach weltweit. Er wurde in der amerikanischen Morgensendung CNN News vorgestellt. Später sprach auch die bekannte Fernsehmoderatorin Oprah Winfrey darüber. Zibetkaffee, gewonnen aus dem Kot von Zibetkatzen, wurde in ganz Amerika bekannt. 2007 erschien Kopi Luwak schliesslich im populären Film "The Bucket List".

In der Handlung geniesst der von Jack Nicholson gespielte Milliardär und Menschenfeind ständig eine Tasse Kaffee namens Kopi Luwak. Über seine Herkunft weiss er wenig; er gönnt sich einfach alles, was teuer und ungewöhnlich ist. Sein gebildeter Freund, dargestellt von Morgan Freeman, öffnet ihm später die Augen. Beide Figuren erwarten den nahen Tod durch Krebs. Um angesichts des Endes nicht den Verstand zu verlieren, beschliessen die Männer, sich ihre Wünsche zu erfüllen: Autorennen fahren, den Everest besteigen, die ägyptischen Pyramiden und die Chinesische Mauer sehen und auf Safari in Tansania gehen.

Übrigens ist das schöne Land Tansania unsere Heimat; wir organisieren Safaris in den eindrucksvollen Nationalparks des Landes. Wenn Sie sich eine solche Reise wünschen, unterstützen wir Sie bei der Planung. Stellen Sie sich vor, Sie fahren in einem Safarifahrzeug durch die Savanne, beobachten die Grosse Tierwanderung in der Serengeti und campieren unter dem Sternenhimmel Afrikas. Im Grunde können Sie alles nacherleben, was Nicholson und Freeman im Film tun – ausser Tiere zu schiessen. Solche grausame "Unterhaltung" organisieren wir nicht. Stattdessen arrangieren wir gerne einen Ausflug zu einer Kaffeefarm an den Hängen des Kilimandscharo.

Was also haben der Film und Zibetkaffee miteinander zu tun? Durch die interessante Handlung, die starken schauspielerischen Leistungen und den Erfolg an den Kinokassen erfuhren viele Menschen weltweit von Zibetkaffee. Das trug nicht nur zur Popularität der Bohnen aus Indonesien bei, sondern auch zu höheren Verkaufszahlen und steigenden Preisen.

Wie viel kostet Kopi-Luwak-Kaffee?

In unserer Analyse des Zibetkaffeemarkts von 2024 haben wir die Preisgestaltung untersucht und ein breites Spektrum an Angeboten gefunden. Verkäufer nennen Preise von USD 130 bis USD 2'000 pro Kilogramm Zibetkaffeebohnen.

Authentischer Kopi Luwak kostet in der Regel zwischen USD 600 und USD 1'500 pro Kilogramm, wenn man auffällig günstige Angebote ausklammert, die auf Fälschungen hindeuten können.

Packungen, die zu niedrigeren Preisen verkauft werden, enthalten wahrscheinlich keine echten Zibetkaffeebohnen. Dass auf dem Markt Fälschungen oder Mischungen mit nur einem kleinen Anteil des behaupteten Inhalts verbreitet sind, ist gut dokumentiert. Bemerkenswert ist jedoch auch, dass ein höherer Preis nicht zwingend garantiert, dass eine Packung zu 100 % Kopi Luwak enthält.

Warum ist Kopi-Luwak-Kaffee so teuer?

Erstens ist es schwierig, solchen Kaffee in grossen Mengen zu sammeln. Es gibt deutlich weniger wild lebende Zibetkatzen, die Kaffeekirschen fressen, als Kaffeeplantagen weltweit, auf denen gewöhnlicher Kaffee wächst. Zudem müssen diese Bohnen erst in Kothaufen gefunden werden. Suche und Sammlung brauchen viel Zeit. Manche sprechen davon, dass pro Jahr nur etwa 500 Kilogramm Kopi-Luwak-Bohnen produziert werden, was den hohen Preis erklären würde. Auf dem Markt ist jedoch deutlich mehr davon erhältlich, und nur ein kleiner Teil ist tatsächlich wilder Kopi Luwak.

Die bittere Wahrheit über Kaffee aus Kot – und warum Sie ihn nicht trinken sollten

Als Kaffeeproduzenten merkten, dass die Nachfrage nach exotischem Kaffee aus Asien hoch war, vereinfachten sie den Prozess. Es ist deutlich einfacher, ein Waldtier zu fangen, es in einen Käfig zu setzen und mit Kaffeebeeren zu füttern, als Zeit in die Suche und Sammlung der Bohnen zu investieren. Genau das taten in den folgenden Jahren viele Unternehmen in Südostasien.

Zibetkatzen in Gefangenschaft

Heute gibt es mehrere Tierfarmen, auf denen Tausende flauschige Zibetkatzen in Käfigen gehalten werden – unter sehr unterschiedlichen, oft schlechten Bedingungen. Es gibt tatsächlich schreckliche Farmen, auf denen sich die Besitzer überhaupt nicht um die Tiere kümmern. Sie sitzen in engen, schmutzigen Käfigen und stehen unter ständigem Stress. Sie werden zwangsweise fast nur mit Kaffeebeeren gefüttert, obwohl die Nahrung der Zibetkatzen in ihrer natürlichen Umgebung sehr vielfältig ist. Die negativen Folgen dieser Fütterung zeigen sich in zahlreichen Fällen von Durchfall, teils mit blutigem Ausfluss. Es ist bekannt, dass Zibetkatzen, die in denselben Käfig gesetzt werden, kämpfen und sich aus Stress sogar Gliedmassen annagen. Unter solchen Bedingungen sterben viele Tiere früh. Zudem ist die wild lebende Zibetkatzenpopulation gefährdet, weil viele Tiere eingefangen werden, um sie in der Kaffeeproduktion auszubeuten.

Wir hatten einmal die Gelegenheit, eine solche Farm auf einer "Zibetkaffee-Produktionstour" in Thailand zu besuchen. Es war für uns sehr unangenehm, die Misshandlung der Tiere mitanzusehen, deshalb verliessen wir die Farm, bevor die Tour zu Ende war.

Marketingmythen der Kopi-Luwak-Verkäufer

Wenn Sie die Verkaufstexte von Zibetkaffee-Anbietern lesen, klingt das oft rührend. Meist geht es ungefähr so:

"Niedliche, flauschige Wesen streifen frei durch die Wälder Asiens, suchen die besten, reifsten Kaffeekirschen und geniessen ihre Leckerbissen. Welch wunderbares Naturphänomen. Lokale Sammler durchsuchen die Pfade der Zibetkatzen nach Kaffeebohnen, sammeln sie und übergeben sie einer sorgfältigen Verarbeitung. Der besondere Geschmack und das Aroma dieses exklusiven Kaffees, perfekt geröstet, übertreffen jeden anderen Kaffee. Wer Kaffee liebt und höchste Qualität schätzt, gibt sich mit gewöhnlichen Produkten nicht zufrieden. Gönnen Sie sich diesen exklusiven Luxuskaffee mit hervorragendem Geschmack. Natürlich kostet er mehr als gewöhnlicher Arabica. Seine Sammlung ist aufwendig, und die verfügbare Menge ist naturgemäss begrenzt. Seien Sie versichert: Unser Kaffee wird nach allen denkbaren ethischen Standards geerntet. Die Bohnen stammen von wild lebenden Zibetkatzen, die in ihrem natürlichen Lebensraum gedeihen."

Es ist denkbar, dass sogar viele Mitarbeitende von Lieferfirmen an diese Marketinglegenden glauben. Vor 10 Jahren wurde jedoch geschätzt, dass trotz der Behauptung von 500 Kilogramm pro Jahr weltweit jährlich rund 50 Tonnen Zibetkaffee verkauft wurden. Heute dürfte es noch mehr sein, da Farmen nicht nur in Indonesien, sondern auch in Thailand, Vietnam, China, Indien und auf den Philippinen entstanden sind.

Initiativen gegen die Produktion von Kopi Luwak

Anthony Wild, der diese Kaffeehysterie mit ausgelöst hatte, wird seit vielen Jahren von Schuldgefühlen begleitet. 2013 startete er eine Kampagne, um den weltweiten Handel mit Zibetkaffee zu stoppen, Mythen über diesen Kaffee und seinen "besonderen" Geschmack zu widerlegen und das Leiden der Tiere zu beenden. Doch der Wille einer einzelnen Person oder selbst einer Aktivistengruppe ist machtlos gegenüber starkem Marketingdruck und dem Wunsch, vergleichsweise leicht viel Geld zu verdienen. Leider gab es seither nicht viele Nachrichten über den Kampf gegen diese Kopi-Luwak-Industrie.

Es finden sich jedoch Hinweise, dass ähnliche Initiativen von Zeit zu Zeit in anderen Teilen der Welt entstehen. In Brasilien wird beispielsweise Kaffee aus Bohnen produziert, die aus Vogelkot gesammelt werden. Gemeint ist Jacu-Bird-Kaffee. In der lokalen Sprache heisst der Vogel "jacu", auf Englisch Chestnut-bellied Guan. In Costa Rica wird Kaffee mithilfe von Fledermäusen produziert. Eine ähnliche Farm wurde auch in Madagaskar eröffnet. Der bekannteste und teuerste Kaffee nach Kopi Luwak bleibt jedoch Black Ivory, dessen Bohnen aus dem Dung thailändischer Elefanten gesammelt werden. Sein Geschmack gilt als weich und fein, ohne Bitterkeit.

Wie schmeckt Kopi-Luwak-Kaffee?

Zibetkaffee wird häufig als weich, nicht bitter, fein und erdig beschrieben. Auch sein Aroma gilt im Vergleich zu klassischen Sorten und Marken als zurückhaltender. Gelobt wird er oft von Einsteigern und Liebhabern exotischer Getränke. Doch was sagen professionelle Cupper sind professionelle Fachleute, die Kaffeebohnen untersuchen und das fertige Getränk verkosten. Jede Kaffeecharge wird dabei auf einer Skala von 100 Punkten bewertet. und Kenner?

Professionelle Verkostungen von Kopi Luwak

Fachleute sind sich in ihrer Einschätzung des Geschmacks von Zibetkaffee fast einig: Sie halten ihn für schlechten Kaffee, dem Säure und andere Merkmale fehlen, die echten Spezialitätenkaffee ausmachen. Sein erdiger Geschmack und sein sirupartiger Körper deuten auf geringe Qualität hin. Er schmeckt schlicht nicht gut, und die Fachwelt sagt das offen. Professionelle Verkoster, die Kopi Luwak probiert haben, bestätigen diese Einschätzung.

Mitglieder der International Die Specialty Coffee Association umfasst Kaffeeproduzenten sowie Exporteure, Röstereien, Verkäufer und Anbieter spezialisierter Ausrüstung. Der Verband führt weltweit Meisterschaften durch und bildet Cupper aus – Fachleute, die Kaffee nach den von der Organisation entwickelten Regeln blind verkosten und auf einer Skala von 100 Punkten bewerten können. führten ein vergleichendes Cupping mit nicht gekennzeichneten Lots durch. Die Cupper wussten nur, dass mehrere anonyme Spezialitätenkaffees vorlagen. Zibetkaffee erhielt die niedrigste Punktzahl.

Es scheint, als werde er nur als Kuriosität gekauft, als etwas mit einer ungewöhnlichen Herkunftsgeschichte. Guter Geschmack oder andere überzeugende Produkteigenschaften stehen nicht dahinter.

Zusammengefasst hat Zibetkaffee mindestens 3 Probleme:

  • Er ist sein Geld nicht wert und schmeckt schlecht oder mittelmässig.
  • Er wird oft stark mit gewöhnlichem Kaffee von Plantagen gemischt verkauft.
  • Bei der Produktion von Kopi Luwak leiden Tiere.

Wenn Sie unbedingt Kaffee probieren möchten, dessen Bohnen aus Tierkot gesammelt wurden, liegt die Entscheidung bei Ihnen. Wir empfehlen, keinen Zibetkaffee zu kaufen und keine Industrie zu unterstützen, die auf grausame Behandlung von Tieren zurückgreift.

Wir konnten keine Tierschutzfonds finden, die sich speziell mit diesem Problem befassen. Sobald wir solche Projekte finden, aktualisieren wir unseren Artikel, berichten über Schutzprogramme für Zibetkatzen und teilen Informationen dazu, wie man sie unterstützen könnte.

Veröffentlicht am 8 Februar 2024 Überarbeitet am 21 August 2025
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Über den Autor
Valentina Sudakova

Valentina ist Creative Artist bei Altezza Travel und schöpft ihre Inspiration aus den Naturwelten Afrikas. Sie teilt ihre Zeit zwischen Tansania und Südafrika auf.

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